RAV Obwalden Nidwalden feiert 30 Jahre Zusammenarbeit auf dem Arbeitsmarkt
von belmedia Redaktion Allgemein Arbeitswelt Behörden Beruf Beschäftigung Bildung & Arbeit Business business24.ch businessaktuell.ch Dienstleistungen Digitalisierung Events Experten Innovation Karriere Magazine nachrichtenticker.ch News Nidwalden Obwalden Organisationen Orte Personal Regionen Schweiz Schweiz Service Städte Strategie Themen Ⳇ Verbreitung
Das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Obwalden Nidwalden besteht seit 30 Jahren. Das Jubiläum der schweizweit einzigartigen Zusammenarbeit zweier Kantone wurde kürzlich in schlichtem Rahmen gefeiert. Obwalden und Nidwalden ziehen eine positive Bilanz und wollen die bewährte Zusammenarbeit auch angesichts künftiger Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt fortsetzen.
Seit 30 Jahren betreiben Obwalden und Nidwalden ein gemeinsames Regionales Arbeitsvermittlungszentrum – kurz RAV. Damit gingen die beiden Kantone damals einen schweizweit einmaligen Weg, der sich bis heute bewährt hat. Das 30-jährige Bestehen wurde am 4. September 2026 in Hergiswil im Rahmen einer schlichten Feier gewürdigt.
Doch zunächst ein Blick zurück: Mit der Revision des eidgenössischen Arbeitslosenversicherungsgesetzes wurden die Kantone Mitte der Neunzigerjahre verpflichtet, professionell geführte Arbeitsvermittlungszentren aufzubauen. Obwalden und Nidwalden entschieden sich als einzige Kantone, diese Aufgabe gemeinsam wahrzunehmen. Am 1. September 1996 nahm das RAV Obwalden Nidwalden in Hergiswil mit acht Mitarbeitenden seinen Betrieb auf. Drei Jahre später folgte die gemeinsame Arbeitslosenkasse (ALK), später die gemeinsame Fachstelle für arbeitsmarktliche Massnahmen (LAM). Heute beschäftigt das RAV alleine 17 Mitarbeitende.
Obwalden und Nidwalden verfügen seit Jahren über einen vergleichsweise starken Arbeitsmarkt und gehören regelmässig zu den Kantonen mit den tiefsten Arbeitslosenquoten. Das gemeinsame RAV trägt in diesem Umfeld dazu bei, Stellensuchende möglichst rasch wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. „Dass unsere beiden Kantone im interkantonalen Vergleich gute Zahlen aufweisen, verdanken wir den Mitarbeitenden des RAV“, betont Monika Brunner, Präsidentin der Aufsichtskommission des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums, und ergänzt: „Die Zusammenarbeit zwischen Obwalden und Nidwalden ist wichtig. Sie ermöglicht es dem RAV, Fachwissen zu bündeln und Lösungen für eine grössere Anzahl Stellensuchender zu organisieren. Auf dieses Erfolgsmodell dürfen wir stolz sein.“
Dabei haben sich die Rahmenbedingungen für das RAV in den vergangenen drei Jahrzehnten gewandelt. Stand zu Beginn die Vermittlung von Stellensuchenden im Vordergrund, sind die Anforderungen heute vielfältiger. Dazu gehören eine stärker individualisierte Beratung, gezielte Förderung der Arbeitsmarktfähigkeit, eine nähere Zusammenarbeit mit Arbeitgebern aufgrund der Stellenmeldepflicht und der Einsatz arbeitsmarktlicher Integrationsmassnahmen.
Gleichzeitig prägen die Digitalisierung, neue Berufsbilder und zunehmend komplexere Fälle heute die Stellensuche. Das RAV muss laufend auf neue Entwicklungen reagieren. „Das Anforderungsprofil einer RAV-Beratungsperson umfasst längst nicht mehr nur fundierte Arbeitsmarktkenntnisse, sondern auch sozialversicherungsrechtliches Wissen, ein gutes Verständnis für psychosoziale Fragestellungen sowie ausgeprägte Beratungs- und Coachingkompetenzen und eine verlässliche Kommunikation“, hält Ivo Fuchs, seit 2022 Leiter des RAV Obwalden Nidwalden, fest. „Wir wollen mehr Zeit für die individuelle Beratung und Kontakte zu Arbeitgebenden einsetzen, neue digitale Instrumente einführen, und gleichzeitig gilt es, den eigentlichen Gesetzesauftrag nicht zu vernachlässigen und die Vorgaben des Bundes zu erfüllen. Das ist im Alltag ein anspruchsvolles Spannungsfeld.“ Gleichwohl ist Ivo Fuchs überzeugt, dass die beiden Kantone und das RAV auch kommende Herausforderungen meistern werden.
Das 30-Jahr-Jubiläum vom vergangenen Freitag bot Gelegenheit, den Mitarbeitenden, ehemaligen und heutigen Mitgliedern der Aufsichtskommission sowie der Geschäftsleitung, aber auch Vertreterinnen und Vertretern der Regierungen und der zuständigen parlamentarischen Kommissionen für ihren Beitrag zur 30-jährigen Zusammenarbeit zu danken. Obwalden und Nidwalden wollen diesen gemeinsamen Weg auch in Zukunft erfolgreich fortsetzen.
Foto: Feiern 30 Jahre RAV Obwalden Nidwalden (von links): Claudia Bättig, Leiterin Arbeitsamt Nidwalden, Marius Küchler, Vorsteher Volkswirtschaftsdepartement Obwalden, Jennifer Aregger, Leiterin Amt für Arbeit Obwalden, Monika Brunner, Präsidentin der Aufsichtskommission, Othmar Filliger, Nidwaldner Volkswirtschaftsdirektor, Barbara König, Leiterin der Arbeitslosenkasse und Ivo Fuchs, Leiter des RAV.
Quelle: Kanton Obwalden / Kanton Nidwalden
Bildquelle: Melinda Blättler