Bergabfahrhilfe: Warum nicht einfach der Motor das Auto bremst
von belmedia Redaktion Allgemein Alltag Auto Magazine Mobilität motor.ch motortipps.ch nachrichtenticker.ch News Orte Regionen Schweiz Schweiz Sicherheit sicherheit.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Viele Autofahrer sind überzeugt, dass bei der Bergabfahrhilfe der Motor das Fahrzeug automatisch abbremst. Das ist ein weitverbreitetes Missverständnis. Tatsächlich nutzt das elektronische Assistenzsystem vor allem die Radbremsen, um auf steilen Abfahrten eine niedrige Geschwindigkeit zu halten. Die Motorbremse kann dabei unterstützen, ist aber nicht mit der Bergabfahrhilfe gleichzusetzen. Die Bergabfahrhilfe, international Hill Descent Control (HDC) genannt, arbeitet mit Sensoren und der elektronischen Bremsregelung des Fahrzeugs. Sie erkennt, wenn das Auto am Gefälle schneller wird, und kann die Bremskraft an den einzelnen Rädern automatisch anpassen. Der Fahrer muss dafür nicht ständig das Bremspedal betätigen. Bei bestimmten Honda-Modellen arbeitet das System beispielsweise zwischen ungefähr 3 und 20 km/h. Besonders auf steilen Schweizer Bergstrassen und unbefestigten Zufahrten ist diese Technik hilfreich. Allerdings darf sie nicht mit der klassischen Motorbremswirkung auf längeren Alpenpassfahrten verwechselt werden. Auch Elektroautos besitzen mit der Rekuperation eine weitere Möglichkeit zur Verzögerung. Entscheidend ist deshalb, zu verstehen, welches System tatsächlich bremst und wann seine Grenzen erreicht sind.
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