Schweizer Doppelsieg in Chicago – Debrunner mit Weltrekord
von belmedia Redaktion Allgemein Amerika Leichtathletik Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Regionen Schweiz Schweiz Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Die Schweizer Rollstuhlsportler feiern beim Chicago-Marathon einen herausragenden Tag. Marcel Hug gewinnt das Männerrennen in 1:21:34 Stunden und stellt einen Streckenrekord auf. Catherine Debrunner triumphiert bei den Frauen in 1:33:16 Stunden sogar mit einem neuen Weltrekord. Manuela Schär komplettiert mit Rang drei die beeindruckende Schweizer Bilanz.
Hug dominiert das Rennen über 42,195 Kilometer und erreicht das Ziel mit 8:37 Minuten Vorsprung auf den Niederländer Lito Anker. Für den Thurgauer ist es bereits der siebte Erfolg in Chicago und der fünfte in Serie. Debrunner setzt sich ebenfalls früh ab und gewinnt vor der Amerikanerin Tatyana McFadden. Schär sichert sich im Schlusssprint den dritten Platz.
Nur zwei Wochen nach ihren Siegen beim Berlin-Marathon bestätigen Hug und Debrunner ihre Ausnahmestellung. Auch Patricia Eachus überzeugt als Sechste im Frauenrennen. Damit klassieren sich vier Schweizer Athletinnen und Athleten in den Top sechs ihrer jeweiligen Kategorien. Besonders Debrunners Weltrekord macht den Chicago-Marathon 2026 zu einem historischen Ereignis für den Schweizer Rollstuhlsport.
Marcel Hug fährt allen davon
Der Thurgauer übernimmt in Chicago früh die Kontrolle. Bereits bei Rennhälfte beträgt sein Vorsprung auf die Verfolger 2:41 Minuten.
Hug hält das hohe Tempo konsequent aufrecht und vergrössert seinen Vorsprung auf den verbleibenden Kilometern. Seine Konkurrenten können nicht mehr reagieren.
Nach 1:21:34 Stunden überquert er die Ziellinie. Der Niederländer Lito Anker erreicht das Ziel 8:37 Minuten später. Der Brite David Weir komplettiert das Podest.
Mit dieser Leistung verbessert Hug seinen bisherigen Chicago-Streckenrekord von 1:22:37 Stunden aus dem Jahr 2023 um mehr als eine Minute.
Catherine Debrunner fährt Weltrekord
Bei den Frauen sorgt Catherine Debrunner für den sportlichen Höhepunkt. Die Thurgauerin setzt sich unmittelbar nach dem Start von der Konkurrenz ab.
Die Schweizerin findet einen ausgezeichneten Rhythmus und verliert trotz der zahlreichen Kurven auf der Strecke kaum Geschwindigkeit.
Mit einer Zeit von 1:33:16 Stunden erreicht sie das Ziel und verbessert den bisherigen Weltrekord über die Marathondistanz.
Die Amerikanerin Tatyana McFadden folgt erst nach 1:42:01 Stunden. Debrunners Vorsprung beträgt damit 8:45 Minuten.
Für die Schweizerin ist es nach 2023 und 2024 bereits der dritte Sieg in Chicago. Der Erfolg reiht sich in eine aussergewöhnliche Saison ein, in der sie auch die Marathonrennen von Tokio, London und Berlin gewonnen hat.
Manuela Schär holt den dritten Platz
Hinter der überlegenen Siegerin entwickelt sich ein spannender Kampf um die weiteren Podestplätze.
Tatyana McFadden und Manuela Schär erreichen das Ziel praktisch zeitgleich. Im Schlusssprint setzt sich die Amerikanerin knapp durch.
Schär sichert sich dennoch einen wertvollen dritten Rang. Mit Patricia Eachus auf Platz sechs folgt eine weitere Schweizerin in den vorderen Positionen.
Vier Schweizer Spitzenklassierungen in zwei Rennen unterstreichen die Qualität des heimischen Rollstuhlsports.
Erneute Dominanz nach Berlin
Bereits zwei Wochen zuvor hatten Hug und Debrunner beim Schweizer Doppelerfolg am Berlin-Marathon die Konkurrenz klar hinter sich gelassen.
Damals gewann Hug in 1:23:28 Stunden zum elften Mal in der deutschen Hauptstadt. Debrunner siegte in 1:35:01 Stunden vor Manuela Schär.
In Chicago gehen beide nochmals schneller ins Ziel. Besonders Debrunners Weltrekord ist bemerkenswert, weil der anspruchsvolle Stadtkurs mit seinen zahlreichen Richtungswechseln einen konstant hohen Rennrhythmus erschwert.
Für Hug gehört die neue Bestzeit ebenfalls zu den herausragenden Leistungen seiner langen Karriere. Seine Chicago-Serie von fünf Siegen hintereinander bleibt bestehen.
Mit diesen Resultaten reisen die Schweizer Rollstuhlsportler mit grossem Selbstvertrauen zu den nächsten internationalen Aufgaben.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert