Schwaller triumphiert in Kanada – Schweizer Curling-Team gewinnt Grand Slam

Yannick Schwaller und sein Schweizer Curling-Team feiern beim Co-op Invitational in Victoria einen grossen Triumph. Die Weltranglistenersten bezwingen am Sonntag, 18. Oktober 2026, im Final das norwegische Team um Magnus Ramsfjell mit 7:3. Bereits nach dem dritten End führen die Schweizer mit 5:0. Für Schwaller ist es der zweite Grand-Slam-Titel seiner Karriere und ein weiterer Beweis für die aussergewöhnliche Stärke seines Quartetts.

Die Entscheidung fällt im Save-On-Foods Memorial Centre im kanadischen Victoria ungewöhnlich früh. Nachdem die Schweizer bereits im ersten End einen Stein gestohlen haben, gelingt ihnen im dritten Durchgang ein spektakulärer Vierersteal. Ramsfjell verpasst mit seinem letzten Stein die notwendige Präzision. Statt den Rückstand zu verkleinern, liegt Norwegen plötzlich 0:5 zurück. Nach sechs Ends geben die Norweger beim Stand von 3:7 auf.

Der Erfolg unterstreicht die derzeitige Spitzenposition des Schweizer Männer-Curlings. Das Quartett mit Skip Yannick Schwaller, Benoît Schwarz-van Berkel, Sven Michel und Pablo Lachat-Couchepin gewinnt 38’000 kanadische Dollar Preisgeld. Besonders bemerkenswert: Neben Schwaller erreicht auch das Schweizer Team um Marco Hösli den Halbfinal des hochkarätig besetzten Wettbewerbs.

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Das Wichtigste auf einen Blick
Grand-Slam-Final: Team Schwaller – Team Ramsfjell 7:3.
Entscheidung: Vier gestohlene Steine im dritten End.
Schweizer Team: Schwaller, Schwarz-van Berkel, Michel und Lachat-Couchepin.
Erfolg: Zweiter Grand-Slam-Titel für Schwaller, 38’000 kanadische Dollar Preisgeld.
Weltrangliste: Die Schweizer bestätigen ihre Position als Nummer eins.
Was das bedeutet
Mit dem Triumph beim ersten Grand Slam der Saison 2026/27 setzt die Schweizer Mannschaft ein starkes Zeichen. Nach Olympia-Bronze und dem Aufstieg an die Weltranglistenspitze bestätigt sie ihre Konstanz auch gegen internationale Spitzengegner.

Perfekter Auftakt gegen Norwegen

Das norwegische Team um Magnus Ramsfjell startet mit dem Vorteil des letzten Steins in den Final. Doch schon im ersten End gelingt den Schweizern ein entscheidender taktischer Erfolg.

Benoît Schwarz-van Berkel platziert einen präzisen Freeze, bei dem der eigene Stein unmittelbar vor einem gegnerischen zum Stillstand kommt.

Ramsfjell versucht anschliessend, mit einem anspruchsvollen Doppel-Take-out mehrere Punkte zu erzielen. Der Versuch misslingt. Statt einer möglichen Führung muss Norwegen einen Stein abgeben.

Nach einem punktelosen zweiten End folgt die entscheidende Phase der Begegnung.

Vierersteal bringt die Vorentscheidung

Im dritten End gelingt Schwaller und seinen Teamkollegen eine beeindruckende Leistung.

Die Schweizer platzieren vier zählende Steine im Haus und setzen Ramsfjell mit ihrer präzisen Spielweise unter Druck.

Der Norweger benötigt einen gelungenen letzten Draw, um den Schaden zu begrenzen. Sein Stein gerät jedoch zu weit.

Damit schreibt die Schweiz gleich vier Punkte und zieht auf 5:0 davon.

Ein derartiger Vorsprung ist auf diesem Niveau besonders wertvoll. Die führende Mannschaft kann die folgenden Ends kontrollierter gestalten und den Gegner zu riskanteren Entscheidungen zwingen.

Schwarz-van Berkel sorgt für klare Verhältnisse

Norwegen verkürzt im vierten End auf 1:5. Die Schweizer bleiben jedoch konzentriert.

Im fünften Durchgang gelingt Schwarz-van Berkel ein technisch anspruchsvoller letzter Stein. Mit einem präzise dosierten Anspiel verschiebt er einen gegnerischen Stein weit genug, um zwei weitere Punkte zu sichern.

Beim Stand von 7:1 ist die Begegnung praktisch entschieden.

Ramsfjell schreibt im sechsten End nochmals zwei Punkte, erkennt anschliessend aber die aussichtslose Situation an.

Die Norweger gratulieren den Schweizern zum Turniersieg. Die letzten beiden Ends werden nicht mehr gespielt.

Schon im Halbfinal beweist Schwaller seine Klasse

Der Weg zum Titel verlangt dem Schweizer Quartett einiges ab.

Im Viertelfinal bezwingt Schwaller das kanadische Team um Matt Dunstone mit 5:3.

Im Halbfinal wartet mit Brad Jacobs ein besonders anspruchsvoller Gegner. Die Kanadier haben zuvor sämtliche Gruppenspiele gewonnen.

Schwaller startet mit zwei gestohlenen Einzelpunkten und führt 2:0. Jacobs antwortet mit drei Punkten im dritten End.

Danach entwickelt sich ein ausgeglichenes Duell. Vor dem achten und letzten End liegt die Schweiz mit 4:5 zurück.

Mit dem Vorteil des letzten Steins gelingt Schwaller jedoch ein Zweierhaus. Der 6:5-Sieg sichert den Finaleinzug.

Zwei Schweizer Männerteams im Halbfinal

Die starke Schweizer Bilanz in Victoria beschränkt sich nicht auf den späteren Turniersieger.

Auch Marco Hösli und seine Mannschaft erreichen die Vorschlussrunde. Im Viertelfinal setzen sie sich mit 6:5 gegen das schottische Team um Ross Whyte beziehungsweise dessen Vertreter James Hardie durch.

Im Halbfinal endet ihr erfolgreicher Lauf gegen Magnus Ramsfjell. Die Norweger gewinnen mit 7:4.

Damit stehen gleich zwei Schweizer Formationen unter den letzten vier Mannschaften.

Auch bei den Frauen sorgt die Schweiz für einen starken Auftritt. Xenia Schwaller erreicht den Halbfinal, unterliegt dort jedoch dem südkoreanischen Team Kang knapp mit 6:7.

Weltranglistenerste bestätigen ihre Entwicklung

Der Triumph in Victoria ist die Fortsetzung einer bemerkenswerten Entwicklung.

Bereits im September hatte die Schweizer Mannschaft erstmals die Spitze der Curling-Weltrangliste erreicht.

Der Aufstieg beruhte auf konstanten Leistungen bei internationalen Turnieren und bedeutenden Erfolgen in den vergangenen Jahren.

Schwaller und sein Team gewannen bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Italien die Bronzemedaille. Bereits zuvor hatten sie bei Weltmeisterschaften und Europameisterschaften mehrfach das Podest erreicht.

Der zweite Grand-Slam-Titel zeigt, dass diese Entwicklung keine Momentaufnahme ist.

Besonders die eingespielte Rollenverteilung wirkt sich positiv aus. Schwaller übernimmt als Skip die taktische Verantwortung, während Schwarz-van Berkel die letzten Steine spielt.

Michel und Lachat-Couchepin schaffen mit ihren präzisen Steinen die Grundlage für die entscheidenden Aktionen.

In Medicine Hat wartet die nächste Herausforderung

Lange ausruhen kann sich das Schweizer Quartett nicht.

Bereits vom 3. bis 8. November folgt im kanadischen Medicine Hat der nächste Grand Slam, das GSOC Masters.

Dort wollen Schwaller und seine Teamkollegen ihre Erfolgsserie fortsetzen.

Mit dem Triumph von Victoria reist die Schweiz erneut als Mannschaft an, die es zu schlagen gilt.

AKTUELLER STAND
Co-op Invitational 2026 – Entscheidung
18. Oktober 2026 | Victoria, Kanada | Männer
Runde / Begegnung Resultat
Final

Schwaller – Ramsfjell
7:3
Halbfinal

Schwaller – Jacobs
6:5
Halbfinal

Ramsfjell – Hösli
7:4
Viertelfinal

Schwaller – Dunstone
5:3
Viertelfinal

Hösli – Hardie
6:5
Viertelfinal

Jacobs – Bottcher
5:3
Viertelfinal

Ramsfjell – Epping
8:2
Turniersieger Team Schwaller
Preisgeld Sieger CAD 38’000
Nächstes Turnier Masters, 3.–8.11.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert