Zermatt Unplugged begeistert 35’000 Fans vor imposanter Matterhorn-Kulisse
von belmedia Redaktion Allgemein Draussen Events events24.ch Festivals Freizeit Frühling Jahreszeiten Konzerte Kultur Lifestyle Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Regionen Schweiz Themen Wallis Ⳇ Verbreitung
Frühlingssonne satt, akustische Musik pur und als Kulisse ein strahlendes Matterhorn: In den vergangenen fünf Tagen genossen über 35’000 Besucher zusammen mit Musikern aus aller Welt das 17. Zermatt Unplugged. In den vielfältigen Locations zwischen Dorf und Bergen gab es euphorische Festivalstimmung, andächtige Musikmomente und nächtlichen DJ Sound zu erleben.
Viele Jahre hatte das Festival darauf hingearbeitet, in diesem Jahr wurde es gleich doppelt wahr: Herbert Grönemeyer und Band spielten zwei Abende hintereinander ihre ganz spezielle Unplugged Show. Der deutsche Powermusiker, der just am heutigen Sonntag 70 Jahre alt wird, genoss spürbar jede Sekunde seiner jeweils über zweistündigen Auftritte und war ebenso wenig zu stoppen wie seine jubelnden Fans.
Frenetisch gefeiert wurden im Hauptzelt auch der stimmgewaltige Auftritt von Soul- und RnB-Ikone Emeli Sandé sowie das Zermatt-Unplugged-Revival von Tom Odell. Ob versunken am Klavier oder in Interaktion mit seiner multi-instrumental besetzten Band sprach der britische Künstler seinem Publikum mit „Best day of my Life“ oder „Don’t let me go“ buchstäblich aus der Seele. Das krönende Highlight am Samstagabend setzte die von den Festivalmachern ebenfalls lang ersehnte Liveshow von Placebo um Brian Molko und Stefan Olsdal. Ihre hymnischen Songs ergaben zusammen mit sanften Unplugged-Tönen ein einmaliges Konzerterlebnis.
Stars zum Anfassen
Die klare, melodische Stimme von Starsailor-Frontmann James Walsh, die freundschaftliche Zugewandtheit von Zermatt-Unplugged-Stammgast Rea Garvey, die authentische Musik von Mighty Oaks oder Kings of Convenience und Nick Mulveys Gitarrenklänge – in der intimen Clubatmosphäre des Vernissage waren die ganz besonderen Unplugged-Momente zu erleben. Ebenso wie in der Kapelle Winkelmatten mit den melancholischen Balladen von Isaac Gracie, im Heinz Julen Loft und an den Sunnegga-Konzerten in der nächtlichen Romantik der Berge.
Im Ronnie Scott’s Jazz Club wurde nach den offiziellen Jazz Sessions zu später Stunde noch gejammt. Künstler wie Matthew Mole aus Südafrika oder Noah Veraguth trafen hier auf die Schweizer Nachwuchstalente der Mountain Academy: KEZA, Elin, Milla, Nucya, Irikanto und Paolafuerte. Auch Emeli Sandé liess es sich nicht nehmen, mit den Ronnie Scott’s All Stars auf der Bühne zu jammen, ebenso wie Sorvina, Mathias Schenk, Leif Vollebekk, MT Jones und David Keenan.
Die Musik spüren
Die Neuheit des diesjährigen Festivals waren die „Music & Breath Experiences“, auf welche sich verschiedene Musiker gemeinsam mit einem kleinen Publikum einliessen. Das zusammen mit keur entwickelte Format „Connect“ liess alle Beteiligten in Sphären vordringen, welche bei einem herkömmlichen Konzertformat nicht erreichbar sind.
„Man nimmt die Musik und jeden noch so leisen Ton viel intensiver wahr, wenn man dabei bewusst atmet, die Augen schliesst und am Boden entspannt“, so die Erfahrung von Christoph Spicher, der das Programm und das Booking des Festivals leitet. „Dieses Format werden wir für die kommenden Festivals sicher weiterentwickeln.“
Treue Partner und herzlicher Empfang
„Wir hoffen von Herzen, dass sich das Publikum und die Musiker noch lange an dieses Festival erinnern werden“, sagt Geschäftsführer Rolf Furrer. „Wie immer gilt darum mein grösster Dank allen Helfern sowie den Sponsoren, Partnern und lokalen Leistungsträgern.“
Viel Lob gab es auch seitens der Acts: „In Zermatt kümmert man sich so herzlich um uns Künstler, das ist gar nicht selbstverständlich“, sagte etwa Ian Hooper von den Mighty Oaks am Konzert im Vernissage.
Die Sängerin Sorvina aus Berlin fasste es so zusammen: „Skifahren, Natur und Musik – wir alle erleben hier gemeinsam etwas wirklich Wunderbares. Ich würde nicht nur wiederkommen, sondern wäre glücklich, nie wieder wegzugehen.“
Quelle: Zermatt Unplugged
Bildquelle: VOLLTOLL/Jana Leu