Europa

Warum Ronaldo Nazário für viele der talentierteste Stürmer aller Zeiten war

Ronaldo Nazário da Lima wird bis heute von zahlreichen ehemaligen Spielern, Trainern und Fans als vielleicht talentiertester Mittelstürmer der Fussballgeschichte bezeichnet. Der Brasilianer vereinte in seiner besten Phase eine explosive Geschwindigkeit mit enormer Kraft, aussergewöhnlichem Dribbling und einem nahezu vollständigen Torabschluss. Gerade der Vergleich mit Lionel Messi und Cristiano Ronaldo zeigt, wie ungewöhnlich Ronaldos Spielweise tatsächlich war. Seine vielleicht spektakulärste Saison spielte Ronaldo 1996/97 beim FC Barcelona. Als 20-Jähriger erzielte er 47 Tore in 49 Pflichtspielen, wurde spanischer Torschützenkönig und gewann den Goldenen Schuh. Noch bemerkenswerter war die Art seiner Tore: Ronaldo wartete nicht im Strafraum auf Zuspiele, sondern nahm den Ball teilweise bereits im Mittelfeld auf, beschleunigte an mehreren Verteidigern vorbei und umspielte anschliessend auch noch den Torhüter. Genau hier unterscheidet sich der Brasilianer von vielen anderen grossen Torjägern. Ronaldo war kein reiner Strafraumstürmer und auch kein klassischer Flügelspieler. In seinen besten Jahren konnte er praktisch einen kompletten Angriff alleine durchführen. Seine schweren Knieverletzungen verhinderten später, dass diese extreme Explosivität über eine ähnlich lange Zeitspanne erhalten blieb wie bei Messi oder Cristiano Ronaldo.

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Wer erinnert sich an Petr Malkov? Das macht die Ambri-Legende heute

Petr Malkov gehört zu jener Generation von Spielern, die den HC Ambri-Piotta Anfang der 1990er-Jahre nachhaltig prägten. Gemeinsam mit Yuri Leonov brachte der Ukrainer eine neue technische und spielerische Qualität in die Leventina und wurde innerhalb kürzester Zeit zum Publikumsliebling. Heute ist es deutlich ruhiger um den inzwischen 66-Jährigen geworden. Malkov kam 1991 nach Ambri und sammelte während seiner Zeit als Spieler für die Biancoblù 121 Skorerpunkte in lediglich 83 Partien – 48 Tore und 73 Assists. Gemeinsam mit Leonov und Schweizer Leistungsträgern wie Peter Jaks gehörte er zu einer Mannschaft, die 1992 und 1993 bis in den Playoff-Halbfinal vorstiess und die Valascia regelmässig zum Kochen brachte. Nach seiner aktiven Laufbahn blieb Malkov dem Eishockey praktisch durchgehend verbunden. Er arbeitete als Trainer, Assistent und Nachwuchsverantwortlicher in der Schweiz, war von 2008 bis 2010 Assistenztrainer bei Torpedo Nischni Nowgorod in der KHL und kehrte später erneut nach Ambri zurück. Seine letzte klar dokumentierte Tätigkeit führte ihn nach Italien zu Hockey Como.

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Rooney will City-Medaille nicht: "Wir haben es nicht verdient"

Wayne Rooney würde eine nachträglich zugesprochene Premier-League-Medaille für die Saison 2011/12 ablehnen. Manchester United verlor den Titel damals nur aufgrund der Tordifferenz an Manchester City. Nach dem Schuldspruch gegen City sagt Rooney nun klar, dass United den Titel sportlich nicht verdient habe. Der frühere United-Stürmer äusserte sich im Podcast "Stick to United" zum Urteil gegen Manchester City und zu möglichen Sanktionen. Sollte City seine damaligen Titel tatsächlich aberkannt bekommen, könnte Manchester United theoretisch zum Meister von 2011/12 erklärt werden. Rooney hält davon jedoch wenig. "Ich würde mich damit nicht wohlfühlen", sagte der frühere englische Nationalspieler sinngemäss. Für Rooney ist entscheidend, dass United den Titel damals auf dem Platz aus der Hand gab. Die Mannschaft von Sir Alex Ferguson hatte zwischenzeitlich einen deutlichen Vorsprung, liess City aber wieder herankommen und verlor die Meisterschaft schliesslich am dramatischen letzten Spieltag.

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Keane attackiert City: "Medaillen in den Müll"

Roy Keane hat nach dem Schuldspruch gegen Manchester City mit ungewöhnlich scharfen Worten reagiert. Der frühere Captain von Manchester United erklärte, City-Spieler sollten ihre gewonnenen Premier-League-Medaillen "in den Müll" werfen. Manchester City bestreitet die Vorwürfe weiterhin und hat angekündigt, gegen den Entscheid der unabhängigen Kommission vorzugehen. Die Premier League hatte am Dienstag mitgeteilt, dass Manchester City wegen schwerwiegender Verstösse gegen die Finanzregeln über einen Zeitraum von neun Spielzeiten schuldig gesprochen wurde. Nach den Feststellungen der unabhängigen Kommission verwendete der Klub zwischen 2009/10 und 2017/18 unter anderem Scheinverträge, reichte unzutreffende Finanzabschlüsse ein und verschleierte gegenüber Prüfern und Fussballbehörden die tatsächliche finanzielle Situation. Keane geht in seiner Bewertung noch einen Schritt weiter. Der 55-Jährige argumentiert, dass die sportlichen Erfolge aus dieser Zeit nun zwangsläufig unter einem Schatten stehen. Gleichzeitig gibt es Widerspruch: Andere ehemalige Profis betonen, dass die Spieler selbst an den Finanzkonstruktionen nicht beteiligt gewesen seien und deshalb nicht persönlich für die Verstösse der Klubführung verantwortlich gemacht werden könnten.

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Vier Punkte zum Start – trotzdem bleiben bei Xavis Oranje Fragen

Xavi Hernández ist als niederländischer Nationaltrainer resultatmässig ordentlich gestartet. Nach dem 1:1 gegen Deutschland und dem 2:1-Auswärtssieg in Serbien steht Oranje mit vier Punkten auf Rang zwei der Nations-League-Gruppe A2. Trotzdem gibt es bereits Diskussionen um Spielweise, Pressing und die personellen Entscheidungen des neuen Bondscoachs. Besonders nach dem Sieg in Belgrad machte Xavi selbst deutlich, dass ihm das Resultat allein nicht genügt. Der Spanier kritisierte das Pressing seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit und bemängelte, dass Oranje vorhandene Räume zu selten konsequent attackierte. Auch beim schnellen Verlagern des Spiels und beim Breitengeben sieht der neue Nationaltrainer noch Verbesserungspotenzial. Gleichzeitig zeigt die Tabelle, dass der Start keineswegs misslungen ist. Griechenland führt die Gruppe nach zwei Siegen mit sechs Punkten an, die Niederlande folgen mit vier Zählern. Deutschland steht bei einem Punkt, Serbien ist noch ohne Zähler. Schon am Donnerstag wartet auswärts in Griechenland damit ein richtungsweisendes Duell um die Tabellenführung.

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Warum heute so viele Autos einen Dreizylinder haben

Dreizylinder-Motoren sind längst nicht mehr nur in Kleinstwagen zu finden. Moderne Turbo-Dreizylinder treiben inzwischen Kleinwagen, Kompaktmodelle und sogar grössere Fahrzeuge an, teilweise kombiniert mit Mild- oder Vollhybridtechnik. Der Grund liegt vor allem in einem günstigen Verhältnis aus Bauraum, Gewicht, Produktionsaufwand und alltagstauglicher Leistung. Früher galt ein Vierzylinder für viele Hersteller als selbstverständliche Basismotorisierung. Mit strengeren Verbrauchs- und Emissionszielen begann jedoch das Downsizing: Hubraum und Zylinderzahl wurden reduziert, während Turbolader den Leistungsverlust ausgleichen. Deshalb kann ein moderner 1,0- oder 1,2-Liter-Dreizylinder heute Leistungen erreichen, für die früher deutlich grössere Saugmotoren nötig waren. Dabei ist der Dreizylinder nicht automatisch sparsamer als jeder Vierzylinder. Bei Stadt- und Alltagsfahrten kann das kleinere Aggregat Vorteile haben, unter hoher Dauerlast auf der Autobahn steigt der Verbrauch dagegen teilweise deutlich an. Entscheidend sind deshalb Fahrzeuggewicht, Übersetzung, Turbolader, Hybridisierung und das konkrete Fahrprofil.

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SFV rückt von Infantino ab – Unterstützung wird neu geprüft

Gianni Infantino kann vor seiner geplanten Wiederwahl als FIFA-Präsident nicht mehr selbstverständlich mit der Unterstützung aus seiner Schweizer Heimat rechnen. Der Schweizerische Fussballverband überprüft seine bisherige Haltung und will erst nach Gesprächen mit anderen Verbänden entscheiden, ob er den Walliser im März 2027 erneut unterstützt. Einen formellen Entzug der Unterstützung hat der SFV bislang allerdings nicht beschlossen. SFV-Präsident Peter Knäbel bestätigte Mitte September, dass der Verband seine ursprüngliche Haltung zu Infantino überdenkt. Die Schweiz beobachte die Entwicklungen innerhalb der FIFA genau, tausche sich mit anderen Verbänden aus und werde danach ihre Position festlegen. Knäbel verwies gleichzeitig darauf, dass sich der SFV bereits zum Fall Folarin Balogun und zu den umstrittenen Verkaufsplänen rund um «FIFA Forward Enterprise» positioniert habe. Damit wächst zumindest die Unsicherheit über Infantinos Rückhalt in Europa. Frankreich hat seine Unterstützung für dessen Wiederwahl bereits offiziell zurückgezogen, Belgien kündigte ebenfalls an, eine weitere Amtszeit nicht unterstützen zu wollen. Infantino hält dennoch an seiner Kandidatur für die FIFA-Präsidentenwahl vom 18. März 2027 in Rabat fest.

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Basel kämpft weiter um die Schwimm-EM 2027

Basel will die Kurzbahn-Europameisterschaften 2027 in die Schweiz holen – doch ausgerechnet jetzt fällt die entscheidende Phase der Finanzierung an. Swiss Aquatics hat für die Elite- und Masters-EM im Dezember 2027 bereits den Zuschlag unter Auflagen erhalten. Ob der Grossanlass in der St. Jakobshalle tatsächlich stattfinden kann, hängt nun davon ab, ob die noch offene Finanzierung rechtzeitig gesichert wird. Der Verband verfolgt das Basler Projekt seit längerem. Bereits 2024 wurden Gespräche mit einer hochrangigen Basler Delegation geführt, später entstand eine eigene Organisationsstruktur für internationale Meisterschaften. Laut Swiss Aquatics wurde im September 2025 der Zuschlag unter Auflagen erteilt. Als Austragungsort ist die St. Jakobshalle vorgesehen, die für die Meisterschaften zur temporären Schwimmarena umgebaut werden müsste. Sportlich wäre eine Heim-EM für die Schweiz aussergewöhnlich reizvoll. Mit Noè Ponti und Roman Mityukov verfügt Swiss Aquatics über zwei international etablierte Aushängeschilder, zudem erlebt der Schweizer Schwimmsport seit mehreren Jahren eine seiner erfolgreichsten Phasen. Gleichzeitig bleibt jedoch genau jene finanzielle Frage offen, die bereits Mitte September für erhebliche Unsicherheit gesorgt hatte.

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Ocon verlässt Haas – Formel-1-Zukunft offen

Esteban Ocon wird Haas nach dem Ende der Formel-1-Saison 2026 verlassen. Der Rennstall bestätigte am Mittwoch die Trennung vom 30-jährigen Franzosen, der seit 2025 für das US-Team fährt. Wer Ocon 2027 ersetzt und ob der Grand-Prix-Sieger selbst einen neuen Stammplatz findet, ist noch offen. Ocon war 2025 von Alpine zu Haas gewechselt und sollte dem damaligen Rookie Oliver Bearman mit seiner Erfahrung als Referenz dienen. Nach zwei gemeinsamen Saisons endet die Zusammenarbeit nun. Teamchef Ayao Komatsu würdigte Ocons Professionalität, seinen Einsatz und insbesondere seine technischen Rückmeldungen bei der Entwicklung des VF-26 unter dem neuen Reglement. Sportlich verlief die aktuelle Saison für Ocon schwierig. Nach 15 Grands Prix steht er mit sieben WM-Punkten auf Rang 16 der Fahrerwertung, während Bearman mit 20 Zählern Rang 13 belegt. Ausgerechnet kurz vor der Bekanntgabe seines Abschieds gelang Ocon in Baku mit Rang acht sein bislang bestes Saisonresultat.

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Schweizerinnen zum Auftakt von Schweden überrollt

Die Schweizer Frauen-Nati ist mit einer deutlichen Niederlage in das zweite Turnier der Women’s Euro Hockey Tour gestartet. Das Team von Head Coach Shannon Miller unterlag Schweden am Mittwoch in Lahti mit 0:5. Nach einem ausgeglichenen Startdrittel entschieden die Schwedinnen die Partie vor allem im Mittelabschnitt. Während im ersten Drittel noch keine Tore fielen, erhöhte Schweden nach der ersten Pause deutlich den Druck. Die Schweizerinnen konnten das Tempo nicht mehr mitgehen und kassierten im Mittelabschnitt drei Gegentreffer. Mit einem 0:3-Rückstand ging es in die zweite Pause. Auch im Schlussdrittel gelang der Schweiz keine Reaktion auf der Anzeigetafel. Schweden erzielte zwei weitere Treffer und machte den klaren 5:0-Erfolg perfekt. Für die Schweizerinnen ist es nach dem überzeugenden Heimturnier im August ein deutlicher Rückschlag im letzten grossen Vorbereitungsblock vor der Weltmeisterschaft.

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Racioppi stösst zur Nationalmannschaft

Anthony Racioppi stösst am Mittwoch als zusätzlicher Torhüter zur Schweizer Nationalmannschaft. Der SFV begründet die Nachnomination mit der Belastungssteuerung im Training. Für den 27-jährigen Keeper des FC Sion ist es die Rückkehr ins A-Nati-Umfeld nach drei Jahren. Racioppi war zuletzt 2023 für die Schweizer A-Nationalmannschaft aufgeboten worden. Damals rückte er nach, weil Gregor Kobel wegen Oberschenkelbeschwerden für das EM-Qualifikationsspiel gegen Andorra ausfiel. Zu einem Länderspieleinsatz kam Racioppi bisher allerdings noch nicht. Nun erhält der Sion-Goalie erneut die Gelegenheit, sich im Kreis der Nationalmannschaft zu präsentieren. Nach Angaben des Verbands geht es bei der zusätzlichen Nomination nicht um einen bestätigten Ausfall eines anderen Keepers, sondern um die Belastungssteuerung während des laufenden Zusammenzugs.

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Liechtenstein vor Schlüsselspiel in Baku

Liechtenstein steht vor dem zweiten Nations-League-Spiel bereits unter Zugzwang. Nach dem 0:2 zum Auftakt gegen Litauen gastiert die Mannschaft von Konrad Fünfstück am Donnerstag bei Aserbaidschan. Ein Sieg in Baku würde die Ausgangslage in der Dreiergruppe D2 deutlich verbessern. Der Start in die neue Nations-League-Kampagne verlief für Liechtenstein enttäuschend. Gegen Litauen blieb die Mannschaft im eigenen Stadion ohne Treffer und verlor mit 0:2. Litauen setzte sich dadurch zunächst an die Spitze und bestätigte diese Position anschliessend mit einem 1:1 gegen Aserbaidschan. Vor dem direkten Duell liegt Litauen mit vier Punkten aus zwei Spielen vorne. Aserbaidschan besitzt nach einer Partie einen Zähler, Liechtenstein steht noch bei null Punkten. Weil jede Mannschaft in der Dreiergruppe nur vier Spiele bestreitet, bleibt kaum Zeit, einen Fehlstart zu korrigieren.

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Zidane mit Traumstart – Frankreich vor Italien-Kracher

Der Start von Zinédine Zidane als französischer Nationaltrainer ist resultatmässig perfekt verlaufen. Frankreich gewann sowohl in der Türkei als auch in Belgien mit 1:0 und führt die Nations-League-Gruppe A1 nach zwei Spieltagen mit sechs Punkten an. Am Freitag wartet mit Italien nun der bislang grösste Härtetest der neuen Ära. Zidanes Premiere am 25. September in Kocaeli entschied Captain Kylian Mbappé mit seinem Treffer in der 54. Minute. Frankreich verteidigte den knappen Vorsprung und startete mit drei Punkten. Allerdings verletzte sich Mbappé bei seinem Tor am linken Knie und musste wenige Minuten später ausgewechselt werden. Drei Tage danach gelang Frankreich auch in Brüssel ein 1:0-Erfolg gegen Belgien. Dort wurde Michael Olise zum entscheidenden Mann. Zidane brachte den Bayern-Profi in der 77. Minute für Bradley Barcola, elf Minuten später erzielte Olise mit einem starken Solo das Siegtor. Frankreich steht damit nach zwei Partien bei sechs Punkten und 2:0 Toren. Belgien und Italien folgen mit je drei Zählern, während die Türkei noch ohne Punkt ist.

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Kosovo vor Schlüsselspielen um Liga A

Kosovo geht mit einer guten, aber noch völlig offenen Ausgangslage in die entscheidenden nächsten Tage der Nations League. Nach zwei Partien steht die Mannschaft von Franco Foda mit drei Punkten auf Rang zwei der Gruppe B3. Bereits am Donnerstag gegen Israel und danach am Sonntag zuhause gegen Österreich kann Kosovo die Weichen im Kampf um den Aufstieg stellen. Zum Auftakt schlug Kosovo die Republik Irland in Pristina mit 1:0, ehe drei Tage später die 1:3-Niederlage in Österreich folgte. Österreich führt die Gruppe nach zwei Siegen mit sechs Punkten an. Kosovo und Irland stehen bei je drei Zählern, Israel ist nach zwei Niederlagen noch ohne Punkt. Damit liegt Kosovo derzeit auf jenem zweiten Platz, der am Ende der Ligaphase zu den Aufstiegs-Playoffs für die Liga A berechtigen würde. Der Schweizer Bezug bleibt dabei erheblich. Leon Avdullahu gehörte sowohl gegen Irland als auch beim 1:3 in Wien zur Startformation, Amir Saipi kam gegen Österreich ins Tor. Auch Albian Hajdari und der neu für Kosovo spielende Dion Kacuri gehören zum Kreis jener Akteure, deren fussballerische Ausbildung eng mit der Schweiz verbunden ist. Beim 1:3 gegen Österreich wurde gleichzeitig sichtbar, dass Kosovo gegen den derzeitigen Gruppenfavoriten noch Steigerungspotenzial besitzt.

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0,75 PS veränderten die Welt – der erste Automotor

0,75 PS, ein einziger Zylinder und gerade einmal 954 Kubikzentimeter Hubraum: Was heute bescheiden klingt, legte vor 140 Jahren einen Grundstein für die moderne Automobilgeschichte. Carl Benz entwickelte für seinen Patent-Motorwagen einen kompakten Viertakt-Benzinmotor, der nicht einfach in eine bestehende Kutsche eingebaut wurde. Fahrzeug und Antrieb entstanden vielmehr als gemeinsames technisches Konzept. Der Benz Patent-Motorwagen wurde 1885 fertiggestellt, am 29. Januar 1886 meldete Benz sein «Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb» zum Patent an. Der liegend im Heck montierte Einzylinder leistete 0,55 kW beziehungsweise 0,75 PS bei rund 400 Umdrehungen pro Minute. Für heutige Verhältnisse beinahe unvorstellbar wenig – doch mit diesem Motor erreichte der dreirädrige Wagen rund 16 km/h. Dabei war der Benz-Motor nicht der erste Verbrennungsmotor überhaupt und auch motorisierte Strassenfahrzeuge hatte es zuvor bereits gegeben. Seine historische Bedeutung liegt in der Verbindung: Benz konstruierte einen leichten Verbrennungsmotor und ein speziell dafür entwickeltes Fahrgestell als Einheit. Genau deshalb gilt der Patent-Motorwagen von 1886 weithin als erstes modernes Automobil.

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Warum der Alfa Romeo Busso V6 zur Legende wurde

Kaum ein Motor aus Italien geniesst unter Autofans einen derart legendären Ruf wie der Alfa Romeo V6 von Giuseppe Busso. Der sogenannte Busso-V6 wurde über Jahrzehnte stetig weiterentwickelt, trieb vom Alfa 6 bis zum 147 GTA zahlreiche Modelle an und verband Leistung mit einem Klang und einer Charakteristik, die bis heute Kultstatus geniessen. Seinen ersten grossen Auftritt hatte der V6 1979 im Alfa Romeo 6. Die ursprüngliche 2,5-Liter-Version leistete rund 156 PS und wurde noch von sechs Dell'Orto-Vergasern gespeist. Technisch war der Motor für seine Zeit aufwendig konstruiert und entwickelte sich zur Grundlage einer ganzen Familie von Alfa-Sechszylindern. Berühmt wurde der Busso aber nicht allein wegen technischer Daten. Entscheidend war die Kombination aus unmittelbarer Gasannahme, Drehfreude, markanter Optik und vor allem seinem Klang. Wer einen gepflegten GTV6, 164 V6 oder später einen 147 GTA unter Last gehört hat, versteht schnell, weshalb der Motor auch Jahrzehnte später eine Sonderstellung einnimmt.

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Italien vor Härtetest in Frankreich

Italien hat sich mit dem überzeugenden 4:1 in der Türkei zurückgemeldet, doch nun wartet der bislang schwierigste Test der neuen Nations-League-Kampagne. Am Freitagabend gastieren die Azzurri beim noch verlustpunktfreien Tabellenführer Frankreich. Für Roberto Mancinis Mannschaft geht es darum, die starke Reaktion von Bursa zu bestätigen und im Rennen um die Viertelfinalplätze nicht erneut ins Hintertreffen zu geraten. Die Ausgangslage in Gruppe A1 ist nach zwei Spieltagen klar: Frankreich führt mit sechs Punkten, Italien und Belgien stehen bei je drei Zählern, die Türkei ist noch punktlos. Frankreich gewann seine beiden ersten Partien jeweils mit 1:0. Italien dagegen startete mit einem enttäuschenden 0:2 gegen Belgien, ehe in der Türkei mit vier Treffern die klare Antwort folgte. Vor allem die Art des Sieges macht den Azzurri Hoffnung. Alessandro Bastoni, Davide Frattesi und Debütant Michael Kayode sorgten bereits vor der Pause für klare Verhältnisse, Pio Esposito antwortete nach dem türkischen Anschlusstreffer mit dem 4:1. Über den starken Auftritt Italiens und Kayodes Traumdebüt in Bursa haben wir bereits ausführlich berichtet. Nun muss sich zeigen, wie belastbar diese Fortschritte gegen Frankreich tatsächlich sind.

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Deutschland gegen Serbien unter Druck – Klopp braucht ersten Nations-League-Sieg

Deutschland steht bereits am dritten Spieltag der Nations League unter erheblichem Druck. Nach dem 1:1 in den Niederlanden und der 0:1-Heimniederlage gegen Griechenland wartet das Team von Jürgen Klopp noch auf den ersten Sieg und liegt in Gruppe A2 nur auf Rang drei. Am Donnerstagabend gegen das punktlose Serbien sind drei Punkte deshalb enorm wichtig. Die Ausgangslage ist deutlich: Griechenland führt die Gruppe nach zwei Siegen mit sechs Punkten an, die Niederlande folgen mit vier Zählern. Deutschland steht bei einem Punkt, Serbien hat nach Niederlagen gegen Griechenland und die Niederlande noch keinen Zähler. Da sich nur die beiden besten Mannschaften der Gruppe für das Viertelfinale qualifizieren, kann sich Deutschland einen weiteren Rückschlag kaum leisten. Besonders die 0:1-Niederlage gegen Griechenland bei Klopps Heimdebüt hat die Situation verschärft. Deutschland hatte zwar mehr Ballbesitz, fand offensiv aber kaum Lösungen. Nun folgt am Donnerstag um 20.45 Uhr in der Allianz Arena in München das Duell mit Serbien – und bereits drei Tage später wartet auswärts der Gruppenleader Griechenland.

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