HC Davos zittert sich trotz Niederlage in den CHL-Achtelfinal

Der HC Davos steht in den Achtelfinals der Champions Hockey League – allerdings nach einer Zitterpartie. Die Bündner gerieten im letzten Spiel der Ligaphase gegen Bílí Tygři Liberec früh mit 0:2 in Rückstand und mussten bis zum Schluss um ihr Weiterkommen bangen. Am Ende reichte es für die Mannschaft von Josh Holden gerade noch zum 16. und letzten Qualifikationsplatz.

Nach drei Siegen zum Auftakt der europäischen Kampagne kassierte Davos die dritte CHL-Niederlage in Folge. Vor 2586 Zuschauern gerieten die Gastgeber bereits in der dritten Minute in Rückstand. In der 35. Minute erhöhte Liberec auf 2:0 und brachte den HCD damit in eine ausgesprochen schwierige Situation. Die Bündner konnten den vollständigen Absturz in der Schlussphase der Ligaphase dennoch verhindern.

Damit stehen alle drei Schweizer Vertreter in der K.-o.-Phase der Champions Hockey League. Fribourg-Gottéron und Genève-Servette hatten ihre Achtelfinaltickets bereits zuvor gesichert. Davos musste dagegen bis zum letzten Spieltag kämpfen. Die Qualifikation ist für den Schweizer Rekordmeister sportlich wichtig, die jüngste Niederlagenserie bleibt für Trainer Josh Holden jedoch eine Herausforderung.

SWISSHOCKEY.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Qualifikation: Davos erreicht als 16. und letztes Team die CHL-Achtelfinals.
Gegner: Bílí Tygři Liberec aus Tschechien.
Spielverlauf: Davos gerät bereits in der dritten Minute in Rückstand, Liberec erhöht in der 35. Minute auf 0:2.
Negativserie: Dritte Niederlage in Folge nach drei CHL-Auftaktsiegen.
Schweizer Bilanz: Davos, Fribourg-Gottéron und Genève-Servette erreichen die K.-o.-Phase.
Was das bedeutet
Der HCD bleibt im europäischen Wettbewerb vertreten. Vor den Achtelfinals steht für die Bündner vor allem die Stabilisierung der Mannschaft im Mittelpunkt. Bereits am Freitag wartet in der National League das Auswärtsspiel gegen den HC Lugano.

Ein früher Rückstand bringt Davos unter Druck

Der letzte Abend der CHL-Ligaphase entwickelte sich für den HC Davos zu einer Nervenprobe. Nach den jüngsten Niederlagen war die Mannschaft von Josh Holden mit dem klaren Ziel angetreten, die Qualifikation aus eigener Kraft sicherzustellen.

Doch der Start verlief denkbar ungünstig. Bereits in der dritten Spielminute gingen die Gäste aus Liberec in Führung. Die Tschechen hatten ihrerseits noch Hoffnungen auf einen Platz unter den besten 16 Mannschaften und traten entsprechend entschlossen auf.

Davos war damit früh gefordert, eine Antwort zu finden. Der Rückstand erhöhte den Druck auf eine Mannschaft, die nach ihrem erfolgreichen europäischen Saisonstart zuletzt deutlich an Sicherheit verloren hatte.

Liberec erhöht im Mitteldrittel

Auch im zweiten Abschnitt entwickelte sich die Begegnung nicht zugunsten der Gastgeber. Nach 15 Minuten im Mitteldrittel erzielte Liberec das 2:0.

Die Ausgangslage wurde damit zunehmend unangenehm. Während die Gäste ihren Vorsprung ausbauten, musste der HCD nicht nur die eigene Leistung, sondern auch die Entwicklung im Kampf um die letzten Qualifikationsplätze im Auge behalten.

Besonders bemerkenswert ist der Kontrast zum Saisonbeginn. Damals gewann Davos zunächst gegen Storhamar, die Eisbären Berlin und GKS Tychy. Danach folgten die Niederlagen gegen Skellefteå, Rögle und nun Liberec.

Die Schweizer Bilanz bleibt erfreulich

Trotz der schwierigen Schlussphase der Ligaphase fällt die Schweizer Gesamtbilanz positiv aus. Alle drei Vertreter der National League stehen im Achtelfinal.

Fribourg-Gottéron und Genève-Servette hatten sich bereits vor dem letzten Spieltag qualifiziert. Der HCD musste dagegen bis zum Abschluss um seinen Platz kämpfen.

Damit bleibt die Schweiz in der entscheidenden Phase des europäischen Klubwettbewerbs vollständig vertreten. In den Achtelfinals entscheidet sich nun, welche Mannschaften ihre internationale Saison fortsetzen können.

Für Josh Holden bleibt viel Arbeit

Die Qualifikation verschafft Davos zumindest auf europäischer Ebene etwas Erleichterung. Die sportlichen Probleme der vergangenen Wochen sind damit aber nicht verschwunden.

Hinzu kommt die angespannte Personalsituation. Wie der aktuelle Verletztenstand beim HC Davos zeigt, fehlen mit Simon Ryfors, Nico Gross, Rasmus Asplund und Harrison Schreiber weiterhin vier Spieler.

Viel Zeit für eine Aufarbeitung bleibt Holden nicht. Bereits am Freitag steht das Auswärtsspiel beim HC Lugano an. Am Samstag empfangen die Bündner die ZSC Lions.

Der dichte Spielplan stellt die Mannschaft damit unmittelbar vor die nächsten Bewährungsproben. Gerade defensiv wird Davos wieder stabiler auftreten müssen, wenn der Klub sowohl in der Meisterschaft als auch in Europa erfolgreich sein will.

AKTUELLER STAND
HC Davos – CHL-Bilanz 2026/27
14. Oktober 2026 · Ligaphase abgeschlossen
Spiel Gegner Resultat
1 Storhamar (H) 3:2 n.V.
2 Eisbären Berlin (H) 8:2
3 GKS Tychy (A) 4:2
4 Skellefteå AIK (A) 2:6
5 Rögle BK (A) 2:3
6 Bílí Tygři Liberec (H) Niederlage
CHL-Schlussrang 16.
K.-o.-Phase Achtelfinal

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert