Von Chili bis Mulch: Aktuelle Gartenarbeiten für Mai und Juni im Überblick

JardinSuisse präsentiert den Faden durchs Gartenjahr.

Im Mai und Juni heisst es aus dem Vollen schöpfen. Garten und Balkon haben Hochsaison.

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Chili-Fiesta

Für manche kann es nicht feurig genug sein, andere mögen lieber eine sanfte Schärfe. Wer seine eigenen Chilipflanzen kultiviert, hat die Wahl, denn diese sind jetzt in diversen Sorten von mild bis sehr pikant erhältlich. Sobald keine Fröste mehr zu erwarten sind, pflanzt man sie entweder in ein Gefäss mit Gemüseerde oder setzt sie direkt ins Beet. Sie mögen einen sonnigen Platz und regelmässige Wasser- und Nährstoffgaben, ansonsten sind sie sehr unkompliziert. Bald schon locken die ersten Schoten.

Rhabarberzeit

 

Eine Faustregel besagt, Rhabarber nur bis zum Johannistag am 24. Juni zu ernten. Danach steigt der natürliche Gehalt an Oxalsäure in den Stielen deutlich an, was bei hohem Konsum unserer Gesundheit nicht zuträglich ist. Bis dahin heisst es aber, nach Lust und Laune Rezepte von Rhabarberkuchen über Kompott bis Mus unbeschwert zu geniessen.



Bei der Ernte werden die Stiele übrigens nicht abgeschnitten, sondern mit einer leichten Drehbewegung vorsichtig aus dem Wurzelstock herausgezogen. So bleiben keine Stummel zurück, die faulen könnten. Damit die Pflanze schnell wieder zu Kräften kommt und auch im kommenden Jahr gesund und üppig ist, sollte höchstens die Hälfte der vorhandenen Stangen geerntet werden.

Der Profi-Tipp: Wasser sparen beim Gärtnern

Um das Giessen im Garten und auf dem Balkon möglichst ressourcenschonend zu halten und den Verbrauch von Leitungswasser auf ein Minimum zu reduzieren, lohnt es sich, in nassen Perioden vorzusorgen und Regenwasser zu sammeln. Dieses ist nicht nur kostenfrei, sondern auch vorzüglich geeignet zum Giessen, da es weder zu kalt noch zu kalkhaltig ist für die Pflanzen. Eine Regentonne oder ein altes Weinfass leisten als Sammelbehälter unter der Regenrinne gute Dienste. Ein Deckel oder ein feines Netz schützt vor Verunreinigungen und verunmöglicht den Steckmücken die Eiablage.

Juni-Highlight: Pflanzenjauche herstellen

Jetzt ist es wichtig, im Gemüsegarten mit regelmässigen Nährstoffgaben für ein gesundes Wachstum zu sorgen. Ergänzend zu organischen Düngern aus dem Fachhandel lassen sich dafür selbst angesetzte Pflanzenjauchen einsetzen. Sie haben einen hohen Stickstoff- und Kaliumgehalt und bringen gerade hungrigen Pflanzen wie Kohlgewächsen den entscheidenden Schub.

Dazu Brennessel- oder Beinwellblätter frisch ernten und mit der Gartenschere zerkleinern. Einen Behälter zur Hälfte mit den Kräutern füllen und mit Regenwasser bis 10 cm unter den Rand auffüllen. Mit einem Gitter abdecken und gegen Geruchsbildung mit Gesteinsmehl überstäuben. Regelmässig umrühren. Die Brühe ist reif, wenn sie braun ist und nicht mehr schäumt. Jetzt 1:10 mit Wasser verdünnen und die Pflanzen damit giessen.

Warum Mulchen so wertvoll ist



Beim bodenschonenden Gärtnern werden freigewordene Zwischenräume in den Beeten mit einer organischen Mulchschicht aus Rasenschnitt oder gehäckseltem Laub bedeckt. Diese Schutzschicht reduziert die Wasserverdunstung und hält den Boden gleichmässig feucht und krümelig. Gleichzeitig dient das organische Pflanzenmaterial als Nahrung für Bodenlebewesen. Sie bauen es nach und nach ab und wandeln es in stabilen, nährstoffreichen Humus um. Dies wiederum kommt den Gemüsepflanzen zugute, die von einem aktiven, lebendigen Boden profitieren.

 

Quelle: JardinSuisse
Bildquelle: Bild 1: JardinSuisse; Bild 2: Symbolfoto © Dolores M. Harvey/Shutterstock.com; Bild 3: Symbolfoto © Jen Watson/Shutterstocky.com