FIA-Hammer: Gasly verliert Monaco-Podium

Drei Monate nach dem Grossen Preis von Monaco wird das Ergebnis erneut umgeschrieben: Pierre Gasly verliert seinen dritten Platz endgültig. Das Internationale Berufungsgericht der FIA hat die beiden Fünf-Sekunden-Strafen gegen den Alpine-Piloten wieder eingesetzt. Dadurch fällt Gasly auf Rang sieben zurück – und Red-Bull-Pilot Isack Hadjar rückt wieder auf das Podest.

Damit endet vorerst eine der ungewöhnlichsten juristischen Auseinandersetzungen der Formel-1-Saison. McLaren und Red Bull hatten gegen die zwischenzeitliche Aufhebung der Gasly-Strafen Berufung eingelegt. Am Freitag veröffentlichte die FIA nun das endgültige Urteil.

Gasly fällt von Rang drei auf sieben

Gasly hatte den Monaco-GP am 7. Juni ursprünglich als Dritter beendet. Nach dem Rennen erhielt der Franzose jedoch zwei separate Zeitstrafen von jeweils fünf Sekunden, weil er in der Boxengasse die erlaubte Geschwindigkeit überschritten hatte.

Durch die insgesamt zehn Strafsekunden fiel der Alpine-Pilot zunächst auf Rang sieben zurück. Isack Hadjar rückte dadurch auf den dritten Platz vor.

Doch wenige Tage später änderte sich das Resultat erneut. Alpine beantragte eine Überprüfung und präsentierte neue Informationen zu Problemen mit der Geschwindigkeitsmessung. Die Rennkommissare hoben daraufhin beide Strafen auf und stellten Gaslys dritten Platz wieder her.

Red Bull und McLaren ziehen vor Gericht

Damit wollten sich Red Bull und McLaren nicht abfinden. Beide Teams legten beim International Court of Appeal der FIA Berufung gegen die Entscheidung ein.

Die Anhörung fand am 25. August in Paris statt. Das Gericht erklärte die Berufungen für zulässig und entschied nun, die ursprünglichen beiden Fünf-Sekunden-Strafen wieder einzusetzen.

Die Konsequenz ist erheblich: Gasly wird offiziell wieder als Siebter des Monaco-GP geführt. Hadjar übernimmt Rang drei, Oscar Piastri rückt auf Platz vier vor. Liam Lawson wird Fünfter, Arvid Lindblad Sechster.

Hadjar bekommt Podest zurück

Für Hadjar bedeutet der Entscheid, dass er seinen Monaco-Podestplatz drei Monate nach dem Rennen endgültig zurückerhält. Kurioserweise kann der Franzose diesen Erfolg momentan nicht auf der Strecke bestätigen.

Der Red-Bull-Pilot fehlt beim aktuellen Grand-Prix-Wochenende in Monza wegen einer Handgelenksverletzung. Liam Lawson übernimmt erneut sein Cockpit. Die aktuelle Situation bei Red Bull und die besonderen technischen Herausforderungen des Italien-GP haben wir im Überblick zum Formel-1-Wochenende in Monza zusammengefasst.

FIA überprüft eigenes System

Bemerkenswert ist, dass die Affäre nicht nur Auswirkungen auf die Fahrerwertung hat. Die FIA kündigte gleichzeitig an, die Funktionsweise und Methodik ihres aktuellen Formel-1-Zeitmesssystems genauer zu untersuchen.

Auch die juristischen Abläufe rund um Überprüfungsanträge und Berufungsverfahren sollen analysiert werden. Das zeigt, wie aussergewöhnlich der Fall geworden ist.

Für Alpine ist das Urteil besonders bitter. Ein Podestplatz, über den sich das Team nach einer erfolgreichen Überprüfung bereits erneut freuen durfte, ist nun endgültig verloren.

Für Hadjar gilt das Gegenteil: Der Red-Bull-Pilot steht in den offiziellen Ergebnislisten wieder auf Rang drei. Damit hat der Monaco-GP 2026 mehr als drei Monate nach der Zielflagge nochmals einen neuen – und laut FIA nun verbindlichen – Ausgang.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert