Forschung

Gesundheitscheck ab 40: Welche Vorsorgetermine man im Blick behalten sollte

Mit dem 40. Geburtstag beginnt kein medizinisches Pflichtprogramm mit einer festen Liste jährlicher Untersuchungen. Trotzdem gewinnen einige Kontrollen an Bedeutung, weil Herz-Kreislauf-Risiken, Stoffwechselerkrankungen und bestimmte Krebsarten mit zunehmendem Alter häufiger werden. Sinnvoll ist deshalb kein möglichst umfangreicher „Rundum-Check“, sondern eine Vorsorge, die Blutdruck, Blutfette, Blutzucker, Impfstatus, familiäre Risiken und altersabhängige Früherkennungsangebote gezielt zusammenführt. Welche Untersuchungen tatsächlich passen, hängt von Vorerkrankungen, Medikamenten, Körpergewicht, Rauchen, Bewegung, Familiengeschichte und früheren Befunden ab. Auch das Geschlecht beziehungsweise vorhandene Organe beeinflussen bestimmte Früherkennungsangebote. Die Hausarztpraxis ist für diese Einordnung häufig die erste Anlaufstelle. Beschwerden gehören unabhängig vom Alter zeitnah abgeklärt und sollten nicht bis zum nächsten geplanten Vorsorgetermin warten.

Weiterlesen

Berufe im Spital: Wer neben Ärzteschaft und Pflege Patienten betreut

Ein Spital funktioniert nur, weil zahlreiche Berufsgruppen gleichzeitig ineinandergreifen. Ärzte stellen Diagnosen und treffen medizinische Entscheidungen, Pflegefachpersonen begleiten Patienten durch einen grossen Teil des Aufenthalts. Daneben arbeiten Radiologiefachpersonen, Laborfachleute, Therapeuten, Apotheker, Fachpersonen Operationstechnik, Sozialberatung, Ernährungsberatung, Patiententransport und viele weitere Spezialisten daran, dass Untersuchung, Behandlung und Rückkehr in den Alltag überhaupt möglich werden. Viele dieser Berufe bleiben für Patienten nur während einzelner Termine sichtbar. Eine Blutprobe verschwindet im Labor, ein Medikament kommt scheinbar selbstverständlich auf die Station und eine CT-Untersuchung dauert vielleicht nur wenige Minuten. Hinter jedem dieser Schritte stehen jedoch ausgebildete Fachpersonen mit klaren Verantwortungsbereichen. Gerade moderne Spitalmedizin ist deshalb weniger die Leistung einzelner Berufsgruppen als das Ergebnis interprofessioneller Zusammenarbeit.

Weiterlesen

Was während einer Operation geschieht: Der Weg von der Aufnahme bis zum Aufwachraum

Eine Operation besteht aus weit mehr als dem eigentlichen chirurgischen Eingriff. Aufnahme, Vorbereitung, Anästhesie, Sicherheitskontrollen, Lagerung, Überwachung und die Betreuung im Aufwachraum greifen wie einzelne Stationen eines genau abgestimmten Ablaufs ineinander. Für Patienten bleibt davon vieles unsichtbar, weil zahlreiche Schritte stattfinden, während sie bereits sediert oder in Narkose sind. Wer den Ablauf kennt, kann besser einordnen, weshalb vor einer Operation so viele Fragen gestellt, Kontrollen wiederholt und bestimmte Vorbereitungen exakt eingehalten werden. Der konkrete Weg unterscheidet sich je nach Eingriff, Spital, Gesundheitszustand und Art der Anästhesie. Eine kurze ambulante Operation läuft anders ab als ein grosser chirurgischer Eingriff mit anschliessender Intensivüberwachung. Trotzdem folgen viele geplante Operationen einem ähnlichen Grundprinzip: medizinische Vorbereitung, eindeutige Identifikation, Anästhesieeinleitung, Operation unter kontinuierlicher Überwachung und anschliessende Stabilisierung im Aufwachraum.

Weiterlesen

Erste Hilfe auffrischen: Die wichtigsten Massnahmen bei typischen Notfällen

Ein medizinischer Notfall lässt wenig Zeit für lange Überlegungen. Entscheidend sind ein sicherer Überblick, der frühe Notruf und wenige Massnahmen, die korrekt ausgeführt werden. Bereits das Freihalten der Atemwege, Druck auf eine stark blutende Wunde oder eine sofort begonnene Herzdruckmassage kann die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrücken. Erste Hilfe beginnt mit dem Eigenschutz und folgt einer klaren Reihenfolge: Gefahren erkennen, Bewusstsein und Atmung prüfen, Hilfe alarmieren und die dringendste Störung behandeln. Praktische Kurse bleiben unersetzlich, weil Handgriffe unter Anleitung geübt werden müssen. Eine verständliche Auffrischung hilft jedoch, vorhandenes Wissen zu ordnen und gefährliche Irrtümer zu vermeiden.

Weiterlesen

Spitalaufenthalt mit Kind: Wie Eltern Sicherheit geben und Orientierung schaffen

Ein Spitalaufenthalt bringt für Kinder vieles durcheinander: vertraute Abläufe, bekannte Gesichter, Schlafgewohnheiten und das Gefühl, selbst bestimmen zu können. Eltern können medizinische Eingriffe oder unangenehme Untersuchungen nicht abnehmen. Mit ehrlichen Erklärungen, verlässlicher Nähe und kleinen vertrauten Ritualen schaffen sie jedoch Orientierung in einer ungewohnten Umgebung. Wie viel Vorbereitung sinnvoll ist, hängt vom Alter, vom Entwicklungsstand und von früheren Erfahrungen ab. Auch die Art des Aufenthalts spielt eine Rolle: Ein geplanter Eingriff lässt sich anders begleiten als eine plötzliche Einweisung über den Notfall. Entscheidend ist weniger die perfekte Erklärung als das Gefühl, mit Fragen, Schmerzen und Ängsten ernst genommen zu werden.

Weiterlesen

Schmerzen im Spital behandeln: Erfassung, Medikamente und Therapiekontrolle erklärt

Schmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden im Spital, lassen sich aber nicht wie Blutdruck oder Körpertemperatur direkt messen. Eine gute Schmerzbehandlung beginnt deshalb mit genauer Beobachtung und wiederholten Gesprächen. Entscheidend ist nicht allein eine Zahl auf der Schmerzskala, sondern auch, wie stark Beschwerden Schlaf, Atmung, Bewegung und Erholung beeinträchtigen. Das Behandlungsteam verbindet diese Angaben mit Diagnose, Eingriff, Vorerkrankungen und bisherigen Reaktionen auf Medikamente. Danach wird die Therapie schrittweise angepasst und ihre Wirkung kontrolliert. Das Ziel ist eine tragbare Schmerzsituation mit möglichst wenigen Nebenwirkungen und genügend Beweglichkeit für die weitere Genesung.

Weiterlesen

Bildgebende Untersuchungen erklärt: Röntgen, CT, MRI und Ultraschall im Vergleich

Röntgen, Computertomografie, Magnetresonanztomografie und Ultraschall ermöglichen sehr unterschiedliche Blicke in den Körper. Manche Verfahren liefern in Sekunden einen Überblick, andere zeigen Weichteile besonders detailliert oder beobachten Bewegungen direkt. Welche Untersuchung passt, entscheidet deshalb nicht die vermeintlich modernste Technik, sondern die konkrete medizinische Fragestellung. Die vier Methoden unterscheiden sich bei Funktionsweise, Dauer, Strahlenbelastung und Vorbereitung. Auch Kontrastmittel, Implantate, Nierenfunktion oder eine mögliche Schwangerschaft können die Planung beeinflussen. Ein Grundverständnis erleichtert das Gespräch mit dem Behandlungsteam, ersetzt aber keine individuelle ärztliche Beurteilung.

Weiterlesen

Historische Farbfassungen entdecken: Was restauratorische Untersuchungen verraten

Unter einem scheinbar unspektakulären weissen Anstrich können Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte Gestaltungsgeschichte verborgen liegen. Restauratorische Untersuchungen machen solche historischen Farbfassungen wieder lesbar. Kleine Sondierungen, Treppenschnitte, mikroskopische Querschliffe und gezielte Materialanalysen zeigen, welche Farben, Putze, Lasuren oder dekorativen Techniken früher vorhanden waren. Ziel ist dabei nicht, möglichst rasch die älteste Schicht freizulegen, sondern die verschiedenen Gestaltungsphasen eines Gebäudes zu verstehen und ihre Bedeutung für eine kommende Restaurierung einzuordnen. Farbbefunde können bisher unbekannte Umbauten sichtbar machen, historische Fotografien bestätigen oder vermeintlich sichere Annahmen korrigieren. Besonders vor Renovationen sind solche Erkenntnisse wertvoll: Wird eine Wand abgeschliffen, ein Türblatt abgelaugt oder alter Putz entfernt, können unwiederbringliche Informationen verschwinden. Eine restauratorische Voruntersuchung schafft deshalb die Grundlage für Entscheidungen darüber, welche Schichten erhalten, konserviert, überfasst, rekonstruiert oder bewusst sichtbar gemacht werden.

