Rangers holen Kelsy für rund CHF 9.8 Millionen – Sturmtalent kommt aus der MLS

Die Glasgow Rangers haben am letzten Tag des schottischen Transferfensters noch einmal kräftig investiert. Der 22-jährige venezolanische Nationalstürmer Kevin Kelsy wechselt von den Portland Timbers nach Schottland. Der Angreifer unterschreibt bei Rangers einen Vierjahresvertrag mit Option auf eine weitere Saison. Medienberichten zufolge beträgt die Ablöse umgerechnet rund CHF 9.8 Millionen.

Damit gehört Kelsy zu den teuersten Verpflichtungen in der Geschichte des schottischen Traditionsclubs. Rangers reagiert mit dem Transfer auf den Wunsch nach zusätzlicher Durchschlagskraft im Angriff und setzt dabei bewusst auf einen Spieler, dessen Entwicklung noch längst nicht abgeschlossen sein dürfte.

Für Kelsy bedeutet der Wechsel gleichzeitig die Rückkehr nach Europa. Der 1,93 Meter grosse Mittelstürmer spielte bereits für Schachtar Donezk in der Ukraine, bevor seine Karriere ihn in die Major League Soccer führte.

Neun Tore in der laufenden MLS-Saison

Kelsy wechselte Anfang 2025 von Schachtar Donezk zu den Portland Timbers. In den USA entwickelte er sich schnell zu einem wichtigen Offensivspieler.

Nach Angaben seines bisherigen Clubs erzielte der Venezolaner seit seiner Ankunft in Portland 16 Tore und bereitete sechs weitere Treffer vor. Besonders stark verlief die aktuelle Saison: In 20 Einsätzen kam Kelsy auf neun Tore und vier Assists und war damit bester Torschütze der Timbers.

Portland bestätigte gleichzeitig, dass der Club bei einem späteren Weiterverkauf des Stürmers finanziell beteiligt sein wird.

Kelsy bringt für sein Alter bereits internationale Erfahrung mit. Seine Profikarriere begann bei Mineros de Guayana in Venezuela. Anschliessend wechselte er zunächst nach Uruguay zu Boston River, ehe Schachtar Donezk den damals noch sehr jungen Stürmer nach Europa holte.

Champions-League-Tor noch als Teenager

Bei Schachtar machte Kelsy bereits früh international auf sich aufmerksam. In der Champions League traf er als Teenager gegen den FC Porto – nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung bei seinem Debüt in diesem Wettbewerb.

2024 wurde er an den FC Cincinnati ausgeliehen. Anschliessend sicherte sich Portland seine Dienste definitiv.

Nun folgt mit Rangers der nächste grosse Schritt. Trainer Derek McInnes bezeichnete Kelsy bei dessen Präsentation als spannenden Spieler mit zahlreichen Qualitäten. Besonders überzeugt habe den Rangers-Coach der Wille des Venezolaners, sich weiterzuentwickeln und möglichst schnell Einfluss auf die Mannschaft zu nehmen.

Rangers investiert kräftig in den Angriff

Die Verpflichtung besitzt auch deshalb besondere Bedeutung, weil Rangers in der Scottish Premiership erneut den Kampf mit Erzrivale Celtic aufnehmen will.

Mit einer Ablöse von umgerechnet rund CHF 9.8 Millionen ist Kelsy ein beträchtliches Investment. Dafür bekommen die Schotten einen 22-jährigen Nationalstürmer, der körperliche Präsenz, Tempo und Entwicklungspotenzial miteinander verbindet.

Der 1,93 Meter grosse Angreifer kann als klassischer Mittelstürmer eingesetzt werden, zeigte in der MLS aber auch, dass er sich aktiv ins Kombinationsspiel einschalten und Räume attackieren kann.

Der schottische Fussball besitzt auch aus Schweizer Sicht interessante Verbindungen. So spielte Albian Ajeti mehrere Jahre beim Rangers-Rivalen Celtic Glasgow. Mehr dazu im Beitrag über Albian Ajetis Wechsel vom FC Basel zum FC Lugano.

Kelsy beginnt sein zweites Europa-Abenteuer

Für Kelsy ist der Wechsel nach Glasgow ein weiterer grosser Schritt in einer noch jungen Karriere. Nach Venezuela, Uruguay, der Ukraine und den USA versucht er sich nun erstmals im britischen Fussball.

Bei Rangers wird der Druck deutlich grösser sein als zuletzt in Portland. Der Traditionsclub erwartet Titel, Siege gegen Celtic und erfolgreiche Auftritte in den europäischen Wettbewerben.

Genau dafür wurde Kelsy verpflichtet. Rangers investiert rund CHF 9.8 Millionen in einen Stürmer, der trotz seines jungen Alters bereits mehrere internationale Stationen hinter sich hat und in der MLS zuletzt regelmässig getroffen hat.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
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