Smartphones speichern weit mehr sensible Daten als vielen bewusst ist

Smartphones enthalten heute weit mehr als Fotos oder Kontakte. Laut einer Umfrage des IT-Sicherheitsunternehmens Kaspersky speichern Nutzer zahlreiche sensible persönliche, finanzielle und gesundheitliche Informationen auf ihren mobilen Geräten. Experten warnen davor, die damit verbundenen Sicherheitsrisiken zu unterschätzen.

Am häufigsten befinden sich persönliche Fotos und Videos sowie Kontaktdaten auf Smartphones. Darüber hinaus werden aber auch Bankdaten, Passwörter, Ausweisdokumente und sogar KI-Chatverläufe auf den Geräten gespeichert.

Unterschätzte Gefahren

Persönliche Fotos und Videos speichern 64 Prozent der Befragten auf ihrem Smartphone. Kontaktdaten und Telefonnummern folgen mit 55 Prozent. Daneben befinden sich auf vielen Geräten sensible Informationen wie Bank- und Finanzdaten einschliesslich Benutzernamen und Passwörtern (29 Prozent) sowie persönliche Dokumente wie Ausweise oder Versicherungsunterlagen (26 Prozent). Diese Daten könnten im Falle eines Missbrauchs den Zugriff auf Konten oder einen Identitätsdiebstahl ermöglichen.

„Sicherheit muss ebenso selbstverständlich zum Gerät gehören wie die Daten, die wir speichern. Wir unterschätzen oft, wie wertvoll und anfällig die Informationen auf unseren Mobilgeräten sind“, erklärt Kaspersky-Cyber-Sicherheitsexperte Anton Kivva.

Private Vorlieben ableitbar

Neben bewusst gespeicherten Dateien sammeln Smartphones zahlreiche weitere Informationen, die Rückschlüsse auf Interessen, Gewohnheiten und das Konsumverhalten zulassen. Dazu zählen Social-Media-Profile und -Inhalte (28 Prozent), Browserverläufe zu Musik, E-Books, Filmen und Serien (25 Prozent), Shopping-Informationen wie Kaufhistorien und Lieferadressen (18 Prozent) sowie Gaming-Konten (17 Prozent).

Eine vergleichsweise neue Kategorie bilden KI-Chatverläufe. Bereits 20 Prozent der Befragten speichern entsprechende Unterhaltungen auf ihrem Smartphone. Da Nutzer darin häufig persönliche Fragen, berufliche Themen oder individuelle Probleme besprechen, können diese Inhalte besonders aufschlussreiche Informationen enthalten.

Auch Gesundheits- und Standortdaten spielen eine wichtige Rolle. So speichern 21 Prozent der Befragten Daten aus Fitness- und Gesundheitstrackern, 14 Prozent medizinische Unterlagen oder Termine und 17 Prozent persönliche Standortinformationen wie Karten, gespeicherte Adressen oder Reiseverläufe.

 

Quelle: pressetext.redaktion/Florian Fügemann
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