Weiterlesen

Neue Namen im Stadtbild: St.Gallen würdigt Lisette Völkin und Ella Wild als Pionierinnen

Der Stadtrat hat einen Platz und eine Strasse nach bedeutenden St.Galler Frauen benannt: Der neue Platz im Krontal trägt den Namen der ersten St.Galler Ärztin Lisette Völkin (1849-1929), die neu klassierte Strasse in Rotmonten jenen der Journalistin und Redaktorin Ella Wild (1881-1932). Im Zuge der Erschliessung von Wohnnutzungen an der Rorschacher Strasse 189 wurde der Platz im Zentrum des Krontal öffentlich klassiert und nach der ersten St.Galler Ärztin Lisette Völkin (1849 - 1929) benannt.

Weiterlesen

Nestlé verkauft Vitamingeschäft für eine Milliarde Dollar

Nestlé trennt sich von einem milliardenschweren Teil seines Gesundheitsgeschäfts. Der Schweizer Lebensmittelkonzern verkauft sein Mainstream-Geschäft mit Vitaminen, Mineralstoffen und Nahrungsergänzungsmitteln für 1,0 Milliarden US-Dollar beziehungsweise rund 800 Millionen Franken an den US-Investor Yellow Wood Partners. Komplett aus dem Geschäft mit Nahrungsergänzungsmitteln zieht sich Nestlé jedoch nicht zurück. Die am Dienstagabend bekanntgegebene Transaktion ist Teil des laufenden Konzernumbaus. Nestlé will Kapital und Managementkapazitäten stärker auf jene Bereiche konzentrieren, in denen sich das Unternehmen langfristig besonders gute Wachstumschancen verspricht. Der Abschluss des Verkaufs ist nach den notwendigen regulatorischen Genehmigungen für die erste Hälfte des Jahres 2027 vorgesehen.

Weiterlesen

Sturzrisiko im Alter: Mehr als jede zweite Person ab 65 Jahren ist besonders gefährdet

Die meisten schweren Verletzungen im Alter sind auf Stürze zurückzuführen. Eine neue Befragung der BFU zeigt: Mehr als jede zweite Person ab 65 weist ein erhöhtes Sturzrisiko auf. Gleichzeitig bleibt ein grosses Präventionspotenzial ungenutzt – insbesondere beim Training von Kraft und Gleichgewicht sowie bei der sturzsicheren Gestaltung des Wohnraums. Jedes Jahr sterben in der Schweiz mehr als 1700 Menschen an den Folgen eines Sturzes. 95 % davon sind 65 Jahre alt oder älter. Hinzu kommen jährlich knapp 6500 Schwerverletzte. Daraus entstehen volkswirtschaftliche Kosten von rund 1,8 Milliarden Franken. Mit der alternden Bevölkerung wird die Zahl der schweren Sturzunfälle weiter steigen.

Weiterlesen

ADHS bei Erwachsenen: Symptome, Diagnose, Forschung – Auswirkungen auf Alltag und Beruf

Termine vergessen, Aufgaben aufschieben, ständig zwischen Gedanken springen oder sich bei Routinearbeiten kaum konzentrieren können: Seit ADHS in sozialen Medien und Podcasts häufiger thematisiert wird, erkennen sich viele Erwachsene in solchen Beschreibungen wieder. Das kann ein sinnvoller Anlass sein, die eigenen Schwierigkeiten genauer anzuschauen. Es bedeutet jedoch noch lange nicht, dass tatsächlich eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung vorliegt. Konzentrationsprobleme gehören zu zahlreichen psychischen und körperlichen Belastungen und können ebenso durch Schlafmangel, Depressionen, Angst, chronischen Stress, Substanzen oder andere Erkrankungen entstehen.

Weiterlesen

Universitätsspital Basel: Spitzenmedizin, Forschung und Versorgung im Herzen der Stadt

Im Universitätsspital Basel treffen medizinische Versorgung, Forschung und akademische Lehre unmittelbar aufeinander. Mehr als 8’200 Mitarbeitende behandeln hier Patienten aus der Nordwestschweiz, anderen Landesteilen und dem benachbarten Ausland. Gleichzeitig entsteht auf dem traditionsreichen Spitalareal eine Infrastruktur für die Medizin der kommenden Jahrzehnte. Das Universitätsspital Basel, kurz USB, gehört zu den bedeutenden medizinischen Zentren der Schweiz. Sein Auftrag reicht von der Grundversorgung der regionalen Bevölkerung bis zur Behandlung seltener und komplexer Erkrankungen. Eine enge Verbindung zur Universität Basel sorgt dafür, dass wissenschaftliche Erkenntnisse möglichst rasch in Diagnostik, Therapie und Pflege einfliessen.

