Lieferketten bleiben für viele Unternehmen ein unterschätztes Geschäftsrisiko
von belmedia Redaktion Allgemein Alltag Arbeitswelt Beschäftigung Betrieb Betrieb betriebseinrichtung.net Business Business business24.ch businessaktuell.ch Dienstleistungen Digitalisierung Distribution Experten Finanzen Handel Infrastruktur Innovation Magazine Management Maschinen Nachhaltigkeit nachrichtenticker.ch News Personal Produkte Service Sicherheit Strategie Themen Trends Wirtschaft Ⳇ Verbreitung
Unternehmen in Singapur sind auf grössere Störungen ihrer Lieferketten deutlich besser vorbereitet als ihre Wettbewerber in anderen wichtigen Wirtschaftsnationen. Das zeigt der „2026 Global Supply Chain Resilience Outlook“ der Proxima Group.
23 Prozent der Unternehmen im Insel- und Stadtstaat gehen davon aus, ihren Betrieb auch bei einem schweren Lieferkettenschock vier bis sechs Monate aufrechterhalten zu können. Damit liegt Singapur deutlich vor den USA, Deutschland, Grossbritannien und Australien.
Bedrohung durch KI
Weltweit gab rund die Hälfte der befragten CEOs an, dass ihr Unternehmen nach einer schwerwiegenden Störung der Lieferkette den normalen Betrieb nicht länger als drei Wochen aufrechterhalten könnte.
22 Prozent der Befragten betrachten Künstliche Intelligenz (KI) als grösste finanzielle Bedrohung für Lieferketten. Gleichzeitig setzen Unternehmen KI zunehmend zur Optimierung ihrer Lieferketten ein. Die Hälfte der Befragten nutzt entsprechende Systeme bereits für die Kostenmodellierung, 48 Prozent automatisieren damit Beschaffungsprozesse.
Trotz der wachsenden Bedeutung der Technologie geben 93 Prozent der Unternehmen an, über dokumentierte und getestete Pläne für den Umgang mit KI-bedingten Störungen zu verfügen.
Mehr Kosten akzeptiert
Die Studie zeigt ausserdem, dass 44 Prozent der befragten CEOs in Singapur bereit wären, einen Anstieg der Lieferantenkosten zwischen elf und 20 Prozent zu akzeptieren, um die Widerstandsfähigkeit ihrer Lieferketten zu verbessern.
Fast 40 Prozent würden die höheren Kosten durch Einsparungen in anderen Bereichen kompensieren. Rund 30 Prozent würden sie an ihre Kunden weitergeben – der niedrigste Anteil unter den untersuchten Ländern.
An der Untersuchung nahmen 515 CEOs von Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 500 Millionen US-Dollar aus Singapur, Australien, Deutschland, Grossbritannien und den USA teil.
Quelle: pressetext.redaktion/Wolfgang Kempkens
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