Zverev (29) scheitert in Shanghai – spanisches Finalduell perfekt
von belmedia Redaktion Allgemein ATP Tour Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Resultate Schweiz Sport Sport & Spiel sportnachrichten.ch Tennis tennis.ch Themen Turniere Übersee Ⳇ Verbreitung
Alexander Zverev verpasst den Final des ATP-Masters-1000-Turniers in Shanghai. Der 29-jährige Deutsche verliert am Samstag, 17. Oktober 2026, gegen Alejandro Davidovich Fokina nach gewonnenem Startsatz mit 7:5, 4:6, 3:6. Der Spanier dreht das Halbfinal innerhalb von zwei Stunden und sechs Minuten. Im Endspiel kommt es nun zum spanischen Duell zwischen Davidovich Fokina und Rafael Jodar.
Zverev startet erfolgreich und entscheidet den ersten Satz mit 7:5 für sich. Anschliessend übernimmt Davidovich Fokina zunehmend die Kontrolle über die Grundlinienduelle. Der 27-Jährige gleicht mit 6:4 aus und profitiert im Entscheidungssatz von einem frühen Doppelfehler seines Gegners. Mit 6:3 sichert er sich seinen zweiten Finaleinzug bei einem Masters-1000-Turnier.
Für Zverev endet damit die Hoffnung auf seinen ersten Shanghai-Titel. Seine Position als Nummer eins der Weltrangliste zum Jahresende 2026 ist dagegen bereits gesichert. Aus Schweizer Sicht richtet sich der Blick nun auf die bevorstehenden Swiss Indoors Basel, die am 24. Oktober beginnen. Dort wird die internationale Tenniselite ihre Hallensaison fortsetzen.
Zverev gewinnt den umkämpften ersten Satz
Alexander Zverev beginnt das Halbfinal gegen Alejandro Davidovich Fokina als Nummer eins der Setzliste. Der Deutsche hatte sich im Viertelfinal mit 6:4, 6:4 gegen den Australier Alex de Minaur durchgesetzt.
Auch gegen Davidovich Fokina findet Zverev zunächst gute Lösungen. Er setzt seinen Gegner mit kraftvollen Aufschlägen unter Druck und versucht, die Ballwechsel mit präzisen Grundschlägen zu bestimmen.
Der Spanier hält jedoch dagegen. Seine Beweglichkeit und seine variantenreichen Schläge sorgen immer wieder für schwierige Situationen.
Nach einem ausgeglichenen Satz gelingt Zverev die entscheidende Wende zum 7:5. Damit scheint er seinem zweiten Shanghai-Final nach 2019 näherzukommen.
Davidovich Fokina steigert sich deutlich
Im zweiten Durchgang verändert sich das Spielgeschehen. Davidovich Fokina agiert entschlossener, verteidigt hervorragend und setzt Zverev besonders mit seiner Rückhand unter Druck.
Der Deutsche verliert zunehmend die Kontrolle über längere Ballwechsel.
Besonders sehenswert ist ein Rückhand-Passierball des Spaniers aus vollem Lauf. Davidovich Fokina nutzt seine Möglichkeiten und gleicht mit 6:4 zum 1:1 nach Sätzen aus.
Im entscheidenden Durchgang profitiert der Weltranglisten-26. früh von einem Doppelfehler Zverevs und schafft das wichtige Break.
Anschliessend verteidigt er seinen Vorsprung konsequent. Nach zwei Stunden und sechs Minuten verwandelt er den entscheidenden Punkt zum 6:3.
Für Davidovich Fokina ist es erst der zweite Sieg gegen Zverev im achten direkten Duell.
Der Deutsche spricht über körperliche Belastung
Nach dem Ausscheiden verweist Zverev auf sein intensives Wettkampfprogramm.
Seit den US Open absolvierte er zahlreiche Partien und trat unter anderem beim Laver Cup sowie in Peking an, bevor er nach Shanghai reiste.
Bereits während des Turniers hatte der Deutsche mit Beschwerden am Knöchel zu kämpfen.
Nach dem Halbfinal erklärt er, dass sich Müdigkeit und kleinere Verletzungsprobleme bemerkbar gemacht hätten.
Zverev kündigt deshalb an, seine körperliche Verfassung vor dem nächsten geplanten Turniereinsatz in Wien sorgfältig zu beurteilen.
Seine Niederlage schmälert dennoch nicht die Leistungen der bisherigen Saison. Mit den Titeln bei den French Open und den US Open gelangen ihm zwei bedeutende Grand-Slam-Erfolge.
Nummer eins zum Jahresende ist bereits sicher
Für Zverev bedeutet das Halbfinal-Aus eine sportliche Enttäuschung, nicht aber den Verlust seiner wichtigsten Jahresleistung.
Schon vor der entscheidenden Turnierphase stand fest, dass er die Saison 2026 an der Spitze der ATP-Weltrangliste abschliessen wird.
Dazu trugen das vorzeitige Saisonende von Jannik Sinner sowie das frühe Ausscheiden von Carlos Alcaraz in Shanghai bei.
Bereits zuvor hatten die Entwicklungen im Kampf um die Weltranglistenspitze Zverevs historische Ausgangslage bestätigt.
Der 29-Jährige wird damit erstmals als Nummer eins der Welt ein Tennisjahr abschliessen.
Jodar bezwingt auch Medwedew
Im zweiten Halbfinal gelingt Rafael Jodar die nächste Überraschung.
Der erst 20-jährige Spanier setzt sich gegen Daniil Medwedew mit 6:3, 6:4 durch und erreicht seinen ersten Final auf Masters-1000-Stufe.
Jodar überzeugt mit druckvollen Schlägen und behält insbesondere in wichtigen Spielsituationen die Kontrolle.
Sein Aufstieg gehört zu den bemerkenswerten Entwicklungen der laufenden Saison. Zu Jahresbeginn stand er noch ausserhalb der ersten 150 Spieler der Weltrangliste.
Nun fordert er seinen Landsmann Davidovich Fokina im Kampf um den Shanghai-Titel.
Zwei Spanier kämpfen um den Titel
Für Davidovich Fokina ist es der zweite Masters-1000-Final seiner Karriere. Bereits 2022 stand er in Monte Carlo im Endspiel, unterlag damals jedoch Stefanos Tsitsipas.
In Shanghai hat er mehrfach seine Widerstandsfähigkeit bewiesen. Gegen Frances Tiafoe und Hubert Hurkacz setzte er sich in Entscheidungssatz-Tiebreaks durch.
Vor seinem Halbfinalerfolg gegen Zverev hatte der Spanier bereits neun Partien in China hintereinander gewonnen, einschliesslich seines Turniersiegs in Chengdu.
Am Sonntag, 18. Oktober, treffen nun zwei Spieler aufeinander, die den grössten Titel ihrer bisherigen Karriere anstreben.
Für die Schweizer Tennisfans wird der Saisonendspurt anschliessend besonders interessant: Vom 24. Oktober bis 1. November finden in Basel die Swiss Indoors statt.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert