Gesunder Darm: Ballaststoffe und Intervallfasten zeigen ähnliche Wirkung
von belmedia Redaktion Allgemein Alltag beautytipps.ch Bildung Eltern elterntipps.ch Ernährung Essen & Trinken Familie Forschung Gemüse Gesundheit gourmetnews.ch gourmettipp.ch Grosseltern hospital.ch Krankheiten Lifestyle Magazine Medizin nachrichtenticker.ch News Obst Prävention Produkte Senioren Themen Tipps Vital xund24.ch Ⳇ Verbreitung
Nicht nur die Zusammensetzung des Darmmikrobioms, sondern auch die Menge der Darmbakterien könnte entscheidend für die Gesundheit sein. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Universität Hohenheim. Die neuen Erkenntnisse könnten den Blick auf Ernährung, Darmgesundheit und künftige Therapien grundlegend verändern.
Bisher lag der Fokus der Forschung vor allem darauf, welche Bakterien im Darm vorkommen. Die aktuelle Studie zeigt jedoch, dass auch die Anzahl der Mikroorganismen eine wichtige Rolle spielt.
Perspektivwechsel in der Mikrobiomforschung
Nach Einschätzung der Wissenschaftler könnte dieser neue Ansatz erklären, weshalb sowohl eine ballaststoffreiche Ernährung als auch Intervallfasten ähnlich positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben, obwohl beide Ernährungsformen das Darmmikrobiom unterschiedlich beeinflussen.
Das Forschungsteam um Florian Fricke und Axel Lorentz untersuchte, wie verschiedene Ernährungsweisen und Essgewohnheiten die Menge der Darmbakterien bei Mäusen verändern. Verglichen wurden eine ballaststoffreiche Ernährung, Intervallfasten sowie eine fettreiche Ernährung.
Ballaststoffe und Intervallfasten zeigen ähnliche Wirkung
Die Auswertung ergab, dass eine ballaststoffreiche Ernährung und zeitlich begrenztes Essen vergleichbare Auswirkungen auf das Darmmikrobiom haben. Beide führten zu einer schnelleren Darmpassage, einer geringeren Bakteriendichte im Stuhl und einer kleineren Menge ausgeschiedener Mikroorganismen.
Eine fettreiche Ernährung zeigte dagegen den gegenteiligen Effekt. Sie war mit einer langsameren Darmpassage und einer höheren Bakteriendichte verbunden.
Gleichzeitig stellten die Forscher fest, dass sowohl eine ballaststoffreiche Ernährung als auch Intervallfasten entzündungshemmende Reaktionen im Darm fördern und Entzündungsmarker verringern können.
Neue Ansätze für Diagnostik und Therapie
Nach Ansicht der Wissenschaftler könnten künftig nicht nur die Arten der Darmbakterien, sondern auch deren Menge als wichtige Biomarker dienen. Dadurch liessen sich mikrobiombedingte Erkrankungen möglicherweise zuverlässiger erkennen und neue Therapieansätze entwickeln.
Die Forscher hoffen, dass sich Erkenntnisse aus der Mikrobiomforschung dadurch künftig leichter in die medizinische Praxis übertragen lassen.
Quelle: pressetext.redaktion/Florian Fügemann
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