Keasse Bah wechselt von Stade-Lausanne-Ouchy zu Dynamo Kiew – Millionen-Transfer!

Stade-Lausanne-Ouchy verliert einen seiner auffälligsten Offensivspieler. Keasse Bah verlässt den Challenge-League-Club und wechselt zu Dynamo Kiew. Der ukrainische Traditionsverein hat den Transfer des 21-jährigen Ivorers inzwischen offiziell bestätigt. Bah unterschreibt einen Vertrag über fünf Jahre und wird bei seinem neuen Club mit der Rückennummer 42 auflaufen.

Für SLO ist der Abgang sportlich empfindlich, finanziell aber ein bemerkenswerter Erfolg. Eine offizielle Ablösesumme nannten die beiden Vereine nicht. Medienberichten zufolge liegt der garantierte Betrag bei mehr als einer Million Franken und kann mit Bonuszahlungen möglicherweise bis in die Nähe von zwei Millionen Franken steigen.

Damit gehört der Transfer zu den aussergewöhnlichsten Geschäften, die ein Challenge-League-Club in den vergangenen Jahren abgeschlossen hat.

Zwölf Tore in 44 Spielen für Stade-Lausanne-Ouchy

Bah war erst im Sommer 2025 vom armenischen FC Ararat nach Lausanne gewechselt. Dort entwickelte sich der schnelle Flügelspieler innerhalb kurzer Zeit zu einem der gefährlichsten Offensivspieler der Mannschaft.

Dynamo Kiew gibt seine Bilanz bei SLO mit insgesamt 44 Pflichtspielen, zwölf Toren und fünf Assists an. Schon in der vergangenen Saison gelangen ihm acht Treffer und vier Vorlagen in Challenge League und Schweizer Cup.

Besonders stark begann der 21-Jährige die neue Spielzeit. In fünf Einsätzen erzielte er bereits vier Tore und bereitete einen weiteren Treffer vor.

Sein Tempo ist eine seiner auffälligsten Eigenschaften. Bah selbst erklärte nach der Vertragsunterzeichnung in Kiew, dass gerade seine Geschwindigkeit für gegnerische Mannschaften zur Gefahr werden könne.

Dynamo statt St. Gallen

Bah hatte mit seinen Leistungen auch Interesse innerhalb der Schweiz geweckt. Nach Informationen von Blick beschäftigte sich der FC St. Gallen intensiv mit dem Flügelspieler.

Finanziell konnte oder wollte der Super-League-Club jedoch nicht mit dem Angebot aus Kiew mithalten. Dynamo setzte sich schliesslich im Rennen um den 21-Jährigen durch.

Für Bah bedeutet der Wechsel einen grossen Schritt. Dynamo Kiew gehört zu den traditionsreichsten Clubs Osteuropas und verfügt über regelmässige Erfahrung in europäischen Wettbewerben.

Der Ivorer bezeichnete die Entscheidung für Dynamo als nicht einfach, verwies aber auf die grosse Geschichte seines neuen Vereins.

SLO verliert seinen Unterschiedsspieler

Für Stade-Lausanne-Ouchy kommt der Transfer mitten in einem starken Saisonstart. Die Waadtländer stehen nach sechs Spielen mit 14 Punkten an der Spitze der Challenge League.

Dass Bah beim 3:0 gegen Etoile Carouge bereits fehlte, machte sich zumindest im Resultat nicht bemerkbar. Dennoch verliert SLO mit ihm einen Spieler, der einzelne Partien mit seinem Tempo und seinen Dribblings entscheiden konnte.

Gleichzeitig hat der Club seinen Kader unmittelbar nochmals ergänzt. Mehr zum jüngsten Neuzugang gibt es im Bericht über die Leihe von Ronaldo Dantas vom FC Luzern zu Stade-Lausanne-Ouchy.

Nächster erfolgreicher Verkauf für SLO

Auch wirtschaftlich setzt Stade-Lausanne-Ouchy damit eine bemerkenswerte Reihe fort. Der Club konnte in den vergangenen Jahren wiederholt Spieler günstig verpflichten, entwickeln und später gewinnbringend verkaufen.

Nun folgt mit Bah der nächste Transfer dieser Art – und möglicherweise einer der lukrativsten überhaupt.

Für den 21-Jährigen beginnt dagegen ein völlig neues Kapitel. Vor etwas mehr als einem Jahr spielte Bah noch in Armenien, anschliessend gelang ihm der Durchbruch in der Schweizer Challenge League. Jetzt erhält er bei Dynamo Kiew einen langfristigen Vertrag und die Chance, sich auf einer deutlich grösseren internationalen Bühne zu beweisen.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert