Lugano gewinnt Europacup-Drama – Grgić schiesst Roter Stern ab
von belmedia Redaktion Allgemein Europa Europa League Fussball Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Regionen Schweiz Schweiz soccer.ch Spiele Sport sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Tessin Themen Ⳇ Verbreitung
Der FC Lugano erlebt am Donnerstag, 15. Oktober 2026, einen historischen Europacup-Abend. Die Tessiner bezwingen Roter Stern Belgrad in der Conference League mit 3:2, obwohl sie bis zur 84. Minute mit 1:2 zurückliegen. Dereck Moncada gleicht aus, ehe Anto Grgić in der 89. Minute mit seinem 25. verwandelten Penalty in Serie den Sieg perfekt macht.
Albian Ajeti bringt Lugano in der 25. Minute nach einer Vorlage von Renato Steffen in Führung. Timi Elšnik gleicht sieben Minuten später aus, Rade Krunić dreht die Partie in der 67. Minute für die Serben. Doch zwei Einwechselspieler von Trainer Mattia Croci-Torti leiten die spektakuläre Wende vor 7’898 Zuschauern ein.
Der Erfolg bedeutet einen gelungenen Start in die Ligaphase und den ersten Sieg in einem europäischen Ligaphasenspiel in der neuen Lugano Arena. Die Tessiner bleiben in dieser Saison wettbewerbsübergreifend ungeschlagen und reisen am 22. Oktober zum spanischen Erstligisten Getafe.
Ajeti bringt Lugano in Führung
Roter Stern erwischt den besseren Start. Bereits in der zehnten Minute zwingt Matej Gaštarov Luganos Torhüter David von Ballmoos zu einer starken Parade. Kurz darauf verhindert der Schweizer Schlussmann auch gegen Vladimir Lučić den Rückstand.
Danach findet Lugano besser ins Spiel. In der 25. Minute erobert Renato Steffen den Ball und setzt sich auf der linken Angriffsseite durch. Seine Hereingabe erreicht Albian Ajeti, der seinen Gegenspieler abschüttelt und mit links zum 1:0 trifft.
Die Antwort der Serben folgt schnell. Gaštarov bringt in der 32. Minute eine flache Hereingabe in den Strafraum. Timi Elšnik nimmt den Ball an und trifft zum 1:1.
Noch vor der Pause prüft Ajeti Gästetorhüter Matheus mit einem Distanzschuss. Die beiden Mannschaften gehen mit einem Unentschieden in die Kabinen.
Behrens vergibt – Krunić schlägt zu
Nach dem Seitenwechsel bleibt die Partie ausgeglichen. In der 63. Minute verpasst Cherif Ndiaye? Nein, der eingesetzte Angreifer Dieng nach einem Zuspiel von Händel die Führung für Roter Stern.
Vier Minuten später besitzt Lugano eine ausgezeichnete Gelegenheit. Der eingewechselte Kevin Behrens läuft nach einem Zuspiel von Karimov alleine auf Matheus zu. Sein Versuch, den Torhüter zu überlupfen, misslingt.
Praktisch im Gegenzug trifft Rade Krunić mit einem präzisen Distanzschuss zum 1:2. Lugano muss nun einem Rückstand hinterherlaufen.
In der 77. Minute vergibt Dos Santos nach Vorarbeit von Behrens eine weitere Möglichkeit. Kurz darauf verpasst Dieng auf der Gegenseite die Vorentscheidung.
Moncada und Grgić drehen die Partie
Trainer Mattia Croci-Torti hat inzwischen mehrere Wechsel vorgenommen. Dereck Moncada ersetzt in der 73. Minute Karimov. Später kommen auch Beckham Castro und Ezgjan Alioski.
In der 84. Minute zahlt sich das Vertrauen in Moncada aus. Yanis Cimignani flankt von rechts in den Strafraum. Gaštarov verpasst den Ball, Moncada kommt zum Abschluss. Sein abgefälschter Schuss fliegt über Matheus hinweg ins Tor.
Das 2:2 bringt die Lugano Arena zum Beben. Doch die Tessiner wollen mehr.
In der 88. Minute spielt Uran Bislimi den eingewechselten Beckham Castro im Strafraum an. Der Kolumbianer legt den Ball an Mahmudu Bajo vorbei und wird zurückgehalten. Schiedsrichter Florian Badstübner entscheidet sofort auf Penalty.
Anto Grgić übernimmt die Verantwortung. Der Mittelfeldspieler schiesst den Ball in der 89. Minute präzise in die obere Ecke. Es ist sein 25. erfolgreich verwandelter Elfmeter hintereinander.
Historischer Abend in der neuen Arena
In der Nachspielzeit versucht Roter Stern nochmals alles. Lugano verteidigt konzentriert und übersteht auch die letzten Angriffe der Gäste.
Der Sieg besitzt eine besondere Bedeutung. Nach Jahren mit europäischen Heimspielen ausserhalb Luganos kann der Klub nun einen Erfolg in der eigenen neuen Arena feiern.
Die Mannschaft bestätigt zugleich ihre ausgezeichnete nationale Form. In der Super League führt Lugano nach zehn Runden die Tabelle an und hat noch keine Niederlage kassiert.
Bereits vor der Partie hatte sich der historische Europacup-Heimauftakt in der Lugano Arena als wichtiger Meilenstein für den Tessiner Fussball abgezeichnet.
Getafe wartet als nächste Herausforderung
Am 22. Oktober gastiert Lugano bei Getafe. Anschliessend stehen die Begegnungen gegen Kauno Žalgiris, Jablonec, Kopenhagen und Sint-Truidense auf dem Programm.
Die ersten acht Teams der gemeinsamen Ligaphase qualifizieren sich direkt für das Achtelfinal. Die Mannschaften auf den Rängen neun bis 24 erreichen die Playoffs.
Mit dem dramatischen Auftaktsieg hat Lugano eine gute Ausgangslage geschaffen. Besonders die Breite des Kaders und Croci-Tortis erfolgreiche Einwechslungen könnten im weiteren Wettbewerb entscheidend werden.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert