Tiafoe wirft Medvedev raus – US-Star steht im Viertelfinal
von belmedia Redaktion Amerika ATP Tour Grand Slams Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Resultate Schweiz Sport sportaktuell.ch Tennis tennis.ch Themen Turniere Ⳇ Verbreitung
Frances Tiafoe sorgt bei den US Open für einen der grössten Siege seiner bisherigen Saison. Der Amerikaner bezwingt den als Nummer sieben gesetzten Daniil Medvedev mit 7:6 (7:1), 6:4 und 7:6 (8:6) und zieht ohne Satzverlust in den Viertelfinal ein. Dort wartet mit Alex Michelsen erneut ein Landsmann.
Tiafoe bestätigt damit seine besondere Beziehung zu New York. Gegen den US-Open-Champion von 2021 spielt der 28-Jährige vor heimischem Publikum mutig, aggressiv und behält vor allem in den entscheidenden Phasen die Nerven.
Für Medvedev endet das Turnier dagegen früher als erhofft. Der Russe hatte seine ersten drei Partien in Flushing Meadows allesamt in drei Sätzen gewonnen, findet gegen Tiafoe diesmal aber nicht die entscheidende Antwort.
Tiafoe dreht den ersten Satz
Der erste Durchgang entwickelt sich sofort zu einem intensiven Grundlinienduell und dauert 74 Minuten. Medvedev erarbeitet sich beim Stand von 6:5 sogar die Chance, zum Satzgewinn auszuservieren, doch Tiafoe schafft das Break und erzwingt den Tiebreak.
Dort übernimmt der Amerikaner vollständig die Kontrolle. Tiafoe verliert nur einen einzigen Punkt und entscheidet die Kurzentscheidung mit 7:1 für sich. Damit setzt er früh ein deutliches Zeichen gegen einen Gegner, der in den bisherigen direkten Duellen klar dominiert hatte.
Medvedev hatte sechs der sieben vorherigen Begegnungen mit Tiafoe gewonnen. In New York dreht der Amerikaner dieses Kräfteverhältnis jedoch eindrucksvoll um.
Medvedev verliert erstmals einen Satz – und die Kontrolle
Noch vor dem Achtelfinal hatte Medvedev bei den US Open ohne Satzverlust überzeugt und sich souverän für das Duell mit Tiafoe qualifiziert. Gegen den Lokalmatador reisst diese Serie nun bereits im ersten Durchgang.
Tiafoe bleibt auch danach offensiv. Der Amerikaner nimmt Medvedev im zweiten Satz den Aufschlag ab und verteidigt seinen Vorsprung konsequent bis zum 6:4. Besonders auffällig ist seine Bereitschaft, früh Druck zu machen und Medvedev nicht in dessen bevorzugten Rhythmus kommen zu lassen.
Im dritten Satz stemmt sich der frühere Weltranglistenerste gegen das Ausscheiden. Er hält das Match offen und erzwingt einen weiteren Tiebreak, doch erneut ist Tiafoe in den entscheidenden Punkten stärker.
Mit 8:6 sichert sich der Amerikaner die Kurzentscheidung und damit nach drei Sätzen den Einzug in die Runde der letzten acht.
Louis Armstrong Stadium bleibt Tiafoes Festung
Tiafoe baut gleichzeitig eine bemerkenswerte Serie aus. Im Louis Armstrong Stadium hat er bei den US Open nun alle zehn bisherigen Einzelpartien gewonnen.
New York bleibt ohnehin sein erfolgreichstes Grand-Slam-Pflaster. Bereits 2022 und 2024 erreichte Tiafoe hier den Halbfinal. Nach dem Drittrunden-Aus im vergangenen Jahr gehört er nun erneut zu den letzten acht Spielern des Turniers.
Für Medvedev endet dagegen die Hoffnung auf den zweiten US-Open-Titel nach 2021. Gerade auf Hartplatz und in Flushing Meadows hatte der 30-Jährige in den vergangenen Jahren seine grössten Erfolge gefeiert.
US-Duell gegen Michelsen um den Halbfinal
Im Viertelfinal trifft Tiafoe auf Alex Michelsen. Der 22-jährige Amerikaner setzte sich gegen Tomás Martín Etcheverry ebenfalls in drei Sätzen mit 7:6 (8:6), 6:4 und 6:4 durch.
Damit steht bereits fest, dass mindestens ein US-Amerikaner den Halbfinal erreicht. Für das heimische Publikum ist das Duell zwischen Tiafoe und Michelsen eines der Highlights der kommenden Runde.
Tiafoe geht nach seinem überzeugenden Sieg über Medvedev mit viel Selbstvertrauen in diese Partie. Mit vier Siegen in New York und einem der grössten Erfolge des bisherigen Turniers hat sich der Lokalmatador endgültig wieder in den Kreis der Titelkandidaten gespielt.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert