ZSC mit perfektem Start – wie lange hält die Serie?

Die ZSC Lions haben einen Traumstart in die neue National-League-Saison hingelegt. Nach sieben Spielen stehen die Zürcher bei sieben Siegen und dem Punktemaximum von 21 Zählern. Am Samstag gegen Lausanne wartet nun die nächste Bewährungsprobe für das bislang einzige makellose Team der Liga.

Der ZSC gewann zum Auftakt 5:3 gegen Bern, setzte sich danach 4:3 in Langnau durch und schlug Genève-Servette zuhause mit 3:0. Es folgten Siege in Ajoie und Ambri sowie ein 3:2 im Derby gegen Kloten. Am Dienstag kam mit dem 6:3 gegen Biel der siebte Erfolg dazu.

Dabei war nicht jeder Sieg souverän. Gegen Langnau drehte der ZSC einen Rückstand, in Ambri musste die Mannschaft ebenfalls reagieren und gegen Biel liessen die Lions nach einer 4:1-Führung nochmals Spannung aufkommen. Genau darin liegt jedoch eine der auffälligsten Qualitäten dieses Saisonstarts: Zürich findet bislang in sehr unterschiedlichen Spielsituationen einen Weg zum Sieg.

31 Tore in sieben Spielen

Offensiv läuft beim ZSC bereits sehr viel zusammen. Nach sieben Partien stehen 31 erzielte Tore zu Buche, im Schnitt also deutlich mehr als vier Treffer pro Partie. Gleichzeitig kassierten die Lions bislang nur 16 Gegentore.

Besonders gefährlich präsentiert sich Zürich im Powerplay. Beim 6:3 gegen den EHC Biel erzielte der ZSC mehrere Treffer in Überzahl. Simon Knak traf im Schlussdrittel im Powerplay zum wichtigen 5:3, Denis Malgin machte später mit einem Empty-Net-Tor alles klar.

Auch die Breite des Kaders fällt auf. Malgin, Knak, Sven Andrighetto, Jesper Frödén, Rudolfs Balcers und weitere Offensivspieler sorgen dafür, dass sich die Gegner nicht auf eine einzige Linie konzentrieren können.

Der ZSC kann auch schwierige Spiele gewinnen

Vielleicht noch wichtiger als die nackten Zahlen ist die Art, wie Zürich seine bisherigen Spiele gewonnen hat.

In Langnau lagen die Lions im Schlussdrittel noch zurück und drehten die Partie. In Ajoie fiel die Entscheidung ebenfalls erst im letzten Abschnitt. Gegen Kloten geriet der ZSC zunächst in Rückstand, ehe drei Tore im Mitteldrittel die Partie kippten.

Gegen Biel war die Ausgangslage wiederum anders. Zürich führte bereits nach rund 14 Minuten mit 4:1, liess die Seeländer im Mitteldrittel jedoch auf 4:3 herankommen. Statt nervös zu werden, stabilisierte sich der Tabellenführer erneut und entschied das Spiel im Schlussabschnitt.

Diese Fähigkeit, auf verschiedene Spielverläufe zu reagieren, ist derzeit einer der Hauptgründe für die perfekte Bilanz.

Lausanne ist der nächste Prüfstein

Am Samstag kommt Lausanne in die Swiss Life Arena. Der LHC ist bislang deutlich schwieriger in die Saison gestartet und steht nach sechs Spielen bei sechs Punkten.

Für den ZSC geht es dagegen darum, die Serie auf acht Siege auszubauen. Danach wartet am 9. Oktober das Auswärtsspiel in Lugano, ehe Fribourg-Gottéron nach Zürich kommt.

Gerade die nächsten Wochen werden zeigen, wie belastbar dieser perfekte Start tatsächlich ist. Die Konkurrenz wird sich zunehmend darauf einstellen, dass der Weg an die Tabellenspitze aktuell nur über die Lions führt.

🏒 DER ZSC-START IN ZAHLEN

  • Sieben Spiele, sieben Siege und 21 Punkte.
  • Torverhältnis nach sieben Partien: 31:16.
  • Die Lions haben bislang sowohl zuhause als auch auswärts jedes Meisterschaftsspiel gewonnen.
  • Nächster Gegner ist am Samstag, 3. Oktober, Lausanne in der Swiss Life Arena.
📊NATIONAL LEAGUE – STAND NACH DEN SPIELEN VOM 29. SEPTEMBER
# Team Sp. Tore Diff. Pkt.
1. ZSC Lions 7 31:16 +15 21
2. Genève-Servette HC 7 20:18 +2 12
3. Fribourg-Gottéron 7 22:19 +3 11
4. HC Ambri-Piotta 7 22:24 -2 11
5. HC Ajoie 7 22:20 +2 11
6. EV Zug 5 21:12 +9 10
7. HC Davos 7 18:19 -1 10
8. SCL Tigers 7 23:26 -3 9
9. SC Rapperswil-Jona Lakers 7 21:27 -6 9
10. EHC Biel-Bienne 6 19:18 +1 7
11. SC Bern 5 16:16 0 7
12. Lausanne HC 6 13:20 -7 6
13. EHC Kloten 7 15:26 -11 6
14. HC Lugano 5 17:19 -2 5

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert