Arsenal gegen Lille: Giroud kehrt ins Emirates zurück
von belmedia Redaktion Allgemein Champions League Europa Fussball Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Schweiz soccer.ch Spiele Sport sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Der FC Arsenal empfängt am Dienstag, 13. Oktober 2026, um 21.00 Uhr den OSC Lille in der Champions League. Im Mittelpunkt steht Olivier Giroud, der mit 40 Jahren an seine frühere Wirkungsstätte zurückkehrt. Der französische Weltmeister spielte von 2012 bis 2018 für Arsenal und gewann mit den Londonern drei FA Cups. Sportlich gehen die Gastgeber nach ihrem 1:0-Auftaktsieg gegen Napoli als Favorit in die Begegnung.
Arsenal startete mit einem Auswärtssieg in Neapel in die Ligaphase. Captain Martin Ødegaard erzielte den entscheidenden Treffer. Lille musste sich dagegen zuhause Real Betis mit 2:3 geschlagen geben. Für die Franzosen ist das Gastspiel in London deshalb besonders wichtig.
Beide Mannschaften gewannen ihre jüngsten Meisterschaftsspiele. Arsenal besiegte Leeds United mit 2:1, Lille setzte sich gegen Le Havre mit 1:0 durch. Trainer Mikel Arteta muss allerdings mehrere personelle Probleme lösen, während Lilles Trainer Davide Ancelotti auf einen besonderen Abend für Giroud hofft.
Giroud kehrt an seine frühere Wirkungsstätte zurück
Für Olivier Giroud ist das Gastspiel im Emirates Stadium ein emotionales Wiedersehen. Der französische Angreifer verbrachte sechs Jahre bei Arsenal und entwickelte sich zu einer wichtigen Figur im Angriff der Londoner.
Mit Arsenal gewann Giroud dreimal den FA Cup. Später feierte er mit Chelsea den Champions-League-Triumph 2021 und mit der AC Milan die italienische Meisterschaft.
Am 30. September wurde der Weltmeister von 2018 bereits 40 Jahre alt. Seine Erfahrung macht ihn weiterhin zu einer wertvollen Option für Lille.
Auch das Verhältnis zum jüngeren Trainer ist bemerkenswert. Giroud legt grossen Wert auf einen respektvollen Umgang mit Davide Ancelotti und unterstützt dessen Arbeit innerhalb der Mannschaft.
Ancelotti hofft auf einen besonderen Abend
An der Medienkonferenz vom Montag sprach Davide Ancelotti über die Herausforderung gegen Arsenal.
Lille wolle in der Champions League punkten, müsse dafür aber gegen einen starken Gegner bestehen. Ancelotti betonte, seine Mannschaft müsse die eigenen Stärken auch in einem schwierigen Umfeld konsequent einsetzen.
Für Giroud sei die Partie besonders speziell. Der Trainer hofft, dass der erfahrene Stürmer bei seiner Rückkehr einen wichtigen Beitrag leisten kann.
Der Franzose dürfte zunächst als Alternative für die Offensive eingeplant sein. Seine Präsenz könnte besonders in der Schlussphase entscheidend werden.
Arsenal muss personelle Rückschläge verkraften
Mikel Arteta geht mit einigen Sorgen in die Begegnung.
Piero Hincapié und Martín Zubimendi haben sich zuletzt verletzt. Auch die Situation von William Saliba beschäftigt die Londoner.
Dadurch sind Anpassungen in der Defensive und im zentralen Mittelfeld möglich.
Gerade gegen eine Mannschaft wie Lille ist eine stabile Organisation wichtig. Die Franzosen verfügen über schnelle Angriffsspieler und können Ballverluste des Gegners für gefährliche Gegenstösse nutzen.
Arteta wird deshalb besonderen Wert auf die Absicherung hinter den eigenen Angriffen legen.
Ødegaard und Saka sollen den Unterschied machen
Arsenal hat bereits beim 1:0 in Neapel gezeigt, dass die Mannschaft enge internationale Begegnungen entscheiden kann.
Martin Ødegaard übernahm damals Verantwortung und erzielte das Siegtor. Der norwegische Captain ist auch gegen Lille für die Ideen im offensiven Mittelfeld zuständig.
Bukayo Saka soll über die rechte Seite für Tempo sorgen. Seine Dribblings und Hereingaben gehören zu den wichtigsten Waffen der Londoner.
Mit Viktor Gyökeres steht zudem ein körperlich starker Mittelstürmer zur Verfügung, der gegnerische Innenverteidiger beschäftigt und Räume für nachrückende Mitspieler öffnen kann.
Entscheidend wird sein, wie schnell Arsenal seine Angriffe aufbauen kann.
Lille muss defensiv stabiler auftreten
Der französische Klub erlitt zum Auftakt gegen Real Betis eine schmerzhafte 2:3-Niederlage.
Lille führte zur Halbzeit mit 2:1, musste nach der Pause aber zwei Gegentreffer hinnehmen. Ethan Mbappé sah anschliessend die Rote Karte und fehlt deshalb gesperrt.
Die Begegnung verdeutlichte, wie rasch eine gute Ausgangslage auf europäischem Niveau verloren gehen kann.
Gegen Arsenal wird Lille versuchen, zwischen den Mannschaftsteilen kompakt zu bleiben und die Räume für Ødegaard und Saka zu begrenzen.
Offensiv könnten Hákon Arnar Haraldsson und Ayase Ueda wichtige Aufgaben übernehmen.
Arsenal will seine Heimstärke bestätigen
Im Emirates Stadium besitzen die Londoner traditionell einen erheblichen Vorteil.
Die Mannschaft kann auf die Unterstützung des Publikums zählen und versucht zuhause häufig, bereits in der Anfangsphase die Kontrolle zu übernehmen.
Lille dürfte zunächst auf defensive Stabilität setzen und auf Umschaltmomente warten.
Interessant wird auch der Vergleich der Trainer. Arteta arbeitet seit Jahren an der Entwicklung Arsenals. Ancelotti übernahm Lille dagegen erst im Sommer und befindet sich mit seiner Mannschaft noch im Aufbau.
Für beide Teams geht es um wichtige Punkte vor einem anspruchsvollen weiteren Programm.
Schwere Aufgaben warten bereits
Arsenal reist am 21. Oktober zum FC Bayern München. Anschliessend warten in der Champions League unter anderem Borussia Dortmund und Real Madrid.
Lille empfängt am selben Tag Galatasaray und trifft später auf Bodø/Glimt.
Ein weiterer Sieg würde Arsenal früh in eine gute Position bringen. Lille hingegen könnte mit einem Auswärtserfolg für eine Überraschung sorgen und den misslungenen Auftakt korrigieren.
Die Favoritenrolle liegt bei den Londonern. Die emotionalste Geschichte des Abends bleibt jedoch Girouds Rückkehr zu seinem früheren Verein.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert