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Glockengiesser: Ein Beruf, der Geschichte, Handwerk und Klang verbindet

Kaum ein anderes Handwerk verbindet Tradition, Präzision und Kultur so eindrucksvoll wie das Glockengiessen. Seit Jahrhunderten entstehen in spezialisierten Werkstätten Glocken, die Menschen über Generationen begleiten – ob als Kirchenglocke, Glockenspiel oder Kunstobjekt. Jede einzelne Glocke ist ein Unikat. Ihr Klang entsteht nicht zufällig, sondern ist das Ergebnis von Erfahrung, handwerklichem Können und metallurgischem Wissen. Obwohl Glockengiesser heute zu den seltensten Handwerksberufen Europas gehören, faszinieren sie nach wie vor mit einer Arbeit, die moderne Technik und jahrhundertealte Tradition miteinander verbindet.

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Aargau will Klosterhalbinsel Wettingen als Museumsstandort langfristig sichern

Das Museum Aargau hat auf der Klosterhalbinsel Wettingen im Rahmen eines seit 2022 laufenden Pilotprojekts erfolgreich ein museales Angebot aufgebaut. Die Klosterhalbinsel Wettingen etablierte sich seither als lebendiger Kultur-, Vermittlungs- und Begegnungsort. Als Standort von Museum Aargau trägt er wesentlich zur kulturtouristischen Profilierung des Kantons Aargau bei. Der Regierungsrat beantragt dem Grossen Rat deshalb, die Klosterhalbinsel Wettingen dauerhaft als Standort von Museum Aargau weiterzubetreiben. Die öffentliche Anhörung dazu dauert vom 26. Juni bis 25. September 2026.

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Fassadenmaterialien im Vergleich: Was Putz, Klinker und Naturstein kosten und leisten

Wer ein Haus baut oder saniert, steht früher oder später vor dieser Frage: Putz, Klinker oder Naturstein? Die Fassade ist das Erste, was ein Besucher sieht – und gleichzeitig eine der teuersten Entscheidungen am Bau, die über Jahrzehnte hinweg wirkt. Ein nüchterner Vergleich zeigt, was welches Material wirklich leistet. Die meisten Schweizer Wohnhäuser haben eine verputzte Kompaktfassade. Das ist kein Zufall: Putz ist günstig in der Erstellung, flexibel in der Gestaltung und weit verbreitet. Doch wer nur auf die Anfangskosten schaut, könnte eine falsche Entscheidung treffen. Denn die Fassade muss nicht nur heute schön aussehen – sie muss in zwanzig Jahren noch funktionieren.

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Dachdecker EFZ: Lehrberuf, Karriere und Schlüsselberuf für Architekten

Frühmorgens, wenn die meisten noch schlafen, steigen sie bereits aufs Dach. Mit einem Blick über die Dächer einer ganzen Stadt fangen Dachdecker ihren Arbeitstag an – bei Sonne, Wind und manchmal auch Regen. Was nach Abenteuerlust klingt, ist ein anspruchsvoller Lehrberuf mit echten Zukunftsaussichten und einem Lohn, der sich ab dem ersten Arbeitstag nach Lehrabschluss sehen lassen kann. Der Dachdecker EFZ ist einer der wenigen Bauberufe, bei dem das Ergebnis der eigenen Arbeit buchstäblich für alle sichtbar ist: auf jedem Dach, das man in der Strasse passiert. Gleichzeitig gehört er zu jenen Berufen, die viele unterschätzen – dabei ist er technisch vielseitiger, körperlich fordernder und karrieremässig offener als die meisten vermuten.

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Biber, Pfahlbauten und Kulturerbe: Ausstellung beleuchtet den Inkwilersee

Am Mittwoch, 17. Juni 2026, um 18 Uhr, eröffnet die Kantonsarchäologie im Beisein von Regierungsrätin Sandra Kolly im Pächterhaus Museum Blumenstein in Solothurn die Sonderausstellung «UNESCO-Pfahlbauten und der Biber im Inkwilersee». In seinen Sonderausstellungen greift das Pächterhaus aktuelle Themen der Solothurner Archäologie auf: Die neueste Ausgabe blickt zurück auf das Schutzprojekt der prähistorischen Pfahlbaufundstelle mitten im Inkwilersee. Seit einigen Jahren war die Fundstelle an der Grenze der Kantone Solothurn und Bern durch den Biber gefährdet: Für ihre Gänge vom Wasser auf die Insel gruben sich die Tiere durch prähistorische Fundschichten und Hölzer. Archäologische Zeugnisse der Pfahlbausiedlung, die zum UNESCO-Weltkulturerbe «Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen» gehört, gingen damit unwiederbringlich verloren.

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Schloss Porrentruy öffnet historischen Burghof für private Anlässe und Feiern wie Hochzeiten

Die Republik und der Kanton Jura, die Stadt Porrentruy und das Kulturzentrum des Bezirks Porrentruy (CCDP) haben sich zusammengeschlossen, um die private Anmietung des Innenhofs von Schloss Porrentruy an Wochenenden und Feiertagen zu ermöglichen. Dieser traditionsreiche Ort eignet sich hervorragend für Empfänge, Partys, Cocktailpartys oder private Feiern in einem einzigartigen historischen Ambiente. Die Republik und der Kanton Jura sowie die Stadt Porrentruy geben bekannt, dass der Burghof von Porrentruy an Wochenenden und Feiertagen für private Veranstaltungen gemietet werden kann.

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Archäologische Funde bringen Klarheit zur Bauweise des 2100 Jahre alten Keltenwalls

Bei archäologischen Ausgrabungen an der Rittergasse 4 konnten wichtige neue Erkenntnisse zur Holzkonstruktion des rund 2100 Jahre alten, spätkeltischen Murus Gallicus gewonnen werden. Die in den Sommerferien beginnenden Bauarbeiten zur Umgestaltung der Archäologischen Informationsstelle „Basel, 80 v. Chr. Murus Gallicus – Der Keltenwall“ erforderten vorgängig archäologische Untersuchungen. Geplant sind ein unterirdischer Besucherraum, der von der Rittergasse aus zugänglich ist, und zwei Baukörper, welche die Höhe und den Verlauf des Keltenwalls aufnehmen.

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550 Jahre Schlacht bei Murten: Schüler entwickeln zweisprachiges Escape Game

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 550-jährigen Jubiläum der Schlacht bei Murten im Jahr 2026 haben 190 Schülerinnen und Schüler der französisch- und deutschsprachigen Orientierungsschule der Region Murten (OSRM/CORM) in Zusammenarbeit mit Murten Tourismus ein Escape Game entwickelt. Dieses ist bis zum Jahresende für die Öffentlichkeit zugänglich.

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250 Jahre Schloss Ebenrain: Jubiläum 2026 mit Konzerten und Führungen

Das Schloss Ebenrain in Sissach blickt auf eine 250-jährige Geschichte zurück. Einst als sommerlicher Landsitz des Basler Seidenbandfabrikanten Martin Bachofen erbaut, prägt das Schloss bis heute das Ortsbild von Sissach. Im Jubiläumsjahr 2026 öffnet der Kanton Basel-Landschaft das historische Gebäude mit einem Konzert, Führungen und Ausstellungen für die Öffentlichkeit. Mit seiner leuchtenden Fassade, den blauen Fensterläden und der imposanten Lindenallee gehört das Schloss Ebenrain zu den markantesten historischen Bauwerken im Baselbiet. Den Grundstein legte Martin Bachofen-Heitz im Jahr 1774. Nach zweijähriger Bauzeit bezog die Familie den Landsitz, den sie vor allem während der Sommermonate nutzte. Ausschlaggebend für den Standort waren laut historischen Berichten die attraktiven Jagdreviere rund um Sissach.

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Museumstag 2026: Kinder gestalten am 17. Mai im Bundesbriefmuseum eigene Wappen

Am Sonntag, 17. Mai 2026, ist Museumstag. Im Bundesbriefmuseum in Schwyz dürfen Kinder an diesem Tag die Geschichte der Schweizer- und Schwyzerfahne kennenlernen und selbst ein Wappen gestalten. Am diesjährigen Museumstag haben Familien die Möglichkeit, im Bundesbriefmuseum die Schweizer und Schwyzer Fahne zu entdecken und herauszufinden, warum zwar beide ein weisses Kreuz auf rotem Grund zeigen, aber trotzdem einen ganz anderen Ursprung haben.

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Denkmalpflege unterstützt Sanierung des Rossgadens in Näfels mit Beiträgen

Für die Aussensanierungen des Rossgadens der Baugruppe Haus an der Letz in Näfels werden Beiträge der Denkmalpflege bewilligt. Die Aussenhülle des Rossgadens, Teil der geschützten Baugruppe Haus an der Letz in Näfels, befindet sich in einem schlechten Zustand. Sie soll im Jahr 2026 instandgesetzt werden. Das Gebäude ist als Baudenkmal von lokaler Bedeutung eingestuft.

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Historische Burg Rotberg modernisiert: Mehr Komfort und besserer Brandschutz

Die Jugendburg Rotberg bei Mariastein hat im April 2026 ihre Teilsanierung 2024–2026 abgeschlossen. Die Gäste der historischen Jugendherberge können sich auf renovierte Zimmer freuen – und mit einer neuen Objektinstallation mit Rätsel noch tiefer in die Vergangenheit abtauchen. Das Team vom Architekturbüro Groenlandbasel hat unter anderem die Zimmer aufgewertet und den Brandschutz verbessert. Die Burg Rotberg wird seit 1935 als Jugendherberge betrieben. Als historisches Bauwerk benötigt sie regelmässige bauliche Erneuerungen, um ihre Substanz zu erhalten und gleichzeitig den Anforderungen eines sicheren und zeitgemässen Gästebetriebs zu entsprechen. In den beiden Sanierungsetappen standen die behutsame Renovation der Zimmer mit neuen hochwertigen Einbauten und Möblierung sowie brandschutztechnische Verbesserungen im Zentrum.

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80 Jahre Schoggitaler: Eine Erfolgsgeschichte für Natur- und Heimatschutz

In den 1940er-Jahren, wollte man aus dem Silsersee im Engadin einen Stausee machen. Es herrschte jedoch Krieg in Europa und mit Argumenten für Natur und Landschaft war gegen vermeintliche Energieunabhängigkeit kaum anzukommen. Da hatte der damalige Geschäftsführer des Schweizer Heimatschutzes die zündende Idee, für den Erhalt des Silsersees etwas Urschweizerisches und gleichzeitig Wertvolles zu verkaufen: Schokolade. In der Nachkriegszeit war diese rationiert und so wurde der Schoggitaler von 1946 zum Verkaufsschlager und die Rettung des Silsersees zu einer der erfolgreichsten Spendensammlungen der Schweiz. „Pro Natura und der Schweizer Heimatschutz nutzen das Jubiläum, um den Schoggitaler zu erneuern“, erklärt Loredana Ventre, Geschäftsleiterin des Schoggitaler-Büros. Die bewährte Rezeptur aus Schweizer Biomilch und Fairtrade-Kakao ist neu mit Vanille verfeinert. Die Prägung erhält ein zeitloses Design und die Website sowie der Webshop wurden modernisiert.

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Bauen+Wohnen Aargau 2026 begeistert mit Besucherrekord und vollem Haus

Die Bauen+Wohnen Aargau 2026 im Tägi Wettingen hat ihre Rolle als bedeutende Frühlingsmesse rund ums Eigenheim eindrücklich bestätigt. Vom 16. bis 19. April 2026 verwandelte sich das Messegelände mit vier Hallen und einem grosszügigen Aussenbereich in ein lebendiges Zentrum für Bau-, Wohn- und Energiethemen. Mit 220 Ausstellern war die Messe vollständig ausgebucht und bot eine breite, qualitativ hochwertige Angebotsvielfalt. Besonders erfreulich ist der grosse Publikumserfolg mit einem Besucherrekord von über 15'000 Besucherinnen und Besuchern. Das hohe Interesse spiegelte sich auch in der ausgezeichneten Qualität der Gespräche sowie in zahlreichen direkt vor Ort abgeschlossenen Geschäften wider.

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Archäologie im Aargau: Publikation zu Töpferhandwerk in Würenlingen erschienen

In zwei Rettungsgrabungen der Kantonsarchäologie kamen in Würenlingen 2020 und 2021 ein Töpferofen aus der Zeit um 1400 sowie Abfallhalden mit Keramikscherben zum Vorschein. Die Auswertung erbrachte erstmals den archäologischen Beleg von spätmittelalterlichem Töpferhandwerk ausserhalb städtischen Gebiets. Nun ist die Publikation „Töpfern auf dem Lande“ in der Reihe „Archäologie im Aargau“ erschienen. Beim Aushub von Alterswohnungen an der Sonnenbergstrasse in Würenlingen wurde 2021 ein Töpferofen entdeckt. Schon zuvor war im Sommer 2020 im Randbereich einer Baugrube am Rennweg eine Grube mit Keramikscherben zum Vorschein gekommen. In zwei Rettungsgrabungen untersuchte die Kantonsarchäologie die archäologischen Strukturen und barg die Funde. Die Resultate der Auswertung dieser Überreste sind nun in einer wissenschaftlichen Publikation der Kantonsarchäologie veröffentlicht worden.

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Frühlingsmesse im Tägi Wettingen setzt 2026 auf Energie, Sanierung und Garten

Vom 16. bis 19. April 2026 verwandelt sich das Tägi in Wettingen erneut in ein attraktives Messezentrum mit vier Hallen und einem grosszügigen Aussenbereich. Erwartet werden rund 14'000 Besucherinnen und Besucher – darunter Hauseigentümer, Bauinteressierte, Planer und Architekten –, die sich für die Themen Bauen, Wohnen, Garten und Energie interessieren. Das weitläufige Freigelände wird Gartenfreunde überzeugen und lädt mit einem Streetfood-Festival zum Geniessen und Verweilen ein. Die Frühlingsmesse deckt sämtliche Themenbereiche rund um Kauf, Bau, Wohnen und Sanieren ab und schafft mit 220 hochwertigen Ausstellern und über 30 kostenlosen Fachvorträgen, Foren und Beratungen die ideale Plattform für die Vermittlung von wertvollem Wissen und praktischen Tipps für das Eigenheim – von der Heizung über die Küche und das Bad bis hin zum Garten. Messeleiter Christian Hohl weiss: „Der ausgewogene Mix unseres Messeangebots spricht die Besucher an – hier findet jeder etwas Passendes.“

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Einblick in Gotthard-Schätze – spektakuläre Funde präsentiert

Die Mineralienausstellung im Schloss A Pro in Seedorf wächst weiter – und mit ihr die Faszination für die verborgenen Schätze des Gotthards. Peter Amacher, Mineralienaufseher des Kantons Uri, und sein Mitarbeiter haben die beliebte Ausstellung mit Tunnelmineralien um eine zusätzliche Vitrine erweitert.

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Erfolgreiche Messe Bauen+Wohnen Luzern im KKL legt Fokus auf nachhaltige Baukultur

Die Bauen+Wohnen Luzern blickt auf ein erfolgreiches Messewochenende im KKL Luzern zurück. Von Freitag bis Sonntag informierten sich über 7’000 Besucherinnen und Besucher über aktuelle Entwicklungen rund um Bauen, Sanieren, Wohnen und Energie. Besonders gross war das Interesse an den praxisnahen Fachvorträgen, die fundiertes Wissen und konkrete Lösungsansätze für Immobilienbesitzer und Bauherrschaften vermittelten.

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