Denkmalschutz

Salze und Splitt: Wie Streumittel historischen Bodenbelägen schaden

Salze, Splitt und andere Streumittel sind im Winter wirkungsvoll gegen Glätte – doch gerade bei historischen Bodenbelägen können sie erhebliche Schäden verursachen. Die richtige Wahl und Handhabung ist deshalb entscheidend für den Substanzerhalt. Winterdienst unterstützt Sicherheit und Mobilität, aber der Einsatz von Tausalzen und Abstumpfmitteln kann für denkmalgeschützte Wege, Plätze oder Pflasterflächen problematisch sein. Chemische Salze dringen in poröse Materialien ein, kristallisieren und erzeugen innere Spannungen, die zu Abplatzungen, Rissen oder Materialverlust führen. Ebenso können grobe Splitt‑ oder Sandkörner durch mechanische Beanspruchung Oberflächen abschmirgeln oder Fugen beschädigen – langfristige Folgen, die über die kalte Jahreszeit hinaus spürbar sind.

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Winterkontrollen: Was Wartung und Monitoring bei Denkmälern leisten

Regelmässige Winterkontrollen, Wartung und Monitoring sind essenziell für den Substanzerhalt historischer Gebäude. Sie helfen Schäden frühzeitig zu erkennen und teure Restaurierungen zu vermeiden. Historische Denkmäler stehen im Winter vor besonderen Belastungen: Schnee, Eis, Frost, wechselnde Feuchtigkeit und thermische Spannungen beanspruchen die Bausubstanz stark. Ohne systematische Inspektionen und Wartung kann es zu Rissen, eindringender Feuchtigkeit, Frostschäden oder Materialverlust kommen – oft erst sichtbar, wenn kostenintensive Eingriffe nötig werden. Vorbeugende Massnahmen gerade in der kalten Jahreszeit schützen wertvolle Strukturen und sichern das kulturelle Erbe.

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Notfall- und Krisenmanagement bei Kulturgütern

Historische Gebäude, Kirchen, Archive, Museen, Sammlungen und Kulturlandschaften prägen die Ortsbilder und stehen für Wissen, Erinnerung und handwerkliche Tradition. Gleichzeitig sind diese wertvollen Zeugnisse der Vergangenheit zunehmend vielfältigen Risiken ausgesetzt: Extremwetterereignisse werden häufiger, technische Defekte können folgenschwere Brände auslösen, und auch menschliches Fehlverhalten wie Vandalismus oder unsachgemässe Lagerung kann Kulturerbe gefährden. Deshalb kommt dem Notfall- und Krisenmanagement eine Schlüsselrolle zu. Ein gut vorbereiteter Notfallplan schützt die Substanz, verkürzt Reaktionszeiten und hilft, Schäden gering zu halten. Der folgende Artikel zeigt, worauf Eigentümer, Gemeinden und Fachstellen beim Notfall- und Krisenmanagement achten sollten.

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Historische Innenräume: Vom Befund zur erlebbaren Geschichte

Innenräume sind die stillen Erzähler der Geschichte. Sie spiegeln gesellschaftliche Werte, technische Entwicklungen und ästhetische Vorstellungen ihrer Zeit. Ihre Erhaltung und Vermittlung erfordert Sensibilität, Wissen und das Zusammenspiel verschiedener Fachdisziplinen. In historischen Gebäuden offenbaren sich in Böden, Wänden, Farbschichten und Raumstrukturen die Spuren vergangener Epochen. Denkmalpflege und Restaurierung zielen darauf, diese Spuren sichtbar zu machen, ohne sie zu verfälschen. Der Weg vom bauhistorischen Befund zur erlebbaren Geschichte ist ein Prozess, der Forschung, Handwerk und Interpretation vereint.

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Finanzierung historischer Erhaltung: Modelle für private Eigentümer

Der Erhalt historischer Bauten ist eine kulturelle Aufgabe – und eine finanzielle Herausforderung. Private Eigentümer tragen oft die Hauptlast, wenn es um die Pflege denkmalgeschützter Gebäude geht. Klare Finanzierungsmodelle und staatliche Unterstützung entscheiden darüber, ob wertvolles Kulturerbe erhalten bleibt oder verloren geht. Denkmalpflege ist nicht nur Leidenschaft, sondern auch Verpflichtung. In der Schweiz stehen zehntausende Gebäude unter Schutz, viele davon in privater Hand. Der Unterhalt solcher Objekte erfordert spezifisches Wissen und hohe Investitionen. Wer diese Verantwortung trägt, braucht transparente Förderstrukturen, steuerliche Anreize und partnerschaftliche Lösungen zwischen Staat, Eigentümerschaft und Fachstellen.

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Schadstoffsanierung vor Restaurierung des Glockenturms der Klosterkirche Wettingen

Die Klosterkirche in Wettingen wird zurzeit umfassend restauriert. Im Rahmen von Sondierungsarbeiten zur Vorbereitung der geplanten Restaurierung des Glockenturms wurden unter der Aussenverkleidung Gebäudeschadstoffe entdeckt. Diese werden ab nächster Woche von einer spezialisierten Fachfirma sachgerecht und fachmännisch entfernt und entsorgt.

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Traditionelles Handwerk als Zukunftskompetenz: Ausbildung im Fokus

Handwerk ist gelebte Geschichte – und zugleich Zukunftstechnologie. In der Denkmalpflege und im Bauwesen zeigt sich, dass traditionelle Fertigkeiten unerlässlich bleiben, um Qualität, Nachhaltigkeit und kulturelle Identität zu sichern. Während digitale Werkzeuge und automatisierte Prozesse Einzug in die Bauwelt halten, gewinnen handwerkliche Fähigkeiten wieder an Bedeutung. Sie sind Träger von Wissen, das über Generationen entstanden ist, und sichern den fachgerechten Umgang mit historischen Materialien und Konstruktionen. Doch der Nachwuchs wird knapp. Die Ausbildung im traditionellen Handwerk entscheidet, wie viel dieses Wissens in die Zukunft getragen wird.

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Architekturgeschichte vermitteln: Warum Baukultur Bildung braucht

Baukultur ist Teil kollektiver Identität. Sie prägt Städte, Dörfer und Landschaften – und erzählt Geschichte durch Mauern, Materialien und Räume. Wer Architekturgeschichte versteht, erkennt, was erhaltenswert ist, und gestaltet Zukunft mit Bewusstsein für Herkunft. In einer Zeit, in der Neubauten schneller entstehen als je zuvor, droht Wissen über historische Bauweisen und kulturelle Zusammenhänge verloren zu gehen. Dabei ist Baukultur kein Luxus, sondern Grundlage gesellschaftlicher Orientierung. Architekturgeschichte zu vermitteln heisst, das Verständnis für Qualität, Kontext und Verantwortung zu stärken – bei Fachleuten ebenso wie in der breiten Öffentlichkeit.

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Churer Obelisk: Neue Tafeln korrigieren Gründungsdatum des Freistaats Graubünden

Auf dem Regierungsplatz in Chur steht seit 1881 ein Denkmal in der Form eines Obelisken. Er erinnert an die Gründung Graubündens als "Freistaat der Drei Bünde" und nennt als Gründungsdatum das Jahr 1471. Heute datiert man diese Gründung aber auf das Jahr 1524. Neue dreisprachige Informationstafeln schaffen nun Klarheit.

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Hotel Scaletta S-chanf: Historisches Engadiner Haus startet in neue Zukunft – ein Spatenstich

Am 7. November 2025 beginnt mit einem symbolischen Spatenstich der Umbau des traditionsreichen Hotel Scaletta in S-chanf – ein Meilenstein für den Erhalt des historischen Gebäudes und die Belebung des Dorfbildes. Nach Jahren der Vorbereitung und intensiver Planung setzt die Stiftung Scaletta S-chanf mit dem offiziellen Baustart ein starkes Zeichen für den Erhalt eines einmaligen Kulturguts und die Zukunft eines bedeutenden Hauses im Engadin.

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Räume der Erinnerung: Denkmalpflege als kulturelles Erzählen

Denkmalpflege bewahrt nicht nur Bauten, sondern Erzählungen. Jede Mauer, jede Schicht und jeder Raum trägt Erinnerung, die Gesellschaft formt und Identität stiftet. Gebäude sind Zeugen. Sie erzählen von Epochen, Konflikten, Fortschritt und Alltag. Denkmalpflege interpretiert diese Geschichten, ohne sie zu verändern. In der Schweiz – einem Land mit dichtem historischen Erbe – bedeutet der Umgang mit alten Räumen, zwischen Schutz und Weiterentwicklung zu vermitteln. Dabei wird jedes restaurierte Haus zu einem Kapitel kollektiver Erinnerung.

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Fassaden lesen lernen: Architekturgeschichte im Detail

Fassaden sind mehr als Hüllen. Sie erzählen von Epochen, Techniken und Idealen – und bilden ein lesbares Archiv der Baugeschichte. Wer historische Gebäude betrachtet, sieht nicht nur Stein, Stuck und Fenster, sondern Zeitspuren. Fassaden fungieren als Dokumente gesellschaftlicher Entwicklung. In der Denkmalpflege entscheidet die Fähigkeit, sie zu lesen, über die Qualität der Restaurierung. Jedes Ornament, jedes Material, jede Fuge spricht von handwerklicher Logik und kulturellem Kontext.

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Kirchen, Burgen, Bürgerhäuser: Architektonische Vielfalt im Erbe der Schweiz

Die Schweiz besitzt eine aussergewöhnliche architektonische Dichte. Kaum ein Land vereint auf so engem Raum mittelalterliche Burgen, sakrale Bauten und bürgerliche Architektur mit solcher Vielfalt und Erhaltungsqualität. Diese Bauwerke sind weit mehr als historische Zeugnisse – sie verkörpern kulturelle Identität, handwerkliches Wissen und gesellschaftliche Entwicklung. Ihr Erhalt ist nicht nur eine ästhetische, sondern auch eine historische und wirtschaftliche Aufgabe.

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Landschaft und Baukultur: Wie Ortsbilder geschützt und weiterentwickelt werden

Die Schweizer Baukultur ist untrennbar mit der Landschaft verbunden. Zwischen See, Tal und Stadt prägen gewachsene Strukturen das visuelle Gedächtnis eines Landes. Der Schutz dieser Ortsbilder ist mehr als ästhetisches Anliegen – er ist Teil kultureller Identität und Ausdruck verantwortungsvoller Planung. Ortsbilder erzählen Geschichte. Sie verbinden Architektur, Topografie und gesellschaftliche Entwicklung zu einem lebendigen Ganzen. Der Umgang mit ihnen entscheidet, wie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in Einklang gebracht werden.

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Mauern erzählen Geschichte: Wie Bauanalyse vergangene Epochen lesbar macht

Jede Mauer ist ein Archiv aus Stein, Holz und Putz – Schicht für Schicht erzählt sie Geschichte. Bauanalyse übersetzt dieses stille Wissen in Erkenntnis, sichtbar durch handwerkliche Spuren und architektonische Logik. In der Denkmalpflege beginnt jede Restaurierung mit dem Lesen des Bestands. Mauern, Fugen, Farbreste und Werkzeugspuren verraten, was über Jahrhunderte gewachsen ist. Bauanalyse macht diesen verborgenen Text sichtbar – sie verbindet Handwerk, Wissenschaft und Beobachtung zu einer Art Archäologie der Architektur.

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Kulturerbe erfahrbar machen: Wie Vermittlung und Teilhabe Geschichte erhalten

Kulturerbe lebt nicht nur in Mauern, sondern in Köpfen – und dort entsteht Bindung. Erst durch Vermittlung wird Geschichte erfahrbar, Bedeutung sichtbar und Identität lebendig. Denkmalschutz ist mehr als Bewahren von Steinen. Er bedeutet auch, Menschen für historische Substanz zu sensibilisieren. Ob Museum, Bauwerk oder archäologischer Fund – nur wer versteht, was Geschichte erzählt, erkennt ihren Wert. Vermittlung wird damit zur zweiten Säule der Denkmalpflege: nicht Ergänzung, sondern Voraussetzung für Akzeptanz und Erhaltung.

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Mörtel ist nicht gleich Mörtel: Warum das Bindemittel über Erfolg oder Schaden entscheidet

Ein sorgfältig gewählter Mörtel kann ein Baudenkmal schützen – ein falsch gewählter kann es zerstören. Der Schlüssel zur nachhaltigen Erhaltung historischer Mauern liegt oft im unscheinbaren Mörtel. Ob Restaurierung, Ausbesserung oder Ergänzung – das Bindemittel entscheidet über Langlebigkeit, Kompatibilität und Feuchtigkeitsverhalten des gesamten Baukörpers. Im Folgenden werden die Zusammenhänge, Auswahlkriterien und Risiken beleuchtet.

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Tradition trifft Innovation: Junge Architekten im Dialog mit historischer Substanz

Der Brückenschlag zwischen Alt und Neu ist heute nicht mehr nur gestalterische Aufgabe, sondern kulturelle Verpflichtung – junge Architektinnen und Architekten formen mit Mut und Respekt das Erbe fort. In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit, Identität und technischer Fortschritt zusammenspielen, wachsen visionäre Entwürfe aus der Schnittstelle von Denkmalpflege und zeitgenössischer Architektur. Der folgende Artikel beleuchtet Methoden, Risiken und Erfolgsmodelle, wie junge Planende das historisch Gewachsene weiterentwickeln können.

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