Genf dreht Partie gegen die Lakers und feiert ersten Saisonsieg

Genève-Servette hat den Fehlstart in die neue National-League-Saison gestoppt. Die Genfer drehen am Dienstagabend in den Vernets die Partie gegen die Rapperswil-Jona Lakers und feiern im vierten Meisterschaftsspiel endlich den ersten Sieg. Nach drei zuvor sieglosen Auftritten ist es für das Team von Sam Hallam der dringend benötigte Befreiungsschlag.

Dabei spricht der Spielverlauf für die Moral der Genfer. Servette gerät gegen selbstbewusst auftretende Lakers ins Hintertreffen, findet danach aber zurück in die Begegnung und schafft die Wende. Der Erfolg ist umso wichtiger, weil Genf vor dem Spiel mit nur einem Punkt und einem Torverhältnis von 6:13 am Tabellenende gestanden hatte.

Rapperswil verpasst dagegen die Gelegenheit, den Schwung aus dem 3:2-Heimsieg gegen Meister Fribourg-Gottéron mitzunehmen. Die St. Galler hatten vor der Reise nach Genf vier Punkte aus drei Partien gesammelt und insbesondere mit ihrer Wende gegen Gottéron Selbstvertrauen getankt. Diesmal sind es jedoch die Genfer, die nach einem Rückstand die Partie noch auf ihre Seite ziehen.

Genf zeigt die lange vermisste Reaktion

Die ersten drei Meisterschaftsspiele hatten bei Genève-Servette bereits für erheblichen Druck gesorgt. Zum Auftakt setzte es in Lugano eine 3:6-Niederlage. Danach holten die Genfer beim 3:4 nach Penaltyschiessen gegen Ajoie zwar ihren ersten Punkt, verspielten aber eine Partie, in der sie sich nach einem 0:3-Rückstand zunächst noch spektakulär zurückgekämpft hatten.

Am vergangenen Samstag folgte dann der nächste Rückschlag. Beim ZSC blieb Servette ohne eigenen Treffer und verlor 0:3. Die Ausgangslage vor dem Lakers-Spiel war deshalb eindeutig: Genf benötigte dringend ein Erfolgserlebnis.

Über den schwierigen Saisonstart hatten wir bereits nach der 0:3-Niederlage von Genève-Servette gegen die ZSC Lions berichtet.

Diesmal dreht Servette die Geschichte um

Interessant ist insbesondere, dass Genf diesmal genau jene Qualität zeigt, die dem Team in den ersten Meisterschaftsspielen teilweise gefehlt hatte. Statt nach einem Rückschlag auseinanderzufallen, bleibt Servette im Spiel und erzwingt die Wende.

Das ist auch statistisch bemerkenswert. Vor der Partie hatten die Genfer in drei Meisterschaftsspielen sechs Treffer erzielt und 13 Gegentore kassiert. Damit verfügten sie über die schlechteste Torbilanz der Liga.

Die Lakers kamen dagegen mit neun erzielten Toren aus drei Begegnungen nach Genf. Nach der 3:4-Niederlage nach Verlängerung gegen Kloten und dem 3:6 in Ambri hatte Rapperswil zuletzt Meister Gottéron mit 3:2 bezwungen.

Erster Sieg nimmt Druck von Genf

Für Servette besitzt der Erfolg deshalb eine Bedeutung, die über die gewonnenen Punkte hinausgeht. Nach drei Spielen ohne Sieg stand der Fehlstart bereits klar im Raum. Nun haben die Genfer im vierten Anlauf erstmals gewonnen und können mit einem deutlich besseren Gefühl in die nächsten Aufgaben gehen.

Die Belastung bleibt hoch. Bereits am Freitag empfängt Genève-Servette Meister Fribourg-Gottéron erneut in den Vernets. Zwei Tage später wartet auswärts der EHC Biel.

Rapperswil spielt am Freitag zuhause gegen den HC Davos. Danach geht es für die Lakers am Samstag gleich mit dem Auswärtsspiel beim HC Ajoie weiter.

🏆 GENFS SAISONSTART IM ÜBERBLICK

  • Vor dem Lakers-Spiel hatte Genève-Servette aus drei Meisterschaftspartien lediglich einen Punkt geholt.
  • Die bisherige Torbilanz vor dem vierten Spiel lautete 6:13.
  • Gegen Rapperswil gelingt Servette nun nach einem Rückstand der erste Saisonsieg.
  • Am Freitag folgt bereits das nächste Heimspiel gegen Meister Fribourg-Gottéron.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert