Reusser und Küng führen die Schweiz im WM-Mixed gegen die Uhr

Die Schweiz greift an der Strassen-WM in Montréal am Dienstag nach der nächsten Medaille. Im Mixed-Teamzeitfahren setzt Swiss Cycling auf eine hochkarätige Formation um die frischgebackene Weltmeisterin Marlen Reusser und Stefan Küng. Nach Bronze im Vorjahr gehört die Schweizer Equipe erneut zu den aussichtsreichen Mannschaften.

Bei den Männern treten Stefan Küng, Stefan Bissegger und Mauro Schmid an. Das Frauen-Trio bilden Marlen Reusser, Noemi Rüegg und Jasmin Liechti. Damit schickt die Schweiz sechs Fahrerinnen und Fahrer ins Rennen, die sowohl Erfahrung im Kampf gegen die Uhr als auch internationale Klasse mitbringen.

Besonders viel Aufmerksamkeit gilt Reusser. Die Bernerin verteidigte am Sonntag in Montréal ihren WM-Titel im Einzelzeitfahren und gewann über 39,2 Kilometer mit mehr als 40 Sekunden Vorsprung. Nur zwei Tage später wartet bereits die nächste Chance auf ein Regenbogentrikot.

Schweiz startet mit einem starken Männer-Trio

Den ersten Teil des Rennens absolvieren Küng, Bissegger und Schmid. Alle drei gehören seit Jahren zu den stärksten Schweizer Fahrern gegen die Uhr und verfügen über grosse Erfahrung im Mannschaftszeitfahren.

Küng hatte sich gezielt auf die Weltmeisterschaft vorbereitet und dafür nach seinem Sieg im Zeitfahren der Vuelta a España die Rundfahrt vorzeitig beendet. Bissegger ist ebenfalls ein ausgewiesener Spezialist für diese Disziplin, während Schmid dem Trio zusätzliche Ausgeglichenheit verleiht.

Nach dem Männer-Abschnitt übernehmen die drei Schweizerinnen. Entscheidend ist dabei die Zeit der zweiten Fahrerin beziehungsweise des zweiten Fahrers, die oder der jeweils die Ziellinie überquert.

Reusser kommt mit dem Regenbogentrikot

Für die Schweiz dürfte Reusser erneut eine Schlüsselrolle einnehmen. Am Sonntag hatte sie auf dem technisch anspruchsvollen Kurs in Montréal ihre Stärke eindrücklich unter Beweis gestellt.

Die 35-Jährige gewann das Elite-Zeitfahren in 50:24,44 Minuten und verteidigte ihren WM-Titel aus Kigali. Einen Rückblick auf ihren Triumph gibt es im Beitrag Reusser verteidigt WM-Gold – zweites Regenbogentrikot in Folge.

Neben Reusser fahren Noemi Rüegg und Jasmin Liechti. Liechti bringt als starke Zeitfahrerin zusätzliche Qualitäten mit, während Rüegg zu den vielseitigsten Schweizer Fahrerinnen ihrer Generation gehört.

40,6 Kilometer im Wechsel zwischen Männern und Frauen

Das Mixed-Teamzeitfahren umfasst insgesamt rund 40,6 Kilometer. Zunächst absolvieren die drei Männer eine Runde über etwa 20,2 Kilometer. Sobald der zweite Fahrer die Ziellinie erreicht, darf das Frauen-Trio auf seine Runde gehen.

Damit unterscheidet sich die Disziplin grundlegend von einem klassischen Einzelzeitfahren. Nicht nur die individuelle Leistung zählt, sondern auch die Abstimmung innerhalb der beiden Dreiergruppen.

Die Schweiz hat in diesem Format bereits grosse Erfolge gefeiert. 2022 und 2023 gewann das Team den WM-Titel. Im vergangenen Jahr in Kigali resultierte Bronze, nachdem Reusser während des Frauen-Abschnitts durch einen Defekt und einen notwendigen Radwechsel Zeit verloren hatte.

Italien und Australien gehören zu den stärksten Gegnern

Die Konkurrenz ist auch in Montréal hochkarätig. Italien tritt bei den Männern unter anderem mit Filippo Ganna an, Australien geht als Titelverteidiger ins Rennen.

Auch Frankreich und Deutschland verfügen über starke Zeitfahrerinnen und Zeitfahrer. Die Schweiz kann jedoch auf eine Formation setzen, die kaum Schwachstellen aufweist und bereits viel Erfahrung in dieser speziellen Disziplin besitzt.

Das Mixed-Teamzeitfahren beginnt um 8.30 Uhr Ortszeit in Montréal beziehungsweise 14.30 Uhr Schweizer Zeit. Die Schweiz geht nach der derzeitigen Startliste um 16.21 Uhr Schweizer Zeit ins Rennen.

🏆 DAS SCHWEIZER WM-TEAM IM MIXED

  • Männer: Stefan Küng, Stefan Bissegger und Mauro Schmid.
  • Frauen: Marlen Reusser, Noemi Rüegg und Jasmin Liechti.
  • Distanz: rund 40,6 Kilometer, aufgeteilt auf zwei Abschnitte.
  • Die Schweiz gewann das Mixed-Teamzeitfahren bereits 2022 und 2023, 2025 folgte Bronze.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert