ZSC Lions egalisieren historischen Saisonstartrekord

Die ZSC Lions haben Schweizer Eishockeygeschichte geschrieben. Mit dem 3:2-Auswärtssieg nach Verlängerung gegen den HC Lugano feiern die Zürcher ihren neunten Sieg im neunten Meisterschaftsspiel und egalisieren damit den Saisonstartrekord der National League. Zuvor gelang dieses Kunststück Genève-Servette 2012/13 und dem HC Davos 2025/26. Nun bietet sich dem ZSC die Gelegenheit, einen neuen alleinigen Rekord aufzustellen.

Der historische Erfolg kommt in Lugano erst in letzter Minute zustande. Die Tessiner führen bis kurz vor Schluss mit 2:1, ehe Mikko Lehtonen nach 58:13 Minuten den Ausgleich erzielt. In der Verlängerung trifft Dean Kukan nach 95 Sekunden zum entscheidenden 3:2 und sichert seiner Mannschaft den Eintrag in die Rekordgeschichte.

Mit 25 Punkten aus neun Begegnungen führen die Lions die National League souverän an. Sieben Siege gelangen nach regulärer Spielzeit, zwei weitere in der Verlängerung. Bereits am Samstag, 10. Oktober, empfängt die Mannschaft von Claude Julien Fribourg-Gottéron und kann mit einem zehnten Erfolg einen neuen Bestwert aufstellen.

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Das Wichtigste auf einen Blick
Historischer Rekord: Neun Siege in den ersten neun Meisterschaftsspielen.
Bisherige Rekordhalter: Genève-Servette 2012/13 und HC Davos 2025/26.
Rekordspiel: HC Lugano – ZSC Lions 2:3 nach Verlängerung.
Entscheidende Treffer: Lehtonen gleicht nach 58:13 Minuten aus, Kukan entscheidet die Verlängerung nach 95 Sekunden.
Nächste Rekordchance: Samstag, 10. Oktober, gegen Fribourg-Gottéron.
Was das bedeutet
Die Zürcher haben den bisherigen Bestwert eingestellt und können ihn bereits im nächsten Heimspiel übertreffen. Mit 25 von 27 möglichen Punkten demonstriert der ZSC zudem eine aussergewöhnliche Konstanz. Gegen Fribourg steht nun ein weiterer historischer Meilenstein auf dem Spiel.

Ein Rekord für die Geschichtsbücher

Neun Spiele, neun Siege: Die ZSC Lions haben einen Saisonstart hingelegt, wie er in der National League erst zweimal zuvor gelungen ist.

Genève-Servette eröffnete die Meisterschaft 2012/13 mit neun Erfolgen. In der vergangenen Saison 2025/26 erreichte der HC Davos denselben Bestwert.

Jetzt gehört auch Zürich zu diesem Kreis. Besonders bemerkenswert ist, dass die Lions unter ihrem neuen Trainer Claude Julien unterschiedliche Spielsituationen erfolgreich meistern.

Sieben Partien entschieden die Zürcher innerhalb der regulären 60 Minuten. Zweimal benötigten sie die Verlängerung. Noch keine Mannschaft konnte ihnen eine Niederlage zufügen.

In Lugano droht die erste Niederlage

Die Rekordjagd steht am Freitagabend allerdings lange auf der Kippe.

Tim Berni bringt den ZSC in der achten Minute in Führung. Simon Knak nimmt Luganos Torhüter Niklas Schlegel bei dessen Abschluss die Sicht.

Im Mitteldrittel übernehmen die Tessiner zunehmend das Kommando. Calvin Thürkauf erzielt in Überzahl den verdienten Ausgleich.

Zu Beginn des Schlussabschnitts folgt die nächste Wendung. Obwohl die Zürcher selbst im Powerplay spielen, trifft Ramon Tanner in Unterzahl zum 2:1 für Lugano.

Der Rekord scheint plötzlich ausser Reichweite.

Lehtonen rettet die historische Chance

In der Schlussphase drängt Zürich auf den Ausgleich. Die Gäste finden zunächst kaum Lösungen gegen Luganos kompakte Defensive.

Trainer Claude Julien nimmt deshalb Torhüter Robin Zumbühl zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis.

Die Entscheidung zahlt sich aus. Exakt 107 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit trifft Mikko Lehtonen zum 2:2.

Der finnische Verteidiger hält damit die Chance auf den neunten Sieg am Leben.

Dean Kukan wird erneut zum Matchwinner

In der Verlängerung übernimmt Dean Kukan die Hauptrolle.

Der Schweizer Nationalverteidiger verhindert zunächst eine gefährliche Lugano-Aktion und trifft anschliessend selbst zum entscheidenden 3:2.

Nach 61:35 Minuten ist die Begegnung beendet. Die Zürcher jubeln über den historischen neunten Sieg.

Bereits beim achten Saisonsieg gegen Lausanne hatte Kukan in der Verlängerung den entscheidenden Treffer erzielt.

Der Verteidiger erweist sich damit erneut als entscheidender Faktor in einer engen Begegnung.

Zumbühl überzeugt zwischen den Pfosten

Auch Torhüter Robin Zumbühl trägt zum Erfolg bei. Er vertritt den geschonten Simon Hrubec und wehrt 92,31 Prozent der gegnerischen Schüsse ab.

Für den Schweizer Schlussmann ist es ein besonderer Abend. Erst am Freitag hatten die Lions seine Vertragsverlängerung um zwei Jahre bekannt gegeben.

Mit Denis Malgin, Sven Andrighetto, Simon Knak und einer erfahrenen Defensive verfügt der ZSC über zahlreiche Leistungsträger.

Gerade diese Mischung aus Qualität, Tiefe und Widerstandsfähigkeit erklärt den erfolgreichen Saisonbeginn.

Gegen Fribourg winkt der alleinige Rekord

Die nächste Herausforderung folgt unmittelbar.

Am Samstagabend um 19.45 Uhr empfangen die ZSC Lions Fribourg-Gottéron in der Swiss Life Arena.

Gewinnen die Zürcher auch diese Begegnung, stehen sie bei zehn Siegen aus den ersten zehn Saisonspielen und übertreffen den bisherigen National-League-Startrekord.

Der Gegner bringt zusätzliche Brisanz mit: Fribourg ist der amtierende Schweizer Meister.

Für die Lions geht es somit nicht nur um weitere Meisterschaftspunkte, sondern um die Chance, eine bislang einzigartige Serie im Schweizer Eishockey zu schaffen.

AKTUELLER STAND
National League 2026/27 – Tabelle
Stand: 9. Oktober 2026, nach den Freitagsspielen
Rang / Team Sp. Diff. Pkt.
1. ZSC Lions 9 +17 25
2. SCL Tigers 10 +8 18
3. Genève-Servette 10 +3 18
4. Fribourg-Gottéron 10 +10 17
5. HC Ambri-Piotta 9 −5 14
6. HC Ajoie 10 −4 14
7. HC Davos 10 −3 13
8. HC Lugano 9 +2 12
9. SC Bern 8 0 12
10. Lausanne HC 10 −7 12
11. SCRJ Lakers 10 −11 11
12. EV Zug 6 +8 10
13. EHC Biel-Bienne 9 −3 10
14. EHC Kloten 10 −15 9

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert