Lugano im Verletzungspech – Thürkauf, Bertaggia und Peltonen fallen lange aus

Der HC Lugano muss gleich drei schwere Verletzungen verkraften. Captain Calvin Thürkauf, Stürmer Alessio Bertaggia und Verteidiger Jesper Peltonen fallen längerfristig aus. Eine erneute medizinische Beurteilung ist frühestens Anfang 2027 vorgesehen. Insgesamt stehen sieben Spieler auf der Verletztenliste der Tessiner, die vor drei wichtigen Meisterschaftspartien erhebliche Personalprobleme haben.

Besonders schwer wiegt der Ausfall von Thürkauf. Der Schweizer Nationalstürmer verletzte sich am Freitag beim 2:5 gegen den EHC Kloten und fehlte bereits am Sonntag bei der 1:2-Niederlage nach Verlängerung gegen den SC Bern. Bertaggia und Peltonen hatten sich zuvor ebenfalls schwer verletzt. Auch Dario Simion befindet sich weiterhin in der Rehabilitation. Bei Calle Dahlström, Lorenzo Canonica und Marco Zanetti wird die Einsatzfähigkeit täglich neu beurteilt.

Für Trainer Tomas Mitell kommt die Verletzungswelle zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Lugano liegt mit 19 Punkten aus 15 Spielen auf dem zehnten Tabellenplatz der National League. Bereits am Dienstag wartet das Auswärtsspiel beim EV Zug, am Donnerstag gastiert Lausanne in der Cornèr Arena. Am Samstag folgt das Tessiner Derby bei Ambri-Piotta. Gerade in diesen Begegnungen wären die erfahrenen Leistungsträger besonders wichtig.

NACHRICHTENTICKER.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Langfristige Ausfälle: Calvin Thürkauf, Alessio Bertaggia und Jesper Peltonen.
Medizinischer Zeitplan: Neubewertung frühestens Anfang 2027.
Weitere Verletzte: Dario Simion, Calle Dahlström, Lorenzo Canonica und Marco Zanetti.
Tabellenlage: Lugano ist Zehnter mit 19 Punkten aus 15 Spielen.
Nächste Gegner: EV Zug, Lausanne HC und HC Ambri-Piotta.
Was das bedeutet
Mit Thürkauf verliert Lugano einen zentralen Führungsspieler und eine wichtige Figur im Angriff. Auch die Defensive muss neu organisiert werden. Die personellen Ausfälle erhöhen den Druck auf die verbleibenden Stammspieler und den Nachwuchs vor der Nationalmannschaftspause.

Thürkaufs Verletzung trifft Lugano besonders hart

Der Captain verletzte sich am Freitag, 23. Oktober, bei der Heimniederlage gegen Kloten nach einem Zusammenprall. Im weiteren Verlauf der Begegnung konnte er nicht mehr eingesetzt werden.

Bereits zwei Tage später fehlte Thürkauf im Auswärtsspiel gegen den SC Bern. Dort hielten die Tessiner lange dagegen, mussten sich aber durch einen Treffer von Waltteri Merelä in der Verlängerung mit 1:2 geschlagen geben.

Der Ausfall des Schweizer Nationalspielers betrifft nicht nur die Offensive. Thürkauf gehört zu den wichtigsten Führungspersönlichkeiten innerhalb der Mannschaft und übernimmt Verantwortung in entscheidenden Spielsituationen.

Wann er wieder am Mannschaftstraining teilnehmen kann, bleibt offen. Der Klub sieht aufgrund der Schwere seiner Verletzung frühestens Anfang des kommenden Jahres eine erneute medizinische Beurteilung vor.

Auch Bertaggia und Peltonen fehlen langfristig

Die Schwierigkeiten hatten bereits vor Thürkaufs Verletzung begonnen.

Alessio Bertaggia zog sich vor dem Auswärtssieg gegen Genève-Servette eine Unterkörperverletzung zu. Jesper Peltonen musste dieselbe Begegnung wegen einer Verletzung am Oberkörper vorzeitig verlassen.

Schon vor dem Heimspiel gegen Kloten waren die Verletzungen von Bertaggia und Peltonen ein wichtiges Thema innerhalb der Mannschaft.

Nun steht fest, dass beide Spieler erheblich länger fehlen werden als zunächst erhofft.

Damit muss Lugano gleichzeitig einen erfahrenen Schweizer Angreifer und einen wichtigen Verteidiger ersetzen.

Simions Comeback weiterhin nicht absehbar

Auch bei Dario Simion gibt es noch keinen konkreten Rückkehrtermin.

Der Stürmer befindet sich weiterhin in der Rehabilitation. Seine Unterkörperverletzung beschäftigt ihn bereits seit Anfang August.

Bei drei weiteren Spielern besteht kurzfristig mehr Hoffnung.

Die Einsätze von Calle Dahlström und Lorenzo Canonica, die beide Unterkörperverletzungen erlitten haben, werden täglich neu beurteilt.

Dasselbe gilt für Marco Zanetti, der wegen einer Oberkörperverletzung pausiert.

Für Mitell wäre jede Rückkehr eine wichtige Entlastung. Wegen der zahlreichen Ausfälle sind die Möglichkeiten zur Rotation derzeit deutlich eingeschränkt.

Mitell muss Angriff und Verteidigung neu organisieren

Die Verletzungslage betrifft praktisch sämtliche Mannschaftsteile.

In der Offensive fehlen mit Thürkauf, Bertaggia und Simion gleich drei erfahrene Schweizer Spieler. Das schränkt insbesondere die Zusammenstellung der Sturmreihen und die Möglichkeiten im Powerplay ein.

In der Defensive fehlt mit Peltonen ein weiterer Spieler. Auch die Situation von Dahlström erschwert die Planung.

Immerhin steht Mirco Müller nach seiner Verletzungspause wieder zur Verfügung. Der Nationalverteidiger kann zusätzliche Verantwortung übernehmen.

Drei schwierige Spiele vor der Nationalmannschaftspause

Die kommenden Tage werden für Lugano sportlich besonders anspruchsvoll.

Am Dienstag, 27. Oktober, gastieren die Tessiner um 19.45 Uhr beim EV Zug. Am Donnerstag folgt um 20 Uhr das Heimspiel gegen Lausanne.

Den Abschluss bildet am Samstag, 31. Oktober, das Derby gegen Ambri-Piotta in der Gottardo Arena.

Gerade das Tessiner Duell besitzt zusätzliche Brisanz: Ambri liegt mit 27 Punkten auf Rang zwei und hat bislang acht Zähler mehr gesammelt als Lugano.

Nach diesen Begegnungen folgt eine Meisterschaftspause. Für die verletzten Spieler bietet sie zusätzliche Zeit zur Erholung, während das Trainerteam die Mannschaft auf die nächsten Aufgaben vorbereiten kann.

AKTUELLER STAND
National League 2026/27 – Tabelle
26. Oktober 2026 · Nach den Sonntagsspielen
Rang / Team Sp. Diff. Pkt.
1. ZSC Lions 15 +29 39
2. HC Ambri-Piotta 15 +3 27
3. SC Bern 14 +6 25
4. Lausanne HC 17 −1 24
5. Fribourg-Gottéron 15 +14 24
6. Genève-Servette 16 −9 24
7. SCL Tigers 16 +3 23
8. HC Ajoie 16 −2 22
9. HC Davos 16 −8 21
10. HC Lugano 15 −4 19
11. EHC Biel-Bienne 15 −3 19
12. EV Zug 10 +9 19
13. SCRJ Lakers 16 −15 17
14. EHC Kloten 16 −22 15

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert