Vuelta: Enric Mas baut Führung aus – 20-jähriger Jakob Omrzel triumphiert auf Calar Alto
von belmedia Redaktion Draussen Europa Magazine nachrichtenticker.ch Natur News Orte Radsport Schweiz Schweiz Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Enric Mas hat seine Position an der Spitze der Vuelta a España weiter gefestigt. Auf der schweren 12. Etappe hinauf nach Calar Alto distanzierte der Spanier seine wichtigsten Konkurrenten Primož Roglič und Felix Gall um 27 Sekunden. Den Tagessieg holte sich jedoch ein anderer: Der erst 20-jährige Slowene Jakob Omrzel triumphierte nach einer beeindruckenden Solofahrt und feierte den bislang grössten Erfolg seiner jungen Karriere.
Die 166,6 Kilometer lange Etappe von Vera nach Calar Alto gehörte mit 4’568 Höhenmetern zu den härtesten Tagen der diesjährigen Spanien-Rundfahrt. Das Ziel lag auf 2’153 Metern und damit höher als bei jeder anderen Etappe der Vuelta 2026.
Omrzel nutzte den anspruchsvollen Tag für einen historischen Auftritt.
Omrzel fährt die letzten zwölf Kilometer alleine
Bereits früh hatte sich eine grosse Ausreissergruppe mit zahlreichen starken Fahrern gebildet. Neben Omrzel gehörten unter anderem Wout van Aert, Santiago Buitrago, Pello Bilbao und João Almeida zur Spitze.
Am Schlussanstieg nach Calar Alto dünnte die Gruppe immer weiter aus. Zwölf Kilometer vor dem Ziel setzte sich Omrzel schliesslich alleine ab und liess sich nicht mehr einholen.
Der Bahrain-Victorious-Profi gewann mit 1:56 Minuten Vorsprung auf Urko Berrade. Santiago Buitrago belegte Rang drei.
Mit 20 Jahren, fünf Monaten und 13 Tagen wurde Omrzel zum jüngsten slowenischen Etappensieger bei einer Grand Tour. Er unterbot damit sogar Tadej Pogačar, der bei seinem ersten Vuelta-Etappensieg 2019 bereits 20 Jahre und elf Monate alt gewesen war.
Gleichzeitig rückte Omrzel in der Gesamtwertung auf Rang sechs vor.
Mas setzt seine Konkurrenten unter Druck
Hinter den Ausreissern entwickelte sich ein intensiver Kampf um das Rote Trikot. Felix Gall griff am Schlussanstieg rund 15 Kilometer vor dem Ziel an. Mas und Roglič reagierten zunächst.
Wenig später ging Mas selbst in die Offensive. Der Movistar-Kapitän löste sich von seinen direkten Rivalen und fuhr als Sechster ins Ziel.
Roglič, Gall und Richard Carapaz verloren 27 Sekunden auf den Gesamtleader.
Damit führt Mas die Vuelta nun mit 1:45 Minuten Vorsprung auf Roglič an. Gall liegt als Dritter 2:06 Minuten zurück, Carapaz folgt mit 3:53 Minuten Rückstand. Oscar Onley ist mit 4:29 Minuten Fünfter, Omrzel liegt weitere 30 Sekunden dahinter.
Noch am Mittwoch hatte sich an der Spitze nichts verändert, als Matthew Brennan seinen bereits dritten Etappensieg bei dieser Vuelta gefeiert hatte.
Am Samstag wartet die nächste grosse Bergankunft
Eine Verschnaufpause gibt es für die Favoriten kaum. Am Freitag führt die 13. Etappe über 192,8 Kilometer von Almuñécar nach Loja.
Die Strecke wird offiziell als Mittelgebirgsetappe eingestuft. Bereits nach 31,2 Kilometern wartet mit der Venta de la Cebada ein Anstieg der ersten Kategorie. Später folgen der Alto del Legionario und der Puerto de Granada.
Noch wichtiger für die Gesamtwertung dürfte allerdings der Samstag werden. Die 14. Etappe führt über 154,5 Kilometer von Jaén zur Sierra de La Pandera.
Der Schlussanstieg ist 11,9 Kilometer lang und weist im Durchschnitt 7,2 Prozent Steigung auf. Für Roglič, Gall und Carapaz bietet sich dort die nächste grosse Gelegenheit, Mas unter Druck zu setzen.
Nach seinem starken Auftritt auf Calar Alto fährt der Spanier jedoch mit einem immer komfortableren Polster ins entscheidende Wochenende. Die Konkurrenz muss zunehmend selbst aktiv werden, wenn sie ihm das Rote Trikot noch abnehmen will.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert