Ambri nach 18 Spielen: Neue Leader, 20 Tore mehr
von belmedia Redaktion Allgemein Eishockey Magazine nachrichtenticker.ch National League News Orte Regionen Schweiz Schweiz Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch swisshockey.ch Tessin Themen Vereine Ⳇ Verbreitung
Der HC Ambri-Piotta hat sich gegenüber dem Vorjahr grundlegend verändert. Nach 18 Meisterschaftsspielen stehen 33 statt 19 Punkte und Rang zwei statt zwölf. Der grösste Fortschritt liegt im Angriff: Junge Verantwortungsträger und produktive Ausländer geben Jussi Tapolas Mannschaft neue Möglichkeiten.
Verglichen werden die ersten 18 Partien von 2025/26 bis zum 24. Oktober 2025 und von 2026/27 bis zum 31. Oktober 2026. Die Torbilanz verbessert sich von 37:56 auf 57:53: 20 zusätzliche Treffer bei lediglich drei Gegentoren weniger.
In unserer Saisonprognose setzten wir Ambri auf Rang zehn, mit Überraschungspotenzial. Nun sind die direkten Playoffs realistisch.
Mehr Tore verändern ganze Spiele
Die Punkteausbeute steigt um 74 Prozent, die Torproduktion um 54 Prozent. Ambri gewinnt elf statt sechs Partien, davon neun nach 60 Minuten.
Unsere Auswertung der Resultate zeigt: Mindestens drei Tore erzielt Ambri diesmal in 13 Begegnungen, zuvor nur in fünf. Sechs Siege gelingen trotz mindestens drei Gegentoren; vor einem Jahr keiner.
Tapola ordnet Verantwortung neu
Der Trainervergleich braucht eine wichtige Unterscheidung: Cereda holte 2025 sieben Punkte aus zwölf Spielen. Die folgenden zwölf Punkte aus sechs Partien entfielen bereits auf Éric Landry und René Matte.
Cereda stand für langjährige Kontinuität. Tapola setzt nach dem Umbruch auf neu verteilte Führungsaufgaben und vier Linien, die angreifen und verteidigen können. Seine erste vollständige Vorbereitung ermöglicht, diese Anforderungen einzuüben. Selbst Pestoni musste zunächst körperliche Vorgaben erfüllen, um wieder um einen Platz zu konkurrieren.
Der Unterschied ist nicht Herz gegen Taktik. Unsere Einordnung: Verbindliche Aufgaben und neu vergebene Rollen machen die Mannschaft weniger abhängig von ihren bisherigen Hierarchien.
Junge Spieler ersetzen mehr als Namen
Bürgler ist zurückgetreten, Zwerger nach Biel und Zgraggen zu Ajoie gewechselt. Auch Formenton und Tierney gingen. Ihre Verantwortung verteilt sich neu: De Luca ist Captain, Borradori und Schnarr assistieren.
De Luca liefert fünf Tore und sieben Assists. Muggli, im Oktober 2025 noch an Visp ausgeliehen, steht bei zwei Toren und sieben Vorlagen aus allen 18 Spielen.
Im Derby spielte De Luca 20:03 Minuten, Miles Müller 15:39 und Borradori 12:13, davon 1:25 in Unterzahl. Die Jungen erhalten Verantwortung in entscheidenden Situationen, nicht bloss zusätzliche Plätze im Kader.
Die Ausländer liefern passende Qualität
Järventie erzielt elf Tore und 15 Assists, Schnarr sieben und 16, Joly elf und acht. Dazu kommen Heed mit elf, Kodýtek mit acht und Worge Kreü mit sieben Punkten. Die sechs Imports bringen zusammen 35 Tore und 94 Skorerpunkte.
Ihre Wirkung zeigte das Derby: Kodýtek glich in Unterzahl zum 2:2 aus, Järventie bei numerischem Gleichstand zum 3:3. Schnarr entschied im Powerplay. Unterschiedliche Spielsituationen finden unterschiedliche Lösungen.
Zuversicht mit nachvollziehbaren Gründen
Gegen Lugano überwand Ambri erst das 0:2, dann das 2:3. Tapola hob anschliessend hervor, dass sich seine Spieler trotz Rückständen nicht von Frustration bestimmen liessen.
Zwei Siege gegen Fribourg, zwei gegen Lugano und das 6:3 gegen Genf stützen das neue Selbstvertrauen. Gegen Zürich blieb es allerdings bei einem von sechs Punkten; Zug wartet noch.
Wüthrichs Fangquote von 92,58 Prozent gibt Rückhalt, Virtanen hat noch keinen Saisoneinsatz absolviert. Mit lediglich plus vier Toren bleibt Ambri dennoch verwundbar.
Gegen jeden gewinnen zu können ist deshalb plausibel. Entscheidend ist die Verbindung aus klaren Aufgaben, echter Verantwortung für Junge und genügend offensiver Qualität, um schwierige Spiele zu drehen.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert