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Historisch! Kriens-Luzern schlägt Kolstad 34:32

Der HC Kriens-Luzern hat den ersten Champions-League-Sieg seiner Klubgeschichte gefeiert. Der Schweizer Meister bezwang den norwegischen Titelhalter Kolstad Håndball in der Pilatus Arena mit 34:32 und holte damit im dritten Gruppenspiel die ersten Punkte auf Europas höchster Klubstufe. Nach zwei Niederlagen zum Auftakt ist das Team von Andy Schmid endgültig in der Champions League angekommen. Kriens-Luzern kontrollierte die Partie über weite Strecken, musste in einer dramatischen Schlussphase aber nochmals um den historischen Erfolg zittern. Rund fünf Minuten vor dem Ende gelang Kolstad der Ausgleich zum 30:30. Die Innerschweizer reagierten jedoch stark: Lukas Herburger brachte den HCKL wieder in Führung, Justin Müller stellte anschliessend den Vorsprung von zwei Toren wieder her. Für den Schweizer Meister ist das 34:32 weit mehr als ein gewöhnlicher Heimsieg. Kriens-Luzern bestreitet in dieser Saison erstmals überhaupt die EHF Champions League und hatte zuvor beim polnischen Spitzenklub Industria Kielce nur knapp mit 29:30 verloren sowie das erste Heimspiel gegen den SC Magdeburg mit 29:39 abgegeben. Im dritten Anlauf folgte nun der historische erste Sieg.

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FIGC-Chaos wie in einer Bananenrepublik: Malagò wird sein eigener Kommissär

Der italienische Fussball liefert derzeit ein institutionelles Schauspiel, das selbst für seine traditionell komplizierten Machtstrukturen ungewöhnlich wirkt. Die FIGC wurde vom CONI kommissarisch gestellt – und ausgerechnet Giovanni Malagò, der bisherige Präsident des Verbandes, wurde zum ausserordentlichen Kommissär ernannt. Nun soll Malagò die Neuwahl organisieren und hat bereits deutlich gemacht, dass er selbst wieder für das Präsidentenamt bereitsteht. Auslöser der Krise war Malagòs fehlendes Tesseramento zum Zeitpunkt seiner Kandidatur für das FIGC-Präsidium. Obwohl er am 22. Juni mit 68,58 Prozent der Stimmen gewählt worden war, entwickelte sich daraus ein monatelanger Machtkampf zwischen FIGC, CONI und Teilen der Sportpolitik. Am Ende entschied das CONI einstimmig, den Verband zu kommissarisieren und Malagò selbst mit der Führung bis zur Neuwahl zu betrauen. Was sich über Wochen abgespielt hat, erinnert in seiner Absurdität eher an Zustände, die man polemisch mit einer Bananenrepublik verbindet, als an die Führung einer der grössten Fussballnationen Europas. Das Paradoxon ist offensichtlich: Ein Präsident verliert infolge einer formalen Krise sein Amt, wird unmittelbar danach zum Kommissär derselben Organisation ernannt und soll nun jene Wahl organisieren, bei der er selbst wieder antreten kann.

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Kurashev wechselt Agenten – NHL bleibt Priorität

Philipp Kurashev setzt weiterhin alles auf eine Rückkehr in die NHL. Der 26-jährige Schweizer hat laut HeShootsHeScoores unter Berufung auf aktuelle Informationen seinen nordamerikanischen Agenten gewechselt und wird neu von Allain Roy vertreten. Gleichzeitig stehen mehrere National-League-Klubs bereit, falls sich in Nordamerika keine passende Möglichkeit ergibt. Kurashev soll zuletzt fast zwei Wochen mit dem HC Thurgau trainiert haben und hält sich weiterhin in der Schweiz fit. Den interessierten Schweizer Klubs habe er jedoch signalisiert, dass ein neuer NHL-Vertrag vorerst oberste Priorität besitzt. Beim Agentenwechsel geht es entsprechend darum, nochmals Bewegung in die Suche nach einer neuen Adresse in Nordamerika zu bringen. Als Interessenten aus der National League werden Lausanne, Davos, Zug, die ZSC Lions, Bern und Fribourg genannt. Kurashev soll mit verschiedenen Klubs bereits persönlich über Lohn, Vertragsdauer und eine mögliche Ausstiegsklausel für eine spätere NHL-Rückkehr gesprochen haben. Besonders Lausanne wird als konkrete Option genannt, sollte der Schweizer seine NHL-Pläne vorerst aufgeben.

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Lausanne empfängt Lugano zum wichtigen Direktduell

Der Lausanne HC empfängt am Mittwochabend um 19.45 Uhr den HC Lugano in der Vaudoise aréna. Beide Mannschaften brauchen Punkte, um sich in der dicht gedrängten National League nach vorne zu arbeiten: Lausanne liegt mit zwölf Punkten aus neun Spielen auf Rang acht, Lugano steht mit acht Zählern aus sieben Partien auf Rang 13. Die jüngsten Resultate zeigen gleichzeitig, dass beide Teams derzeit offensiv gefährlich sind. Lausanne holte am vergangenen Wochenende vier Punkte. Auf den spektakulären 7:4-Heimsieg gegen den EHC Biel folgte bei den noch ungeschlagenen ZSC Lions eine knappe 2:3-Niederlage nach Verlängerung. Lugano schlug zunächst die Rapperswil-Jona Lakers mit 5:2, musste sich anschliessend beim HC Ajoie trotz einer 3:1-Führung noch mit 4:5 geschlagen geben. Neun Tore in zwei Spielen zeigen die offensive Qualität der Tessiner, sieben Gegentreffer aber auch die derzeitigen Probleme in der Defensive. Für Lausanne geht es darum, den Heimvorteil zu nutzen und den Anschluss an die vorderen Tabellenplätze nicht abreissen zu lassen. Lugano hat zwei Spiele weniger absolviert und könnte mit einem Auswärtssieg den Rückstand deutlich verkürzen. Gleichzeitig muss Lausanne weiterhin ohne den verletzten Erik Brännström auskommen, dessen längerer Ausfall SportAktuell bereits im Beitrag über die Schulterverletzung des schwedischen Verteidigers eingeordnet hat.

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Philippe Gaydoul steigt beim SC Bern ein

Beim SC Bern zeichnet sich eine bedeutende Veränderung im Aktionariat ab. Nach Recherchen der Berner Zeitung gehört Philippe Gaydoul inzwischen zu den Grossaktionären der SCB Group. Der frühere Besitzer des EHC Kloten und ehemalige Präsident des Schweizer Eishockeyverbandes kehrt damit nach mehreren Jahren im Hintergrund ins Schweizer Klub-Eishockey zurück. Offiziell bestätigt hat der SC Bern die Beteiligung allerdings nicht. Verwaltungsratspräsident Carlo Bommes äussert sich grundsätzlich nicht zu einzelnen Aktionären, auch Gaydoul selbst hält sich bei Fragen zu privaten und geschäftlichen Beteiligungen bedeckt. Fest steht deshalb lediglich: Mehrere aktuelle Berichte führen den 54-Jährigen als bedeutenden Anteilseigner des SCB, Angaben zur Höhe seines Aktienpakets sind nicht öffentlich. Der Zeitpunkt ist bemerkenswert. Der SC Bern befindet sich nach schwierigen sportlichen Jahren mitten in einer organisatorischen und sportlichen Neuausrichtung. Gleichzeitig schloss die SCB Group die Saison 2025/26 mit einem Verlust von 175'794.37 Franken ab. Mit Gaydoul wäre nun ein Unternehmer mit erheblicher wirtschaftlicher Erfahrung und einer langen Vergangenheit im Schweizer Eishockey im Aktionariat vertreten.

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Uruguay überrollt Indien mit 6:1

Uruguay hat seine Asienreise mit einem deutlichen Erfolg abgeschlossen. Die Mannschaft von Trainer Diego Forlán setzte sich am Dienstagabend in Kolkata mit 6:1 gegen Indien durch. Maximiliano Araújo traf doppelt, während Darwin Núñez, Rodrigo Zalazar, Juan Manuel Sanabria und Rodrigo Aguirre die weiteren Tore erzielten. Uruguay ging bereits in der 12. Minute durch einen Penalty von Núñez in Führung. Indien antwortete jedoch überraschend: Anirudh Thapa nutzte in der 22. Minute eine Gelegenheit zum 1:1 und sorgte vor 37'307 Zuschauern im Vivekananda Yuba Bharati Krirangan kurzzeitig für grosse Begeisterung. Nur sechs Minuten später stellte Araújo mit dem 2:1 die Führung für den Favoriten wieder her. Nach einer wetterbedingten Unterbrechung wegen eines Gewitters übernahm Uruguay endgültig die Kontrolle. Für die Celeste war die Partie zugleich der Abschluss des Länderspielfensters in Asien. Nach dem 4:1 gegen Südkorea gelang der Mannschaft damit der zweite klare Sieg innerhalb weniger Tage.

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Juventus will Romano schon im Januar – 20 Millionen für Cagliari?

Juventus Turin macht bei Alessandro Romano offenbar ernst. Nach Informationen von soccer.ch sind die Bianconeri bereit, bereits im Januar rund 20 Millionen Euro für den 20-jährigen Mittelfeldspieler von Cagliari zu bezahlen. Damit könnte Juventus den übrigen Interessenten deutlich zuvorkommen. Das Interesse der Turiner kommt nicht aus dem Nichts. Bereits Ende September hatte sportaktuell.ch über das konkrete Juventus-Interesse an Romano berichtet und dabei einen möglichen Wechsel im Januar thematisiert. Inzwischen hat sich die Lage weiter zugespitzt: Juventus sieht im in Winterthur geborenen Mittelfeldspieler offenbar einen zentralen Baustein für die Zukunft. Der Schweizer Bezug bleibt besonders interessant. Romano durchlief mehrere Schweizer Nachwuchsauswahlen, ehe er sich später für Italien entschied. Seine Entwicklung bei Cagliari hat seinen Marktwert in kurzer Zeit massiv steigen lassen – und genau das macht einen Transfer im Winter nun zunehmend realistisch.

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Messi verabschiedet sich unter Tränen von Argentinien

Lionel Messi hat seine aussergewöhnliche Karriere in der argentinischen Nationalmannschaft mit einem emotionalen Abschied im Estadio Monumental beendet. Beim 3:0 gegen Benin erzielte der 39-Jährige selbst den letzten Treffer und bereitete die beiden anderen Tore vor. Bereits während der Nationalhymne konnte Messi neben seinen drei Söhnen die Tränen nicht zurückhalten. Mehr als 85'000 Zuschauer erlebten in Buenos Aires Messis 208. und endgültig letztes Länderspiel. Nach einer torlosen ersten Halbzeit traf zunächst Nicolás Otamendi, danach erhöhte Nicolás Paz. Den Schlusspunkt setzte ausgerechnet Messi selbst per Penalty. Damit beendet der Weltmeister seine internationale Karriere nach 21 Jahren mit 126 Toren für die Albiceleste. Der Abend war von Beginn an vollständig auf den Abschied des Captains ausgerichtet. Auf dem Rasen lag ein riesiges Trikot mit der Nummer 10 und einer Dankesbotschaft, ehemalige Weggefährten und Messis Familie waren im Stadion. Nach dem Abpfiff folgte eine grosse Abschiedszeremonie, bei der Messi nochmals zu den Fans sprach und seine Emotionen kaum verbergen konnte.

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Siegenthaler verletzt sich bei Devils-Niederlage

Die New Jersey Devils müssen um Jonas Siegenthaler bangen. Der Schweizer Verteidiger verletzte sich bei der 3:5-Heimniederlage gegen Utah Mammoth im dritten Drittel am Unterkörper und kehrte anschliessend nicht mehr aufs Eis zurück. Wie lange der 29-Jährige ausfällt, ist noch offen. Siegenthaler ging bei einem Zweikampf in der Ecke nach 3:50 Minuten im Schlussdrittel unglücklich zu Boden. Der Zürcher beendete die Partie nach insgesamt 14:53 Minuten Eiszeit vorzeitig. Devils-Trainer Sheldon Keefe konnte nach dem Spiel noch keine genaue Diagnose nennen und erklärte, dass weitere Untersuchungen notwendig seien. Für New Jersey kommt die Verletzung zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Die Devils verloren nach dem 0:6 gegen die New York Islanders nun auch gegen Utah und stehen nach drei Saisonspielen bei einer Bilanz von 1:2. Neben Siegenthaler waren mit Captain Nico Hischier und Timo Meier zwei weitere Schweizer im Einsatz. Meier bereitete beim zwischenzeitlichen 2:2 von Luke Evangelista seinen ersten Skorerpunkt der Saison vor.

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MotoGP führt 2027 eigenes Sprint-Qualifying ein

Die MotoGP stellt ihr Rennwochenende ab der Saison 2027 grundlegend um. Künftig erhalten Sprint und Grand Prix zwei getrennte Qualifyings und damit auch zwei verschiedene Startaufstellungen. Das neue Sprint-Qualifying findet bereits am Freitag statt, während die Startpositionen für das Hauptrennen weiterhin am Samstag vergeben werden. Der Freitag beginnt ab 2027 mit einem 45-minütigen FP1 und einem 30-minütigen FP2. Danach folgt erstmals ein eigenes 15-minütiges Sprint-Qualifying, an dem sämtliche MotoGP-Fahrer teilnehmen. Dieses bestimmt ausschliesslich die Startaufstellung für den Sprint am Samstagnachmittag. Am Samstag absolvieren die Fahrer zunächst ein 20-minütiges FP3. Danach beginnt das Grand-Prix-Qualifying komplett neu: Alle Fahrer müssen zuerst ins 15-minütige Q1. Die zwölf Schnellsten qualifizieren sich anschliessend für Q2, das ebenfalls 15 Minuten dauert und die Startaufstellung für den Grand Prix am Sonntag festlegt.

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Lapinskis fällt wohl bis Saisonende aus

Schwerer Rückschlag für die SCL Tigers: Oskars Lapinskis wird in der laufenden Saison 2026/27 voraussichtlich nicht mehr zum Einsatz kommen. Der 24-jährige Stürmer verletzte sich beim 6:2-Heimsieg gegen den EHC Kloten schwer am Ellbogen und musste operiert werden. Die weiteren Untersuchungen zeigten, dass die Verletzung gravierender ist als zunächst angenommen. Lapinskis unterzog sich am Dienstag erfolgreich dem notwendigen Eingriff. Die SCL Tigers teilten am Mittwoch mit, dass nach dem aktuellen medizinischen Stand von einem Ausfall bis zum Saisonende auszugehen sei. Für Langnau ist das besonders bitter, weil Lapinskis seit Jahren fest zur Organisation gehört und mit seiner Schweizer Lizenz zusätzliche Flexibilität im Kader bietet. Der Lette war 2016 im Alter von 14 Jahren ins Emmental gekommen und durchlief anschliessend den Nachwuchs der Young Tigers. Seit der Saison 2021/22 kommt er in der National League zum Einsatz. Sein Vertrag in Langnau läuft bis zum Ende dieser Saison. Gleichzeitig muss Trainer Thierry Paterlini weiterhin auf Verteidiger Samuel Erni verzichten, der wegen einer Unterkörperverletzung ausfällt.

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Bernd Wolf wechselt langfristig zum EV Zug

Der EV Zug verstärkt seine Defensive ab der Saison 2027/28 mit Bernd Wolf. Der 29-jährige österreichische Nationalverteidiger mit Schweizer Lizenz wechselt vom EHC Kloten in die Zentralschweiz und unterschreibt beim EVZ einen Dreijahresvertrag bis zum Ende der Saison 2029/30. Für Zug ist es ein weiterer Baustein im laufenden Umbau der Mannschaft. Wolf wird die aktuelle Saison noch beim EHC Kloten zu Ende spielen. Der Verteidiger kennt die National League bestens: Nach seiner Ausbildung beim SC Bern und dem Debüt in der höchsten Schweizer Liga im Jahr 2017 spielte er zwei Jahre für den Villacher SV in Österreich, ehe er 2020 in die Schweiz zurückkehrte. Vier Spielzeiten stand er beim HC Lugano unter Vertrag, seit Sommer 2024 läuft er für Kloten auf. Für den EVZ ist insbesondere Wolfs Schweizer Lizenz wertvoll, weil der österreichische Internationale keinen Ausländerplatz beansprucht. Wolf ist Assistenzcaptain der österreichischen Nationalmannschaft und hat bereits fünf Weltmeisterschaften bestritten. Sportchef Ted Suihkonen hebt vor allem seine Beweglichkeit, Spielintelligenz, Kampfstärke und seinen Charakter hervor.

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Russell muss in Singapur von ganz hinten starten

George Russell erhält beim Formel-1-Grand-Prix von Singapur den nächsten schweren Rückschlag. Nach seinem Ausfall in Sepang muss Mercedes Komponenten der Antriebseinheit wechseln, womit der Brite das erlaubte Saisonkontingent überschreitet. Teamchef Toto Wolff bestätigte, dass Russell den Grand Prix am Sonntag vom Ende der Startaufstellung in Angriff nehmen muss. Der Defekt traf Russell beim Bahrain-GP in Malaysia besonders hart: Wenige Runden vor Schluss lag er auf Kurs zu Rang drei, musste seinen Mercedes während einer Safety-Car-Phase aber mit einem Problem an der Power Unit abstellen. Weil die beschädigte Einheit nicht weiterverwendet werden kann, zieht Mercedes den ursprünglich für einen späteren Zeitpunkt geplanten Motorwechsel vor. Die genaue Anzahl der ausgetauschten Komponenten entscheidet über das formelle Strafmass, Mercedes geht jedoch bereits von einem Start am Ende des Feldes aus. Auch im WM-Kampf sind die Folgen erheblich. Russell liegt nach seinem Nuller in Sepang mit 236 Punkten bereits 84 Zähler hinter Teamkollege Kimi Antonelli, der mit 320 Punkten führt. In Singapur wartet zudem ausgerechnet ein enger Stadtkurs, auf dem Überholmanöver schwieriger sind als auf vielen permanenten Rennstrecken. Die Strafe gilt allerdings nur für den Grand Prix am Sonntag – im Sprint am Samstag kann Russell normal um Punkte kämpfen.

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Reusser holt fünften EM-Titel im Zeitfahren

Marlen Reusser ist erneut Europameisterin im Einzelzeitfahren. Die Schweizerin setzte sich am Mittwoch in Šenčur über 22,1 Kilometer souverän durch und gewann in 31:30,84 Minuten vor Demi Vollering. Mit ihrem fünften EM-Titel im Kampf gegen die Uhr ist Reusser nun alleinige Rekordsiegerin dieser Disziplin. Reusser kontrollierte das Rennen von Beginn an und lag bereits an den Zwischenzeiten vorne. Im Ziel betrug ihr Vorsprung auf Vollering 23,33 Sekunden. Bronze ging an die Französin Juliette Berthet, die 1:10,13 Minuten auf die Schweizerin verlor. Reusser bewältigte die anspruchsvolle Strecke mit dem steilen Anstieg nach Možjanca mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 41,89 km/h. Für die Schweiz war es der nächste grosse Erfolg durch Reusser innerhalb weniger Wochen. Erst am 20. September hatte sie in Montréal ihren WM-Titel im Einzelzeitfahren erfolgreich verteidigt. An der EM in Slowenien gewann sie zudem bereits Bronze im Strassenrennen. Steffi Häberlin, die zweite Schweizerin im Zeitfahren, klassierte sich auf Rang 15.

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Brignone und Goggia verpassen Sölden-Auftakt

Der alpine Ski-Weltcup startet in Sölden ohne zwei der grössten Namen Italiens. Federica Brignone und Sofia Goggia werden beim Riesenslalom der Frauen am 24. Oktober nicht antreten. Während Brignone ihre langwierige Rehabilitation fortsetzt, benötigt Goggia nach zwei Viruserkrankungen weiterhin Zeit, um wieder vollständig belastbar zu werden. Für Brignone kommt der Saisonauftakt deutlich zu früh. Die Italienerin befindet sich nach ihrer schweren Knieverletzung weiterhin im Aufbau und unterzog sich Ende August nochmals einem Eingriff, bei dem Schrauben und eine Platte entfernt wurden. Brignone bestätigte Anfang Oktober, dass sie in Sölden nicht starten und auch die Nordamerika-Rennen Ende November und Anfang Dezember auslassen wird. Bei Goggia liegt der Grund anders. Untersuchungen des italienischen Wintersportverbandes FISI ergaben zwei unterschiedliche Viruserkrankungen, deren Auswirkungen sich gegenseitig verstärkten und die 33-Jährige körperlich stark schwächten. Die akute Phase ist überwunden, für einen Weltcupstart reicht der aktuelle Trainingsstand jedoch noch nicht. Damit fehlt Italien beim ersten Riesenslalom der Saison gleich ein prominentes Duo.

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Slowenien dreht Partie in Glasgow und bleibt an der Schweiz dran

Slowenien hat das Nations-League-Spiel in Glasgow mit 2:1 gegen Schottland gewonnen und bleibt damit erster Verfolger der Schweiz in Gruppe B1. Ryan Christie brachte die Gastgeber in der 31. Minute in Führung, doch Aljoša Matko und Danijel Šturm drehten die Partie nach der Pause. Für Schottland ist die zweite Heimniederlage der Kampagne ein empfindlicher Rückschlag. Schottland führte zur Pause, nachdem Christie einen Angriff in der 31. Minute aus kurzer Distanz mit der Hacke abgeschlossen hatte. Slowenien war allerdings schon zuvor gefährlich geworden und erhöhte nach dem Seitenwechsel den Druck. In der 56. Minute gelang Matko der Ausgleich, ehe Šturm in der 71. Minute nach Vorarbeit von Matko das 2:1 erzielte. Das Resultat ist auch für die Schweiz wichtig. Nach dem 3:0 gegen Nordmazedonien führt die Nati die Gruppe mit zwölf Punkten an, Slowenien folgt mit sieben Zählern. Schottland bleibt bei vier Punkten, Nordmazedonien ist weiterhin punktlos. Damit verhinderte Slowenien, dass die Schweiz den Wiederaufstieg in Liga A bereits am vierten Spieltag definitiv machen konnte.

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Kane führt England zum nächsten klaren Sieg

England hat in der Nations League den dritten Sieg in Serie gefeiert. Die Mannschaft von Thomas Tuchel setzte sich im Wembley mit 3:0 gegen Tschechien durch und festigte damit Rang zwei in der Gruppe A3. Harry Kane stand bei seinem 125. Länderspiel besonders im Mittelpunkt: Der Captain traf doppelt und zog bei den Einsätzen mit Rekordmann Peter Shilton gleich. England ging in der 27. Minute in Führung. Kane brachte den Ball scharf in den Strafraum, wo Vladimír Coufal ihn ins eigene Tor abfälschte. Noch vor der Pause erhöhte Kane selbst nach einer Hereingabe von Morgan Rogers auf 2:0. In der zweiten Halbzeit traf der Stürmer zunächst die Latte, ehe er nach einem Eckball von Lewis Hall per Kopf zum 3:0-Endstand traf. Mit nun neun Punkten bleibt England erster Verfolger des makellosen Tabellenführers Spanien, der bei zwölf Zählern steht. Kroatien folgt mit drei Punkten, Tschechien wartet nach vier Niederlagen weiterhin auf den ersten Zähler. Für England war es nach dem 2:0 in Prag und dem spektakulären 7:0 in Kroatien bereits der dritte Erfolg hintereinander.

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Estland bremst Island erneut

Estland bleibt in der Nations League weiter ungeschlagen und hat Tabellenführer Island erneut einen Punkt abgenommen. In Tallinn trennten sich beide Mannschaften 0:0. Island behauptet mit acht Punkten zwar Rang eins der Gruppe C4, Estland bleibt mit sechs Zählern aber unmittelbar dahinter. Island hatte mit 62 Prozent deutlich mehr Ballbesitz, doch die besseren Abschlusswerte gehörten überraschend den Gastgebern. Estland verzeichnete 13 Schüsse gegenüber zwölf der Isländer und brachte drei Versuche aufs Tor, Island lediglich einen. Trotz der territorialen Vorteile gelang es dem Tabellenführer damit kaum, Estlands Defensive ernsthaft zu überwinden. Für Estland setzt sich eine bemerkenswerte Serie fort. Nach dem 1:1 im Hinspiel auf Island folgten ein 0:0 in Bulgarien, ein 1:0 gegen Luxemburg und nun erneut ein torloses Remis gegen Island. In vier Nations-League-Partien hat Estland damit erst einen einzigen Gegentreffer kassiert und darf zwei Spieltage vor Schluss weiterhin vom Gruppensieg träumen.

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