Historischer Sieg: Servette-Frauen schlagen Leuven mit 5:1

Die Frauen von Servette Chênois schreiben Schweizer Fussballgeschichte. Der Meister feiert am Mittwochabend mit einem überzeugenden 5:1 gegen OH Leuven seinen ersten Sieg in der Women’s Champions League. Paola Hernández und Gloria Marinelli treffen jeweils doppelt, Joana Marchão setzt den Schlusspunkt. Nach zwei deutlichen Niederlagen gelingt den Genferinnen eine eindrückliche Reaktion.

Vor 3456 Zuschauern im Stade de Genève bringt Hernández die Gastgeberinnen bereits in der 16. Minute per Kopf in Führung. Marinelli erhöht mit zwei Treffern in der 38. und 44. Minute auf 3:0. Nach dem Seitenwechsel trifft Hernández erneut, ehe Jada Conijnenberg für Leuven verkürzt. Marchão stellt in der 83. Minute den Endstand her.

Für Servette ist es ein historischer Erfolg. Bei der ersten Champions-League-Teilnahme 2021 waren die Genferinnen noch ohne Punkt geblieben. Auch die aktuelle Ligaphase begann mit einem 0:8 gegen Lyon und einem 1:5 bei HB Køge. Nun holt die Mannschaft erstmals drei Punkte und verschafft sich vor den schwierigen Auswärtsspielen gegen die AS Roma und Barcelona neues Selbstvertrauen.

SOCCER.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Resultat: Servette Chênois – OH Leuven 5:1 (3:0).
Doppeltorschützinnen: Paola Hernández und Gloria Marinelli.
Historisch: Erster Champions-League-Sieg der Genferinnen.
Nächste Partie: Am 10. November auswärts gegen die AS Roma.
Was das bedeutet
Servette steht nach drei von sechs Begegnungen bei drei Punkten. Die Genferinnen geben den letzten Tabellenplatz ab und halten ihre Hoffnung auf die K.-o.-Phase am Leben. Dafür müssen sie weitere Punkte gegen starke internationale Gegnerinnen sammeln.

Hernández bringt Servette früh auf Kurs

Nach den beiden empfindlichen Niederlagen gegen Lyon und Køge beginnt Servette gegen den belgischen Meister wesentlich entschlossener.

Die Genferinnen setzen ihre Gegnerinnen früh unter Druck und kommen bereits nach einer Viertelstunde zum Führungstreffer.

Joana Marchão bringt einen Eckball präzise in den Strafraum. Am zweiten Pfosten steht Paola Hernández frei und köpft zum 1:0 ein.

Der Treffer gibt der Mannschaft zusätzliche Sicherheit. Servette übernimmt zunehmend die Kontrolle und kann das Spiel wesentlich aktiver gestalten als bei den bisherigen Champions-League-Auftritten.

Marinelli trifft zweimal vor der Pause

In der Schlussphase der ersten Halbzeit schlagen die Genferinnen erneut zu.

Gloria Marinelli erhöht in der 38. Minute auf 2:0. Nur sechs Minuten später trifft die Italienerin ein zweites Mal.

Mit der komfortablen 3:0-Führung geht Servette in die Kabine.

Die Schweizer Meisterinnen zeigen sich effizient und nutzen die Schwächen in der Defensive der Belgierinnen konsequent aus.

Besonders bemerkenswert ist die Reaktion nach den elf Gegentoren aus den ersten beiden europäischen Begegnungen.

Zweites Kopfballtor von Hernández

Auch nach dem Seitenwechsel bleibt Servette gefährlich.

In der 58. Minute erzielt Hernández ihren zweiten Treffer des Abends.

Wieder ist es ein Kopfball aus kurzer Distanz. Leuvens Torhüterin kann den Ball diesmal nicht entscheidend abwehren.

Mit dem 4:0 ist die Begegnung praktisch entschieden.

Die Genferinnen bewahren ihre offensive Ausrichtung, ohne dem Gegner längere Druckphasen zu ermöglichen.

Erst in der 82. Minute gelingt Jada Conijnenberg der Ehrentreffer zum 4:1.

Doch die Antwort folgt unmittelbar.

Marchão setzt den Schlusspunkt

Nur eine Minute nach dem Gegentor stellt Joana Marchão auf 5:1.

Die Portugiesin, die bereits das Führungstor vorbereitet hatte, krönt damit ihren starken Auftritt.

Leuven kann dem Tempo und der Entschlossenheit der Gastgeberinnen letztlich wenig entgegensetzen.

Nach dem Schlusspfiff feiern die Genferinnen ihren ersten Champions-League-Erfolg ausgelassen.

Die fünf Treffer sind zugleich ein deutliches Zeichen dafür, dass Servette auf internationaler Ebene konkurrenzfähig sein kann.

Von der historischen Qualifikation zum ersten Sieg

Der Erfolg gegen Leuven ist der nächste Meilenstein einer bemerkenswerten Entwicklung.

Servette hatte sich im September mit einem 3:0-Heimsieg gegen Sparta Prag für die Ligaphase qualifiziert. Zuvor war das Hinspiel in Tschechien mit 2:3 verloren gegangen.

Bereits damals hatte Marinelli getroffen, während Magdalena Sobal zwei Tore erzielte.

Mit dem entscheidenden 3:0 gegen Sparta Prag erreichten die Genferinnen zum zweiten Mal die Hauptphase des Wettbewerbs.

Fünf Jahre nach ihrer ersten Teilnahme folgt nun endlich der erste Sieg.

Der neue Modus lässt noch Chancen offen

Die Women’s Champions League wird mit 18 Mannschaften in einer gemeinsamen Ligaphase ausgetragen.

Jeder Club trifft auf sechs unterschiedliche Gegnerinnen, davon dreimal zu Hause und dreimal auswärts.

Die besten vier Teams erreichen direkt den Viertelfinal. Die Mannschaften auf den Rängen fünf bis zwölf bestreiten Play-offs um die vier verbleibenden Plätze.

Für Servette ist der Sieg deshalb auch tabellarisch wichtig.

Nach den ersten drei Begegnungen stehen drei Punkte zu Buche. Die Tordifferenz verbessert sich durch den Erfolg gegen Leuven auf minus acht.

Rom und Barcelona warten als Nächstes

Die kommenden Aufgaben werden allerdings erneut anspruchsvoll.

Am 10. November gastieren die Genferinnen bei der AS Roma. Neun Tage später folgt das Auswärtsspiel beim FC Barcelona.

Zum Abschluss der Ligaphase empfängt Servette am 16. Dezember Paris FC.

Gegen diese Gegnerinnen wird die Mannschaft ihre defensive Stabilität erneut unter Beweis stellen müssen.

Der historische Sieg gegen Leuven beweist jedoch, dass Servette nach Rückschlägen eine überzeugende Antwort geben kann.

AKTUELLER STAND
Servette Chênois – Champions League 2026/27
29. Oktober 2026 · Ligaphase · 3 von 6 Spielen absolviert
Datum Gegner Resultat
23.09. OL Lyonnes (H) 0:8
01.10. HB Køge (A) 1:5
28.10. OH Leuven (H) 5:1
10.11. AS Roma (A) –
19.11. FC Barcelona (A) –
16.12. Paris FC (H) –
Tore gegen OH Leuven
16. Paola Hernández 1:0
38. Gloria Marinelli 2:0
44. Gloria Marinelli 3:0
58. Paola Hernández 4:0
82. Jada Conijnenberg 4:1
83. Joana Marchão 5:1

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert