(Höchstetten BE). In der Nacht auf Sonntag hat die Kantonspolizei Bern in Höchstetten vier mutmassliche Täter nach einem versuchten Einbruchdiebstahl in ein Verkaufsgeschäft angehalten.
Im Rahmen der weiteren Fahndung wurden drei weitere Männer angehalten. Die Ermittlungen sind im Gang.
Polizei.news | Schweiz | Täglich aktuell
Das Wichtigste auf einen Blick
- Tatort: Verkaufsgeschäft an der Zürich-Bernstrasse in Höchstetten.
- Zeitpunkt: Sonntag, 1. November 2026, kurz nach 2.30 Uhr.
- Delikt: Versuchter Einbruchdiebstahl.
- Fahndung: Zwei Diensthunde und Drohnen eingesetzt.
- Erste Anhaltungen: Vier Männer im Bereich Weiermatt.
- Weitere Anhaltungen: Drei Männer nach einer Fahrzeugkontrolle in Hellsau.
- Festnahmen: Insgesamt sieben Männer vorläufig festgenommen.
- Alter: Drei Minderjährige und vier Erwachsene zwischen 18 und 22 Jahren.
- Verletzte: Zwei Männer waren bereits vor der polizeilichen Anhaltung verletzt worden.
- Rettung: Beide Verletzten ins Spital gebracht.
- Unterstützung: Mehrere Patrouillen der Kantonspolizei Solothurn.
- Ermittlungen: Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau und kantonale Jugendanwaltschaft.
Einbruchversuch in Verkaufsgeschäft
Am Sonntag, 1. November 2026, kurz nach 2.30 Uhr, ging bei der Kantonspolizei Bern die Meldung über einen versuchten Einbruchdiebstahl in ein Verkaufsgeschäft an der Zürich-Bernstrasse in Höchstetten ein.
Vier mutmassliche Täter angehalten
Nach Eingang der Meldung rückten umgehend Einsatzkräfte der Kantonspolizei Bern aus. Aufgrund erster Hinweise zur Fluchtrichtung der mutmasslichen Täterschaft wurde eine Nachsuche eingeleitet. Dabei kamen auch zwei Diensthunde und Drohnen zum Einsatz. Im Bereich Weiermatt in Höchstetten konnten vier Männer gesichtet werden, die dem Signalement entsprachen. Sie wurden in der Folge angehalten und für weitere Abklärungen auf eine Polizeiwache gebracht.
Zwei der angehaltenen Männer waren bereits vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte verletzt worden. Sie wurden nach der Anhaltung durch je ein Ambulanzteam ins Spital gebracht. Die Umstände, die zu den Verletzungen führten, sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Unterstützung der Kantonspolizei Solothurn
Im Rahmen der weiteren Fahndung wurde zudem in Hellsau ein verdächtiges Auto, das auf der Zürich-Bernstrasse von Seeberg her in Richtung Höchstetten unterwegs war, zur Kontrolle angehalten. Da die Fahrzeuginsassen dem Signalement weiterer gesuchten Personen entsprachen, wurden sie für weitere Abklärungen auf eine Polizeiwache gebracht.
Die insgesamt sieben Männer wurden vorläufig festgenommen. Es handelt sich um drei Minderjährige und um vier Erwachsene im Alter zwischen 18 und 22 Jahren.
Im Einsatz standen mehrere Dienste der Kantonspolizei Bern, ein Ambulanzteam sowie mehrere Patrouillen der Kantonspolizei Solothurn, die zur Unterstützung beigezogen wurden. Die weiteren Ermittlungen wurden unter der Leitung der regionalen Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau sowie der kantonalen Jugendanwaltschaft aufgenommen.
Quelle: Kantonspolizei Bern
Bildquelle: Symbolbild © Kantonspolizei Bern
Polizei.news informiert | Einbruchschutz für Verkaufsgeschäfte
Einbruch ins Geschäft: So können Ladenbesitzer das Risiko verringern
Verkaufsgeschäfte können besonders ausserhalb der Öffnungszeiten zum Ziel von Einbrechern werden. Geeignete Sicherungen an Türen und Fenstern, durchdachte Abläufe beim Geschäftsschluss und eine funktionierende Alarmierung helfen, das Risiko zu reduzieren.
1. Türen, Fenster und Schaufenster sichern
Eingangstüren und leicht erreichbare Fenster sind wichtige Punkte beim Einbruchschutz. Geprüfte einbruchhemmende Bauteile können das gewaltsame Eindringen erschweren.
Besonders bei Verkaufslokalen lohnt sich eine fachliche Beurteilung der gesamten Gebäudehülle. Eine stabile Tür nützt wenig, wenn daneben ein ungesichertes Fenster oder ein schwaches Nebentor liegt.
2. Alarmanlagen richtig einsetzen
Eine Einbruchmeldeanlage kann verdächtige Zugriffe erkennen und eine Alarmmeldung auslösen. Wichtig ist, dass sie fachgerecht geplant, installiert und regelmässig gewartet wird.
Legen Sie fest, wer bei einem Alarm benachrichtigt wird und wie diese Person reagieren soll. Mitarbeitende sollten nicht versuchen, mögliche Einbrecher selbst zu stellen. Die eigene Sicherheit hat Vorrang.
3. Bargeld und wertvolle Ware schützen
Lassen Sie nach Geschäftsschluss möglichst wenig Bargeld in leicht zugänglichen Kassen. Besonders wertvolle Waren sollten nicht ohne zusätzliche Sicherung in unmittelbarer Nähe von Eingängen oder Schaufenstern aufbewahrt werden.
Ein klarer Ablauf für den Geschäftsschluss hilft: Türen kontrollieren, Fenster sichern, Alarmanlage aktivieren und ungewöhnliche Feststellungen dokumentieren.
4. Was tun, wenn ein Einbruch festgestellt wird?
Entdecken Sie eine aufgebrochene Tür oder ein beschädigtes Schaufenster, betreten Sie das Geschäft möglichst nicht. Es könnte sich noch jemand im Gebäude befinden.
Halten Sie Abstand und verständigen Sie die Polizei unter 117. Verändern Sie den möglichen Tatort nicht unnötig, damit Spuren gesichert werden können.
Bei einer verdächtigen Beobachtung können Angaben zu Personen, Fahrzeugen und Fluchtrichtungen hilfreich sein. Verfolgen Sie Verdächtige jedoch nicht selbst.
Gut zu wissen: Auch ein gescheiterter Einbruchversuch kann erhebliche Kosten verursachen, etwa durch beschädigte Türen, Fenster oder Sicherheitseinrichtungen. Die passende Kombination aus mechanischer Sicherung, Alarmierung und organisatorischen Massnahmen ist deshalb entscheidend.
Praktischer Tipp: Lassen Sie Ihr Verkaufslokal bei einer Einbruchschutzberatung auf Schwachstellen prüfen. Kontrollieren Sie besonders Nebeneingänge, Lieferantenzugänge, Fenster und die Aufbewahrung von Bargeld.
Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion