Jashari vor grosser Nati-Chance – Xhakas Ausfall öffnet das Zentrum

Ardon Jashari könnte beim Nations-League-Auftakt gegen Nordmazedonien in eine deutlich grössere Rolle rücken. Weil Granit Xhaka beim gesamten Zusammenzug fehlt und auch Denis Zakaria verletzungsbedingt nicht zur Verfügung steht, muss Murat Yakin sein zentrales Mittelfeld neu ordnen. Für den 24-jährigen Jashari bietet sich damit die grosse Chance, neben Remo Freuler mehr Verantwortung zu übernehmen.

Der Ausfall von Xhaka wiegt besonders schwer. Der Captain ist seit Jahren der wichtigste Taktgeber im Schweizer Spielaufbau. Hinzu kommt, dass mit Zakaria eine weitere erfahrene Option im Zentrum fehlt. Der SFV hat deshalb unter anderem Vincent Sierro nachnominiert. Trotzdem rückt Jashari automatisch stärker in den Fokus.

Jashari kommt bislang auf elf A-Länderspiele und 360 Einsatzminuten für die Schweiz. Bei der WM 2026 erhielt er ebenfalls Einsatzzeit, unter anderem im Viertelfinal gegen Argentinien. Gegen Nordmazedonien könnte er nun erstmals seit längerer Zeit von Beginn weg eine zentrale Rolle im Schweizer Mittelfeld übernehmen.

Gesucht wird ein neuer Taktgeber

Xhakas Rolle lässt sich nicht eins zu eins ersetzen. Der 33-Jährige ist im Schweizer Spielaufbau seit Jahren die zentrale Anspielstation und bestimmt Tempo, Rhythmus und Richtung vieler Angriffe.

Genau hier könnte Jashari ins Spiel kommen. Er ist technisch stark, bewegt sich gerne tief zwischen die Linien und sucht früh den vertikalen Pass. Gleichzeitig bringt er genügend Dynamik mit, um auch gegen den Ball aggressiv nach vorne zu verteidigen.

SRF bezeichnete ihn deshalb bereits als einen der naheliegenden Kandidaten für die vakante Position neben Freuler. Entscheidend wird sein, ob Yakin ihm die Verantwortung von Beginn weg zutraut.

Freuler bleibt der Fixpunkt

Unabhängig von der genauen Aufstellung dürfte Remo Freuler im Zentrum gesetzt sein.

Der Routinier bringt Erfahrung, Positionssicherheit und taktische Disziplin mit. Neben ihm könnte Yakin entweder auf Jasharis Kreativität oder auf eine kontrolliertere Variante setzen.

Auch Vincent Sierro und Michel Aebischer gehören zu den Optionen. Beide bringen viel Erfahrung aus internationalen Ligen mit. Jashari bietet aber das vielleicht kompletteste Profil, wenn es darum geht, Teile von Xhakas Spielaufbau aufzufangen.

Jashari hat sich bereits an grosse Spiele gewöhnt

Der ehemalige Luzerner gehört längst nicht mehr zu den unerfahrenen Talenten im Kader.

Seit seinem A-Nati-Debüt 2022 kommt Jashari auf elf Einsätze. Bei der WM 2026 wurde er ebenfalls eingesetzt und sammelte damit weitere Erfahrung auf höchster internationaler Bühne.

Gerade diese Turnierminuten könnten nun helfen. Gegen Nordmazedonien geht es nicht nur um drei Punkte, sondern auch darum, wie die Schweiz ohne ihren langjährigen Captain strukturell funktioniert.

Vier Spiele ohne Xhaka

Der SFV bestätigte, dass Xhaka beim gesamten aktuellen Nations-League-Fenster fehlt.

Damit betrifft seine Abwesenheit nicht nur das Auswärtsspiel in Skopje, sondern auch die Partien gegen Schottland, Slowenien und das Rückspiel gegen Nordmazedonien.

Über die Hintergründe zu Xhakas aktueller Situation haben wir bereits berichtet.

Für Yakin bedeutet das: Er muss nicht nur kurzfristig reagieren, sondern über mehrere Spiele hinweg eine neue Hierarchie im Zentrum finden.

Nordmazedonien als erste Bewährungsprobe

Die Partie in Skopje beginnt am Samstag um 20.45 Uhr im Todor-Proeski-Stadion.

Nordmazedonien wird der Schweiz voraussichtlich wenig Räume schenken. Genau deshalb wird es im Zentrum auf saubere Ballzirkulation, Ruhe unter Druck und präzise vertikale Pässe ankommen.

Das sind Qualitäten, die Jashari grundsätzlich mitbringt.

Sollte Yakin ihn tatsächlich neben Freuler aufstellen, wäre das mehr als nur eine kurzfristige Personalentscheidung. Es könnte der Beginn einer Phase sein, in der Jashari erstmals wirklich Verantwortung im Schweizer Mittelfeld übernehmen muss.

🇨🇭 JASHARIS CHANCE IM ZENTRUM

  • Granit Xhaka fehlt beim gesamten aktuellen Nations-League-Zusammenzug.
  • Auch Denis Zakaria steht verletzungsbedingt nicht zur Verfügung.
  • Jashari kommt bislang auf 11 A-Länderspiele und 360 Einsatzminuten.
  • Neben Remo Freuler gehört er zu den interessantesten Optionen für mehr Verantwortung im Spielaufbau.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert