Bertola und Brunold im Hauptfeld – fünf Schweizer in Basel

Die Swiss Indoors Basel erleben einen erfreulichen Schweizer Auftakt. Rémy Bertola gewinnt das Qualifikationsduell gegen Mika Brunold mit 7:6 (7:5), 6:4 und steht zum zweiten Mal hintereinander im Hauptfeld. Doch auch der unterlegene Brunold darf jubeln: Der 22-Jährige rückt als Lucky Loser nach. Damit kämpfen erstmals seit 2009 wieder fünf Schweizer im Einzel-Hauptfeld des ATP-500-Turniers.

Der 28-jährige Tessiner Bertola setzt sich am Sonntag auf dem Center Court in zwei Sätzen durch. Nach einem umkämpften ersten Durchgang entscheidet er das Tiebreak mit 7:5 für sich. Im zweiten Satz genügt ihm ein Aufschlagdurchbruch zum 6:4. Brunold erhält trotz der Niederlage eine zweite Chance, weil Alexander Bublik, Alejandro Davidovich Fokina und Stefanos Tsitsipas verletzungs- beziehungsweise krankheitsbedingt absagen müssen.

Neben Bertola und Brunold stehen Stan Wawrinka, Dominic Stricker und Jérôme Kym im Hauptfeld. Bereits am Montag, 26. Oktober, eröffnet Brunold gegen Nuno Borges seine Turnierwoche. Am Abend trifft Stricker auf Casper Ruud. Bertola spielt frühestens am Dienstag gegen Denis Shapovalov. Die zusätzlichen Schweizer Teilnehmer sorgen beim traditionellen Basler Hallenturnier für besondere Aufmerksamkeit.

NACHRICHTENTICKER.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Qualifikationsfinal: Bertola besiegt Brunold 7:6 (7:5), 6:4.
Lucky Loser: Brunold rückt nach mehreren Absagen ins Hauptfeld.
Schweizer Teilnehmer: Wawrinka, Stricker, Kym, Bertola und Brunold.
Weltrangliste: Brunold ATP 195, Bertola ATP 219.
Turnier: Swiss Indoors Basel, 26. Oktober bis 1. November.
Was das bedeutet
Beide Schweizer Qualifikanten erhalten die Gelegenheit, sich auf ATP-500-Niveau zu beweisen und wichtige Weltranglistenpunkte zu sammeln. Brunold könnte bereits im Achtelfinal auf Dominic Stricker treffen. Für Bertola wartet mit Denis Shapovalov eine anspruchsvolle erste Aufgabe.

Bertola gewinnt das Schweizer Duell

Für Rémy Bertola wird Basel zunehmend zu einem besonderen Ort seiner Karriere.

Bereits 2025 hatte sich der Tessiner erfolgreich durch die Qualifikation gespielt. Nun wiederholt er diesen Erfolg und bleibt dabei erneut ohne Satzverlust.

Am Samstag bezwingt er zunächst Jakub Paul mit 6:2, 6:1. Einen Tag später erweist sich Mika Brunold als deutlich schwierigere Aufgabe.

Der erste Satz entwickelt sich zu einem ausgeglichenen Duell, das Bertola erst im Tiebreak entscheidet.

Im zweiten Durchgang spielt er konzentriert weiter und sichert sich mit einem Break den entscheidenden Vorteil.

Brunold profitiert von prominenten Absagen

Für Mika Brunold scheint der Traum vom Hauptfeld zunächst geplatzt zu sein. Wenige Stunden nach der Niederlage folgt jedoch die erfreuliche Nachricht.

Mehrere prominente Spieler können in Basel nicht antreten. Alexander Bublik leidet unter Knieproblemen, Alejandro Davidovich Fokina fehlt krankheitsbedingt und Stefanos Tsitsipas muss wegen Schulterbeschwerden verzichten.

Dadurch werden zusätzliche Plätze für Lucky Loser frei.

Brunold hatte bereits am Samstag mit einem bemerkenswerten 7:6-, 7:6-Erfolg gegen den Portugiesen Jaime Faria überzeugt.

Zudem reist er mit Selbstvertrauen nach Basel. Erst eine Woche zuvor gewann er das Challenger-Turnier im französischen Roanne.

Zwei anspruchsvolle Erstrundengegner

Brunold trifft am Montag auf Nuno Borges. Der Portugiese steht auf Rang 52 der Weltrangliste und verfügt über deutlich mehr Erfahrung auf der ATP-Tour.

Die Partie ist auf dem IWB Court 1 angesetzt und beginnt nicht vor 13.30 Uhr.

Bertola bekommt es mit Denis Shapovalov zu tun. Der kanadische Linkshänder, aktuell ATP 47, gehört seit Jahren zu den etablierten Spielern auf der Tour.

Für den Tessiner bietet sich damit eine ausgezeichnete Gelegenheit, sich vor heimischem Publikum mit einem bekannten internationalen Gegner zu messen.

Fünf Schweizer erstmals seit 2009

Die Vergabe der Schweizer Wildcards hatte bereits Stan Wawrinka, Dominic Stricker und Jérôme Kym einen Platz im Hauptfeld gesichert.

Mit Bertola und Brunold erhöht sich die Zahl auf fünf.

Dominic Stricker spielt am Montagabend nicht vor 20 Uhr gegen Casper Ruud. Stan Wawrinka trifft am Dienstag bei seinem letzten Profiturnier auf Jiří Lehečka.

Jérôme Kym beginnt seine Turnierwoche gegen den Franzosen Arthur Rinderknech.

Auch für die weitere Turnierphase eröffnen sich interessante Möglichkeiten: Gewinnen Brunold und Stricker ihre Auftaktspiele, treffen sie im Achtelfinal direkt aufeinander.

Basel verbindet Abschied und Neubeginn

Der 55. Ausgabe der Swiss Indoors kommt eine besondere Bedeutung zu.

Während der 41-jährige Wawrinka seine erfolgreiche Karriere beendet, erhalten jüngere Schweizer Spieler die Möglichkeit, auf der grossen Bühne auf sich aufmerksam zu machen.

Am Montag um 18 Uhr wird Wawrinka in der St. Jakobshalle offiziell geehrt.

Für Bertola und Brunold beginnt gleichzeitig eine neue sportliche Herausforderung. Beide können mit einem erfolgreichen Auftritt einen weiteren Schritt auf der internationalen Tennistour machen.

AKTUELLER STAND
Swiss Indoors Basel 2026 – 1. Runde
26. Oktober 2026 · ATP 500 · Alle 16 Begegnungen
Spieler 1 Spieler 2
Ben Shelton Aleksandar Kovacevic
Jérôme Kym (SUI) Arthur Rinderknech
Daniel Altmaier Juan Manuel Cerúndolo
Stan Wawrinka (SUI) Jiří Lehečka
Novak Djokovic Ugo Humbert
Yannick Hanfmann Jan-Lennard Struff
Mika Brunold (SUI) Nuno Borges
Dominic Stricker (SUI) Casper Ruud
Hubert Hurkacz Zizou Bergs
Holger Rune Quentin Halys
Valentin Vacherot Mariano Navone
Alejandro Tabilo Rafael Jódar
Taylor Fritz Rinky Hijikata
Rémy Bertola (SUI) Denis Shapovalov
Alex Michelsen Botic van de Zandschulp
Giovanni Mpetshi Perricard Arthur Fils

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert