Genève-Servette schlägt Storhamar 3:2 – perfekter CHL-Start
von belmedia Redaktion Eishockey Europa Genf Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Regionen Schweiz Schweiz Spiele Sport Sport & Spiel swisshockey.ch Themen Vereine Ⳇ Verbreitung
Genève-Servette startet mit zwei Siegen in die Champions Hockey League. Die Genfer bezwingen Storhamar vor 4’824 Zuschauerinnen und Zuschauern in den Vernets mit 3:2 und stehen nach zwei Spielen bei sechs Punkten. Jimmy Vesey, Markus Granlund und der 18-jährige Simas Ignatavicius erzielen die Tore für die Mannschaft von Trainer Sam Hallam.
Einfach macht es Storhamar den Genfern allerdings nicht. Der norwegische Meister geht zweimal in Führung und zwingt Servette zu einer Reaktion, ehe Ignatavicius im zweiten Drittel erstmals das Heimteam nach vorne bringt.
Im Schlussabschnitt fallen keine weiteren Tore. Goalie Robert Mayer und die Genfer Defensive bringen den knappen Vorsprung über die Zeit und sichern damit den zweiten CHL-Erfolg innerhalb von drei Tagen.
Nach dem deutlichen Sieg gegen die Eisbären Berlin folgt damit ein völlig anders gearteter Erfolg. Servette muss diesmal kämpfen, zeigt aber Moral und bestätigt seinen starken Start in die europäische Saison.
Storhamar erwischt den besseren Start
Die Gäste aus Norwegen beginnen mutig und machen früh deutlich, dass der Punktgewinn beim HC Davos vom Freitag kein Zufall war. Während Servette im ersten Drittel nur zwei Torschüsse zustande bringt, prüft Storhamar Robert Mayer achtmal.
In der 12. Minute wird die gute Anfangsphase der Norweger belohnt. Eirik Salsten trifft nach Vorarbeit von Christian Bull und Joe Gatenby zum 0:1.
Servette ist mit dem Treffer nicht einverstanden und nimmt eine Coaches Challenge wegen einer möglichen Torhüterbehinderung. Die Schiedsrichter bestätigen den Treffer jedoch, womit die Genfer den Rückstand akzeptieren müssen.
Bis zur ersten Pause findet der GSHC offensiv kaum die gewünschten Räume. Storhamar verteidigt kompakt und nimmt die knappe Führung verdient mit in die Kabine.
Vesey gleicht im Powerplay aus
Das zweite Drittel beginnt aus Genfer Sicht optimal. Storhamar kassiert eine Strafe, und Servette nutzt das erste Powerplay des Abschnitts sofort.
Nach 20:59 Minuten trifft Jimmy Vesey zum 1:1. Jesse Puljujärvi und Sakari Manninen bereiten den Treffer vor, mit dem die Genfer nach dem schwachen Startdrittel wieder vollständig in der Partie sind.
Der Ausgleich sorgt sofort für mehr Tempo im Genfer Spiel. Servette gewinnt nun deutlich häufiger die Scheibe in der offensiven Zone und beschäftigt die norwegische Defensive wesentlich stärker als noch während der ersten 20 Minuten.
Doch Storhamar bleibt gefährlich und schlägt nur wenige Minuten später erneut zu.
Berglund bringt die Norweger wieder nach vorne
In der 26. Minute geht Storhamar zum zweiten Mal in Führung. Jacob Berglund wird der Treffer zum 1:2 gutgeschrieben, nachdem der Puck auf dem Weg zum Tor noch unglücklich abgelenkt wird.
Servette reagiert erneut schnell. Anders als im ersten Drittel lässt sich die Mannschaft von Hallam vom Rückstand nicht aus dem Rhythmus bringen und erhöht unmittelbar wieder den Druck.
In der 29. Minute fällt der zweite Ausgleich. Simon Le Coultre bedient Markus Granlund, der zum 2:2 trifft. Vesey erhält ebenfalls einen Assist und ist damit bereits an beiden Genfer Toren beteiligt.
Die Partie ist nun vollständig gekippt. Servette hat wesentlich mehr Scheibenbesitz in der gegnerischen Zone und kommt im zweiten Abschnitt zu zehn Abschlüssen, während Storhamar nur drei Schüsse auf Mayers Tor bringt.
Ignatavicius erzielt den entscheidenden Treffer
In der 35. Minute belohnt sich Servette für die Leistungssteigerung. Mika Henauer und Luca Hischier bereiten für Simas Ignatavicius vor, der den Puck zum 3:2 im norwegischen Tor unterbringt.
Für den erst 18-jährigen Angreifer ist der Treffer ein weiteres Ausrufezeichen in seiner rasanten Entwicklung. Ignatavicius wurde im Sommer beim NHL-Draft in der zweiten Runde an 40. Position von den Florida Panthers ausgewählt und gehört inzwischen fest zum Genfer Kader.
Noch wichtiger ist an diesem Nachmittag jedoch die sportliche Bedeutung seines Tores. Erstmals in der Partie liegt Servette vorne und nimmt diese Führung mit in die zweite Pause.
Innerhalb von gut 13 Minuten haben die Genfer ein 0:1 in ein 3:2 verwandelt und dabei auch den erneuten Rückstand zum 1:2 weggesteckt.
Mayer hält die Führung im Schlussdrittel fest
Im letzten Abschnitt versucht Storhamar nochmals, den Ausgleich zu erzwingen. Die Partie wird intensiver und ist von mehreren Strafen geprägt, wodurch der Spielfluss immer wieder unterbrochen wird.
Besonders gefährlich wird es für die Genfer in den norwegischen Überzahlsituationen. Storhamar erhält im Schlussdrittel Chancen im Powerplay, kann daraus aber keinen Treffer mehr erzielen.
Robert Mayer bleibt in den entscheidenden Momenten ruhig und verhindert das 3:3. Servette verteidigt den eigenen Slot konsequent und lässt trotz des knappen Spielstands keinen späten Einbruch zu.
Auch statistisch gehört das Schlussdrittel den Genfern. Servette kommt auf 15 Abschlüsse, Storhamar auf acht. Über die gesamte Partie lautet das Schussverhältnis 27:19 für den GSHC.
Zweites Spiel, zweiter Sieg
Der Erfolg komplettiert ein perfektes erstes CHL-Wochenende für Genève-Servette. Bereits am Freitag hatten die Genfer beim starken Auftakt gegen die Eisbären Berlin überzeugt und den deutschen Meister mit 6:2 bezwungen.
Damals legte Servette früh ein 2:0 vor, musste Berlin zwischenzeitlich auf 2:2 herankommen lassen und entschied das Spiel anschliessend mit vier Treffern in Folge. Granlund erzielte zwei Tore, daneben trafen Vili Saarijärvi, Sakari Manninen, Vesey und Noah Rod.
Gegen Storhamar ist diesmal mehr Geduld gefragt. Die Norweger führen zweimal und zwingen Servette dazu, sich den Sieg über Kampf, Disziplin und eine deutliche Leistungssteigerung im zweiten Drittel zu erarbeiten.
Das Resultat ist dennoch dasselbe: drei weitere Punkte. Nach zwei Spielen steht Servette damit bei der maximalen Ausbeute von sechs Zählern und gehört zur Spitzengruppe der CHL-Ligaphase.
Vesey und Granlund erneut entscheidend
Besonders auffällig ist, dass mehrere Genfer Leistungsträger bereits früh in der Saison in Form sind. Vesey trifft gegen Storhamar selbst und bereitet Granlunds 2:2 vor.
Auch Granlund setzt seine starke europäische Woche fort. Nach seinem Doppelpack gegen Berlin erzielt der Finne nun bereits seinen dritten CHL-Treffer der Saison.
Dazu kommt mit Ignatavicius ein junger Spieler, der das entscheidende Tor übernimmt. Diese Mischung aus erfahrenen internationalen Kräften und jungen Talenten gibt Hallam zum Saisonstart mehrere offensive Optionen.
Die Genfer erzielen in ihren ersten beiden CHL-Spielen damit neun Tore. Gleichzeitig zeigt der Auftritt gegen Storhamar, dass die Mannschaft auch eine enge Partie über die Zeit bringen kann.
Jetzt wartet die Reise nach Schweden
Nach den beiden Heimspielen stehen für Servette zwei Auswärtspartien in der Champions Hockey League an. Am Donnerstag, 10. September, gastieren die Genfer bei Skellefteå AIK in Schweden.
Mit diesem Gegner verbindet Servette besondere Erinnerungen. Im Februar 2024 bezwangen die Genfer Skellefteå im CHL-Final in den Vernets mit 3:2 und wurden damit als erster Schweizer Club Sieger der modernen Champions Hockey League.
Zwei Tage nach dem Auftritt in Schweden geht die Reise nach Polen weiter. Am Samstag, 12. September, wartet GKS Tychy auf die Mannschaft von Sam Hallam.
Danach beginnt auch die National League. Servette startet am Dienstag, 15. September, auswärts beim HC Lugano in die neue Meisterschaft.
Mit sechs Punkten aus den ersten beiden CHL-Partien ist der Pflichtspielstart jedenfalls gelungen. Nach der offensiven Gala gegen Berlin zeigt Servette gegen Storhamar eine andere Qualität: zweimal einen Rückstand wegstecken, die Partie drehen und eine knappe Führung bis zur Schlusssirene verteidigen.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert