Schweiz oder Italien? – Nati-Talent Alessandro Romano steht vor grosser Entscheidung

Die Schweiz und Italien kämpfen um eines der spannendsten jungen Mittelfeldtalente der Serie A. Alessandro Romano ist 20 Jahre alt, in Winterthur geboren, besitzt beide Staatsbürgerschaften und hat seine gesamte bisherige Nationalmannschaftskarriere für die Schweiz absolviert. Nun steht der Cagliari-Profi vor einer schwierigen Entscheidung: Murat Yakin und Italiens Nationaltrainer Roberto Mancini wollen ihn für ihre A-Nationalmannschaften gewinnen.

Entschieden ist entgegen anderslautenden Berichten aus Italien noch nichts. Romano bestätigte selbst, dass er seine Wahl getroffen haben könnte, diese aber vorerst für sich behält. Entscheidend dürften die bevorstehenden Aufgebote für die Nations League werden.

Von Winterthur über Rom nach Cagliari

Romano wurde am 17. Juni 2006 in Winterthur geboren und begann beim FC Winterthur mit dem Fussball. 2022 wechselte er in die Nachwuchsabteilung der AS Roma und entwickelte sich dort zu einem der auffälligsten Talente seines Jahrgangs.

Nach seinem Serie-A-Debüt für die Roma und einer Leihe zu Spezia wechselte der zentrale Mittelfeldspieler im Sommer 2026 zu Cagliari. Dort gelang ihm ein Traumstart.

Bei seinem ersten Serie-A-Einsatz von Beginn an erzielte Romano gegen Parma den entscheidenden Treffer zum 1:0. Auch beim anschliessenden Spiel gegen Inter Mailand überzeugte er. Spätestens damit geriet er auch bei der italienischen Nationalmannschaft verstärkt ins Blickfeld.

Mancini und Yakin beobachten Romano persönlich

Italiens Nationaltrainer Roberto Mancini und Murat Yakin haben Romano bereits persönlich im Stadion beobachtet. Nach eigenen Angaben empfindet der 20-Jährige das Interesse beider Nationaltrainer als grosse Ehre.

Romano kennt den Schweizer Fussball bestens. Von der U16 bis zur U20 lief er für die Schweizer Nachwuchsauswahlen auf und trug dabei zeitweise sogar die Captainbinde.

Gleichzeitig besitzt er starke familiäre Verbindungen nach Italien. Seine Familie ist italienischer Herkunft, sein Vater hat neapolitanische Wurzeln, seine Mutter stammt aus Lecce. Romano lebt und spielt zudem bereits seit mehreren Jahren in Italien.

Noch keine definitive Zusage an Italien

Italienische Medien hatten zuletzt berichtet, Romano habe Mancini bereits seine Bereitschaft signalisiert und tendiere zu den Azzurri. Romano selbst stellte die Situation inzwischen deutlich vorsichtiger dar.

Er habe klare Vorstellungen, wolle seine Entscheidung derzeit aber noch nicht öffentlich machen. Zunächst werde er abwarten, welche Einladungen für die kommenden Länderspiele tatsächlich eintreffen.

Auch sein Vater Umberto Romano betonte, dass die Entscheidung erst dann konkret werde, wenn eine Berufung einer der beiden A-Nationalmannschaften vorliege.

Für die Schweiz wäre ein Verlust schmerzhaft

Für Murat Yakin geht es dabei nicht nur um einen einzelnen Nachwuchsspieler. Die Schweizer Nationalmannschaft befindet sich nach der Weltmeisterschaft in einer Phase des Umbruchs. Mit Silvan Widmer hat erst kürzlich ein langjähriger Nationalspieler nach 65 Einsätzen seinen Rücktritt aus der Nati erklärt.

Junge Spieler, die bereits in europäischen Topligen regelmässig zum Einsatz kommen, gewinnen dadurch zusätzlich an Bedeutung.

Romano wäre genau ein solcher Kandidat. Der technisch starke Linksfuss kann vor der Abwehr oder als Achter eingesetzt werden und überzeugt mit Spielübersicht, Pässen in die Tiefe und seinem Distanzschuss.

Nun dürfte es nur noch wenige Wochen dauern, bis aus dem Werben eine Entscheidung wird. Für Romano stehen zwei Türen offen – jene der Schweiz und jene Italiens. Durch welche er gehen wird, bleibt vorerst sein Geheimnis.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert