FIGC-Chaos wie in einer Bananenrepublik: Malagò wird sein eigener Kommissär
von belmedia Redaktion Allgemein Europa Fussball Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Schweiz Serie A soccer.ch Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Der italienische Fussball liefert derzeit ein institutionelles Schauspiel, das selbst für seine traditionell komplizierten Machtstrukturen ungewöhnlich wirkt. Die FIGC wurde vom CONI kommissarisch gestellt – und ausgerechnet Giovanni Malagò, der bisherige Präsident des Verbandes, wurde zum ausserordentlichen Kommissär ernannt. Nun soll Malagò die Neuwahl organisieren und hat bereits deutlich gemacht, dass er selbst wieder für das Präsidentenamt bereitsteht. Auslöser der Krise war Malagòs fehlendes Tesseramento zum Zeitpunkt seiner Kandidatur für das FIGC-Präsidium. Obwohl er am 22. Juni mit 68,58 Prozent der Stimmen gewählt worden war, entwickelte sich daraus ein monatelanger Machtkampf zwischen FIGC, CONI und Teilen der Sportpolitik. Am Ende entschied das CONI einstimmig, den Verband zu kommissarisieren und Malagò selbst mit der Führung bis zur Neuwahl zu betrauen. Was sich über Wochen abgespielt hat, erinnert in seiner Absurdität eher an Zustände, die man polemisch mit einer Bananenrepublik verbindet, als an die Führung einer der grössten Fussballnationen Europas. Das Paradoxon ist offensichtlich: Ein Präsident verliert infolge einer formalen Krise sein Amt, wird unmittelbar danach zum Kommissär derselben Organisation ernannt und soll nun jene Wahl organisieren, bei der er selbst wieder antreten kann.
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