Weiterlesen

Demenz: Frühe Warnzeichen, Diagnose und Hilfe für Betroffene und Angehörige

Ein Name fällt nicht sofort ein. Der Schlüssel liegt plötzlich im falschen Zimmer. Solche Momente kennt fast jeder. Eine Demenz zeigt sich jedoch selten durch einen einzelnen Aussetzer. Auffällig wird ein Muster: Schwierigkeiten treten wiederholt auf, nehmen zu und beeinträchtigen allmählich den Alltag. Frühe Veränderungen verdienen eine ärztliche Abklärung. Hinter ihnen muss keine Demenz stecken. Auch Depressionen, Medikamente, Schlafstörungen, Vitaminmangel, Schilddrüsenerkrankungen oder Probleme mit dem Hören und Sehen können die geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Einige dieser Ursachen lassen sich gut behandeln.

Weiterlesen

Spital Val Müstair: Medizin, Pflege und Rettungsdienst im abgelegenen Bündner Tal

Es bezeichnet sich selbst als kleinstes Spital der Schweiz. Seine Aufgabe ist dennoch gross. Das Center da sandà Val Müstair sichert die medizinische Grundversorgung in einem abgelegenen Bündner Tal. Unter seinem Dach arbeiten Akutspital, Arztpraxis, Rettungsdienst, Pflegeheim und Spitex eng zusammen. Für die Bevölkerung bedeutet das kurze Wege und vertraute Ansprechpersonen. Auch Feriengäste profitieren von der medizinischen Anlaufstelle in Sta. Maria. Besonders wertvoll ist das abgestimmte Angebot für ältere und chronisch kranke Menschen, die verschiedene Formen der Unterstützung benötigen.

Weiterlesen

Sonnenbrand richtig behandeln: Was jetzt hilft – und was der Haut schadet

Ein Nachmittag im Freibad, eine Wanderung bei wolkenlosem Himmel – und am Abend brennt die Haut. Sonnenbrand ist keine harmlose Begleiterscheinung des Sommers. Die UV-Strahlung löst eine akute Entzündungsreaktion aus und kann das Erbgut der Hautzellen schädigen. Wiederholte Sonnenbrände erhöhen das Risiko für Hautkrebs. Ist die Haut bereits gerötet, lässt sich die entstandene Zellschädigung nicht rückgängig machen. Mit den richtigen Massnahmen können Betroffene jedoch Schmerzen lindern, die Haut schonen und Komplikationen vermeiden. Wichtig ist dabei auch, vermeintlich bewährte Hausmittel kritisch zu betrachten.

Weiterlesen

Vom Wolf zum Hund: Wie alte DNA aus der Schweiz die Geschichte neu schreibt

Ein unscheinbarer Knochen aus einer Höhle kann eine Geschichte verändern, die vor Jahrtausenden begann. Neue DNA-Analysen zeigen: Hunde lebten bereits vor mindestens 15’800 Jahren eng mit Menschen zusammen. Auch ein Fund aus dem Kesslerloch bei Thayngen spielt dabei eine wichtige Rolle. Die Ergebnisse zweier umfangreicher Studien rücken den Ursprung des Haushundes weiter in die letzte Eiszeit zurück. Sie beweisen jedoch nicht, wann und wo der erste Wolf zum Hund wurde. Genau diese Unterscheidung ist wichtig. Sicher ist nun: Lange vor Landwirtschaft, Viehzucht und festen Siedlungen waren Hunde bereits über grosse Teile Europas und Anatoliens verbreitet.

Weiterlesen

Neue Silberbeschichtung schützt Steckverbindungen in E-Autos vor Verschleiss

Forscher des Korea Institute of Materials Science haben Silber in einem neuen Verfahren so modifiziert, dass es abriebfest wird, also auch dann erhalten bleibt, wenn Steckverbindungen häufig genutzt werden. Das verbessert entscheidend die Zuverlässigkeit elektrischer Geräte. Die neue Beschichtung könnte die Lebensdauer der Bauteile verlängern, Wartungs- und Austauschkosten senken und die langfristige Zuverlässigkeit von E-Fahrzeugen signifikant verbessern.

Weiterlesen

Empfehlungen