Ronaldo fordert harte Konsequenzen nach geschmacklosen Jota-Gesängen
von belmedia Redaktion Allgemein Europa Fussball International Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Schweiz soccer.ch Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Cristiano Ronaldo hat sich nach geschmacklosen Gesängen gegen Rúben Neves deutlich zu Wort gemeldet. Fans von Al-Taawoun hatten während des Spiels gegen Al-Hilal den Namen des verstorbenen Diogo Jota skandiert, worauf Ronaldo lebenslange Stadionverbote für die beteiligten Anhänger forderte.
Die Szene ereignete sich beim 6:0-Auswärtssieg von Al-Hilal bei Al-Taawoun. Als die Jota-Rufe von den Rängen zu hören waren, reagierte Neves sichtbar und deutete zunächst auf sein Auge und danach in Richtung Himmel. Der portugiesische Mittelfeldspieler war mit Jota eng befreundet und hatte bei dessen Beerdigung zu den Sargträgern gehört.
Inzwischen hat auch der saudi-arabische Fussballverband reagiert. Al-Taawoun muss seine nächsten beiden Heimspiele der Saudi Pro League ohne Zuschauer austragen und wurde mit 100’000 Saudi-Riyal gebüsst. Ronaldo hatte zuvor öffentlich erklärt, dass solches Verhalten für ihn die Grenzen des Fussballs überschreite.
Ronaldo fordert lebenslange Stadionverbote
Der 41-Jährige äusserte sich unter einem auf Instagram verbreiteten Video der Vorfälle. Ronaldo forderte die Verantwortlichen der Liga zum Handeln auf und machte deutlich, dass Anhänger, die sich entsprechend verhalten, seiner Ansicht nach dauerhaft aus den Stadien ausgeschlossen werden sollten.
Der Vorfall erhielt zusätzliche Brisanz durch die enge Verbindung zwischen Rúben Neves und Diogo Jota. Beide spielten gemeinsam für Wolverhampton Wanderers und die portugiesische Nationalmannschaft. Nach Jotas Tod im Sommer 2025 gehörte Neves zu den engsten Freunden des früheren Liverpool-Stürmers, die bei der Trauerfeier eine zentrale Rolle einnahmen.
Jota und sein Bruder André Silva waren bei einem Autounfall in Spanien ums Leben gekommen. Der Tod des portugiesischen Nationalspielers hatte weltweit grosse Anteilnahme ausgelöst.
Verband bestraft Al-Taawoun
Der Disziplinar- und Ethikausschuss des saudi-arabischen Fussballverbandes entschied wenige Tage nach dem Spiel, Al-Taawoun mit zwei Heimspielen unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu bestrafen.
Zusätzlich wurde eine Busse von 100’000 Riyal ausgesprochen. Der Verband begründete die Sanktion damit, dass Anhänger des Klubs Gesänge angestimmt hätten, die gegen die geltenden Disziplinar- und Ethikbestimmungen verstossen.
Damit reagierten die Verantwortlichen vergleichsweise rasch auf die Vorfälle. Die von Ronaldo geforderten lebenslangen individuellen Stadionverbote wurden allerdings nicht ausgesprochen.
Ronaldo vor nächstem Einsatz mit Portugal
Sportlich richtet sich Ronaldos Fokus inzwischen wieder auf die portugiesische Nationalmannschaft. Portugal startet am Donnerstag, 24. September, gegen Wales in die neue Nations-League-Kampagne. Drei Tage später folgt das Auswärtsspiel in Norwegen.
Ronaldo bleibt dabei auch mit 41 Jahren Teil des portugiesischen Kaders. Erst vor wenigen Tagen hatten wir über seine erneute Nomination für Portugals Nationalmannschaft berichtet.
Auf Klubebene steht der Al-Nassr-Stürmer derzeit bei 979 offiziellen Karrieretoren. Die Marke von 1000 Treffern bleibt damit eines der grossen persönlichen Ziele des Portugiesen in den kommenden Monaten.
- Al-Taawoun muss zwei Heimspiele der Saudi Pro League ohne Zuschauer austragen.
- Der Klub wurde zusätzlich mit 100’000 Saudi-Riyal gebüsst.
- Ronaldo hatte lebenslange Stadionverbote für die beteiligten Anhänger gefordert.
- Portugal trifft am 24. September in der Nations League auf Wales.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert