Kriens-Luzern bei Heim-Premiere chancenlos gegen Magdeburg
von belmedia Redaktion Allgemein Europa Handball Luzern Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Regionen Schweiz Schweiz Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Der HC Kriens-Luzern hat sein historisches erstes Champions-League-Heimspiel deutlich verloren. Der Schweizer Meister unterlag dem deutschen Spitzenklub SC Magdeburg in der Pilatus Arena mit 29:39. Bereits zur Pause lagen die Innerschweizer mit 11:20 zurück.
Magdeburg setzte sich früh ab und bestrafte technische Fehler der Mannschaft von Andy Schmid konsequent. Auch die frühe Umstellung von Kriens-Luzern auf sieben Feldspieler brachte nicht den erhofften Effekt. Einen grossen Anteil an der klaren Führung der Gäste hatte Torhüter Matej Mandic, der zur Pause eine Abwehrquote von 45 Prozent aufwies.
Trotz der Niederlage bleibt der Abend ein Meilenstein für den Schweizer Klub: 3899 Zuschauer verfolgten die erste Champions-League-Partie von Kriens-Luzern vor eigenem Publikum. Nach dem äusserst knappen 29:30 bei Industria Kielce zum Auftakt steht der Schweizer Meister in der Gruppe F nun allerdings nach zwei Spielen noch ohne Punkt da.
Magdeburg zieht früh davon
Kriens-Luzern hatte vor der Partie darauf gehofft, dem deutschen Meister ähnlich lange Paroli bieten zu können wie eine Woche zuvor dem polnischen Spitzenklub Kielce. Magdeburg machte jedoch früh deutlich, weshalb die Mannschaft seit Jahren zur europäischen Elite gehört.
Die Gäste spielten aus einer stabilen Defensive heraus mit hohem Tempo und nutzten Ballverluste der Krienser immer wieder zu einfachen Treffern. Matthias Musche, Magnus Saugstrup und Felix Claar sorgten in der Anfangsphase dafür, dass sich der Favorit rasch absetzen konnte.
Andy Schmid reagierte und liess seine Mannschaft früh im Sieben-gegen-Sechs angreifen. Das zusätzliche Feldspieler-Element sollte Magdeburgs Abwehr vor neue Aufgaben stellen, führte jedoch nicht zur erhofften Wende. Die Gäste nutzten die entstandenen Räume und Fehler konsequent.
Beim Stand von 11:20 ging es in die Pause. Besonders Magdeburgs Torhüter Mandic stellte Kriens-Luzern vor grosse Probleme und hatte nach 30 Minuten beinahe jeden zweiten Ball abgewehrt.
Magdeburg kontrolliert auch die zweite Hälfte
Nach dem Seitenwechsel gelang es dem Schweizer Meister zwar, den offensiven Ertrag zu steigern. Eine echte Aufholjagd entwickelte sich jedoch nicht mehr. Magdeburg kontrollierte seinen Vorsprung und konnte angesichts des klaren Spielstands zunehmend rotieren.
Trainer Bennet Wiegert gab dabei auch jungen Spielern Einsatzzeit. Unter anderem kam der 18-jährige U18-Europameister Malte Elze zu seinem Champions-League-Debüt.
Vier Magdeburger Spieler beendeten die Partie mit jeweils fünf Treffern – ein Hinweis darauf, wie breit die offensive Verantwortung beim deutschen Meister verteilt war. Am Ende stand ein deutliches 39:29.
Historischer Abend trotz klarer Niederlage
Das Resultat ändert nichts daran, dass Kriens-Luzern mit diesem Spiel ein weiteres Kapitel Klubgeschichte geschrieben hat. Noch am Donnerstagmorgen war die historische Champions-League-Heimpremiere gegen Magdeburg eines der grossen Themen im Schweizer Handball.
Sportlich ist die Ausgangslage nach zwei Runden anspruchsvoller geworden. Während Magdeburg nach dem 37:22 gegen Kolstad auch sein zweites Gruppenspiel gewann, bleibt Kriens-Luzern trotz einer starken Premiere in Kielce noch ohne Zähler.
Die nächste Chance auf die ersten Punkte bietet sich erneut vor eigenem Publikum. Am Mittwoch, 7. Oktober, empfängt der Schweizer Meister um 18.45 Uhr Kolstad Håndball in der Pilatus Arena. Danach folgen innerhalb von drei Wochen die Rückspiele gegen Kolstad, Kielce und Magdeburg.
- Kriens-Luzern steht nach dem 29:30 in Kielce und dem 29:39 gegen Magdeburg noch ohne Punkt da.
- Das nächste Champions-League-Spiel steigt am 7. Oktober um 18.45 Uhr zuhause gegen Kolstad Håndball.
- Am 14. Oktober folgt bereits das Rückspiel beim norwegischen Vertreter.
- Das Rückspiel gegen Magdeburg findet am 28. Oktober in Deutschland statt.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert