Lakers wollen mit Gian-Marco Wetter verlängern – Ambri und Lugano zeigen Interesse

Bei den Rapperswil-Jona Lakers zeichnet sich eine spannende Personalie für die Saison 2027/28 ab. Gian-Marco Wetters Vertrag läuft im kommenden Frühjahr aus, die Lakers möchten den Schweizer Stürmer halten. Gleichzeitig ist aus dem Tessin zu hören, dass sowohl der HC Ambri-Piotta als auch der HC Lugano die Situation des vielseitigen Angreifers verfolgen.

Wetter gehört seit Jahren zum Schweizer Kern der Lakers. In den vergangenen beiden Spielzeiten konnte er zwar nicht immer jene Dominanz entwickeln, die man ihm aufgrund seines Potenzials zutraut, blieb aber dennoch ein wertvoller und vielseitig einsetzbarer Stürmer. Besonders seine Geschwindigkeit, seine Spielintelligenz und seine Fähigkeit, sowohl im Zentrum als auch auf dem Flügel eingesetzt zu werden, machen ihn interessant.

Für Wetter dürfte bei der Entscheidung über seine Zukunft vor allem die sportliche Rolle entscheidend sein. Der 26-Jährige möchte auch künftig Verantwortung übernehmen und nicht lediglich Teil der Kadertiefe sein. Rapperswil kann ihm diese Perspektive grundsätzlich bieten, doch mit Ambri und Lugano stehen zwei Klubs bereit, die den Schweizer Markt für die kommende Saison ebenfalls intensiv bearbeiten.

Lakers möchten Wetter behalten

Gian-Marco Wetter spielt seit 2019 für die Rapperswil-Jona Lakers und hat sich in dieser Zeit zu einem etablierten National-League-Spieler entwickelt.

Sein aktueller Vertrag läuft bis zum Ende der Saison 2026/27. Die Lakers möchten die Zusammenarbeit verlängern. Eine Einigung ist bislang allerdings nicht erfolgt.

Nach Informationen von swisshockey.ch verfolgen gleichzeitig Ambri und Lugano die Situation des Stürmers.

Für Wetter ist dabei nicht nur die Vertragsdauer entscheidend. Er möchte auch künftig eine wichtige sportliche Rolle übernehmen und regelmässig Verantwortung erhalten.

Produktiv, aber noch mit Luft nach oben

Wetter hat in den vergangenen beiden Spielzeiten solide Zahlen geliefert, ohne sein maximales Potenzial vollständig auszuschöpfen.

In der Saison 2024/25 absolvierte er 45 Qualifikationsspiele und erzielte 9 Tore sowie 16 Assists. Damit kam er auf 25 Skorerpunkte.

2025/26 folgten in 52 Qualifikationsspielen 9 Tore und 17 Vorlagen. In den Playoffs kamen in neun Partien weitere zwei Treffer und drei Assists hinzu.

Diese Zahlen zeigen eine gewisse Konstanz, gleichzeitig blieb Wetter gemessen an seinem Talent phasenweise unter den Erwartungen. Vor allem über längere Strecken fehlte ihm zuletzt die offensive Durchschlagskraft, die er in früheren Phasen seiner Karriere angedeutet hatte.

Dass Wetter Spiele entscheiden kann, zeigte er auch in dieser Saison. Beim 3:2-Sieg der Lakers gegen Meister Fribourg-Gottéron erzielte er den entscheidenden Treffer.

Seine Stärke liegt in der Vielseitigkeit

Wetters grösste Stärke ist seine Variabilität.

Er kann sowohl als Center als auch auf dem Flügel eingesetzt werden, besitzt gute Hände und kann mit Tempo durch die neutrale Zone kommen. Dazu kommt seine Fähigkeit, Spielsituationen früh zu erkennen und mit kurzen Pässen Räume zu öffnen.

Auch läuferisch bringt Wetter viel mit. Er kann Scheiben transportieren, sich unter Druck aus engen Situationen lösen und im Umschaltspiel schnell auf Offensive umstellen.

Gerade deshalb sehen mehrere Klubs weiterhin grosses Potenzial in ihm. Wenn Wetter seine beste Form findet, kann er mehr sein als ein Ergänzungsspieler.

Wo Wetter noch zulegen kann

In den vergangenen beiden Spielzeiten war allerdings nicht alles konstant.

Wetter tauchte offensiv immer wieder für längere Phasen ab und brachte seine Qualitäten nicht in jedem Spiel gleich stark zur Geltung. Besonders im Slot und bei konsequenten Abschlüssen könnte er noch effizienter werden.

Auch physisch ist er nicht jener Stürmertyp, der ein Spiel über Härte oder dauerhafte Präsenz an der Bande dominiert. Sein Spiel lebt vielmehr von Bewegung, Übersicht und sauberem Timing.

Wenn er diese Elemente konsequent auf den letzten Metern vor dem Tor einsetzt, besitzt er das Potenzial, seine Punktproduktion nochmals zu steigern.

Ambri verfolgt mehrere Schweizer Optionen

Für Ambri wäre Wetter ein weiterer Name in einer zunehmend konkreten Kaderplanung.

Die Leventiner beobachten mehrere Schweizer Spieler mit Blick auf die Saison 2027/28. Giovanni Morini ist ebenfalls ein Thema. Der erfahrene Stürmer könnte für Ambri insbesondere im Hinblick auf die zukünftige Zusammensetzung des Schweizer Kerns interessant werden.

Mehr dazu: Morini bei Ambri ein Thema – könnte er Kostner ersetzen?

Auch Benjamin Quinn steht auf dem Radar der Tessiner. Gleichzeitig möchte Ambri eigene Schlüsselspieler möglichst früh binden. Philip Wüthrich soll gehalten werden, während bei einem möglichen Abgang des Torhüters auch andere Schweizer Lösungen geprüft werden.

Wetter würde in dieses Profil passen: Schweizer Lizenz, National-League-Erfahrung, Vielseitigkeit und weiterhin vorhandenes Entwicklungspotenzial.

Auch Lugano beobachtet die Situation

Lugano ist ebenfalls auf dem Schweizer Markt aktiv und verfolgt Wetters Vertragssituation.

Für die Bianconeri könnte Wetter vor allem wegen seiner Flexibilität interessant sein. Er kann verschiedene Positionen spielen und würde zusätzliche Tiefe in der Schweizer Offensive bringen.

Noch ist jedoch nichts entschieden. Rapperswil möchte verlängern, Ambri und Lugano zeigen Interesse und Wetter selbst will vor allem eine sportlich wichtige Rolle. Genau diese Frage dürfte bei seiner Entscheidung eine zentrale Rolle spielen.

🏒 GIAN-MARCO WETTER IM ÜBERBLICK

  • Vertrag bei den Rapperswil-Jona Lakers bis Ende Saison 2026/27.
  • 2024/25: 45 Spiele, 9 Tore, 16 Assists und 25 Punkte.
  • 2025/26: 52 Spiele, 9 Tore, 17 Assists und 26 Punkte.
  • Rapperswil möchte verlängern, Ambri und Lugano verfolgen seine Situation.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert