Servette bangt um Mutandwa – sieben Tore und plötzlich eine lange Pause
von belmedia Redaktion Allgemein Genf Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Regionen Schweiz Schweiz soccer.ch Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Super League Themen Ⳇ Verbreitung
Der FC Servette muss um seinen erfolgreichsten Torjäger bangen. Kingstone Mutandwa hat sich bei der 1:2-Niederlage gegen den FC St. Gallen am Knie verletzt und droht für längere Zeit auszufallen. Eine Rückkehr erst 2027 ist möglich. Für die Genfer kommt der Rückschlag besonders ungelegen, nachdem der 23-jährige Sambier in sechs Pflichtspielen sieben Treffer erzielt hatte.
Die Verletzung ereignete sich am Samstag, 31. Oktober 2026, unmittelbar vor dem St. Galler Führungstreffer. Mutandwa musste bereits in der siebten Minute ausgewechselt werden. Tiemoko Ouattara übernahm seinen Platz. Der Stürmer verliess das Spielfeld auf einer Trage und ging später an Krücken.
Für Trainer Jocelyn Gourvennec verschärft sich damit die schwierige Personalsituation. Mit Miroslav Stevanovic, Timothé Cognat, David Datro Fofana und Benoît Sida fehlten bereits mehrere Offensivspieler und kreative Leistungsträger. Nun droht auch der treffsicherste Genfer Angreifer langfristig auszufallen.
Ein unglücklicher Moment in St. Gallen
Nach seinem erfolgreichen Lauf wollte Mutandwa auch beim FC St. Gallen seine Torserie fortsetzen. Doch bereits in den Anfangsminuten kam es zur folgenschweren Szene.
Bei einem Angriff blieb sein Fuss im Rasen hängen. Die Belastung traf das Knie. Wenig später konnte der Sambier nicht weiterspielen und musste auf einer Trage vom Platz gebracht werden.
Gourvennec zeigte sich nach der Partie besorgt. Der Trainer erklärte, dass er hinsichtlich der Verletzung nicht besonders optimistisch sei. Weitere Untersuchungen sollten das genaue Ausmass klären.
Sportlich verlor Servette die Partie durch Treffer von Carlo Boukhalfa und Lukas Görtler mit 1:2. Jesper Karlsson gelang in der Schlussphase nur noch der Anschlusstreffer.
Der beste Torjäger der Genfer fällt weg
Mutandwas Verletzung trifft die Mannschaft in einer Phase, in der sich der Stürmer hervorragend entwickelt hatte.
In acht Super-League-Partien erzielte er fünf Treffer. Dafür benötigte er lediglich 539 Einsatzminuten. Im Durchschnitt entspricht dies einem Meisterschaftstor alle 108 Minuten.
Über alle Wettbewerbe hinweg hatte der Angreifer in seinen letzten sechs Spielen siebenmal getroffen. Besonders wertvoll waren seine Tore während des jüngsten Aufschwungs der Genfer.
Mutandwa war erst Anfang September von Cagliari nach Genf gewechselt. Die Leihe läuft bis zum Saisonende 2026/27 und beinhaltet eine Kaufoption sowie eine an sportliche Bedingungen geknüpfte Kaufpflicht.
Seine Leistungen hatten ihn innerhalb weniger Wochen zu einer der wichtigsten Figuren der Offensive gemacht.
Stevanovic fehlt ebenfalls langfristig
Der Ausfall kommt zu einem besonders ungünstigen Zeitpunkt. Servette muss bereits länger auf Miroslav Stevanovic verzichten.
Der erfahrene Flügelspieler erlitt eine Meniskusverletzung, die operiert werden musste. Die Personalsituation in der Genfer Offensive hatte die sportliche Planung bereits vor Mutandwas Verletzung erschwert.
Auch im zentralen Mittelfeld fehlen mit Timothé Cognat wichtige spielerische Qualitäten. Hinzu kommen die Probleme von David Datro Fofana und Benoît Sida.
Der Trainer muss deshalb nicht nur einen Torjäger ersetzen, sondern verschiedene Offensivpositionen neu aufeinander abstimmen.
Welche Alternativen hat Gourvennec?
Mit Samuel Mraz steht ein weiterer Mittelstürmer im Kader. Der Slowake bringt Erfahrung und Präsenz im Strafraum mit, besitzt allerdings andere spielerische Eigenschaften als Mutandwa.
Tiemoko Ouattara wurde bereits gegen St. Gallen eingewechselt. Der junge Angreifer könnte zusätzliche Einsatzzeit erhalten.
Auch Jesper Karlsson bietet offensive Möglichkeiten. Der Schwede traf gegen St. Gallen und könnte bei einer veränderten Formation mehr Verantwortung übernehmen.
Für Servette wird entscheidend sein, die zuletzt verbesserte Chancenverwertung auch ohne seinen erfolgreichsten Torschützen aufrechtzuerhalten.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert