St. Gallen gewinnt 2:0 bei Servette – Joker Scherrer trifft sofort
von belmedia Redaktion Genf Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Regionen Schweiz Schweiz soccer.ch Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch St. Gallen Super League Themen Ⳇ Verbreitung
Der FC St. Gallen hat seine Negativserie beendet und beim Servette FC einen wichtigen 2:0-Auswärtssieg gefeiert. Aliou Baldé brachte die Ostschweizer bereits in der 6. Minute in Führung, der eingewechselte Nevio Scherrer erhöhte kurz nach der Pause auf 2:0. Beide Treffer bereitete Chima Okoroji vor.
Für St. Gallen ist es nach zuletzt vier Pflichtspielniederlagen in Serie ein wichtiger Befreiungsschlag.
Servette kassiert dagegen nur drei Tage nach dem 0:1 in Lugano die nächste Niederlage und bleibt mit vier Punkten aus sechs Meisterschaftsspielen am Tabellenende.
Baldé trifft bereits nach sechs Minuten
St. Gallen erwischte im Stade de Genève einen perfekten Start.
Bereits in der 6. Minute brachte Aliou Baldé die Gäste mit 1:0 in Führung. Chima Okoroji bereitete den Treffer vor.
Damit geriet Servette erneut früh unter Druck.
Die Genfer hatten zwar mehr Ballbesitz und versuchten, das Spiel zu kontrollieren, St. Gallen blieb aber bei seinen Angriffen gefährlicher.
Servette kam in der ersten Halbzeit zu mehreren Abschlüssen, konnte Lawrence Ati-Zigi im Tor der Ostschweizer jedoch nicht überwinden.
Trainer Jocelyn Gourvennec reagierte bereits vor der Pause und brachte David Douline für Timothé Cognat.
Zur zweiten Halbzeit wechselte Servette zusätzlich Neuzugang David Datro Fofana ein.
Doch statt des erhofften Ausgleichs fiel kurz darauf das zweite Tor für die Gäste.
Joker Scherrer braucht nur vier Minuten
Auch St. Gallen nahm zur Pause einen Wechsel vor.
Nevio Scherrer ersetzte Christian Witzig.
Für den 20-Jährigen hätte die Partie kaum besser beginnen können.
Nur vier Minuten nach seiner Einwechslung traf Scherrer in der 50. Minute zum 2:0.
Erneut kam die Vorlage von Okoroji, der damit beide St. Galler Treffer vorbereitete und zu den entscheidenden Figuren der Partie gehörte.
Für Scherrer war es ein besonderer Moment. Der junge Offensivspieler nutzte seine Chance unmittelbar nach seiner Einwechslung und brachte die Ostschweizer endgültig auf Siegeskurs.
Servette musste danach noch mehr riskieren.
Die Genfer hatten am Ende rund zwei Drittel Ballbesitz und kamen auf zwölf Abschlüsse. St. Gallen verzeichnete 13 Versuche und blieb insgesamt zielstrebiger.
Servette findet keine Antwort
Auch mit Fofana im Angriff gelang es Servette nicht, die Partie nochmals zu öffnen.
Gourvennec brachte im Verlauf der zweiten Halbzeit weitere frische Kräfte. Unter anderem kamen Quentin Maceiras, Lilian Njoh und Samuel Mráz.
Die beste späte Gelegenheit hatte Steve Rouiller.
Der Servette-Verteidiger kam kurz vor Schluss im Strafraum zum Kopfball, brachte den Ball jedoch nicht entscheidend aufs Tor.
Auf der Gegenseite zwang Leon Frokaj Servette-Goalie Edvinas Gertmonas in der 89. Minute nochmals zu einer Parade.
Danach war die Partie entschieden.
Beim Schlusspfiff quittierten Teile des Genfer Publikums den Auftritt mit Pfiffen.
St. Gallen beendet Serie von vier Niederlagen
Für die Ostschweizer kommt der Sieg zum richtigen Zeitpunkt.
St. Gallen hatte zuletzt schwierige Wochen erlebt.
In der Conference-League-Qualifikation gingen beide Spiele gegen Nordsjælland verloren. Danach folgte in der Super League eine spektakuläre 3:4-Heimniederlage gegen den FC Thun.
Am vergangenen Mittwoch setzte es beim Grasshopper Club ein 0:2.
Mehr zur damaligen Niederlage gibt es im Beitrag Super League: GC überrascht St. Gallen – Luzern siegt in letzter Minute.
In Genf gelang nun die Reaktion.
Mit dem Sieg erhöht St. Gallen sein Punktekonto nach sechs Meisterschaftsspielen auf zehn Zähler.
Servette bleibt Tabellenletzter
Ganz anders präsentiert sich die Situation bei Servette.
Die Genfer haben nach sechs Meisterschaftsspielen erst vier Punkte gesammelt.
Dem einzigen Sieg gegen GC stehen ein Unentschieden gegen Luzern sowie Niederlagen gegen Basel, Zürich, Lugano und nun St. Gallen gegenüber.
Besonders problematisch ist die offensive Ausbeute.
Nach dem 0:1 in Lugano blieb Servette zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage ohne eigenen Treffer.
Gourvennec muss damit schnell Lösungen finden, obwohl mit Fofana nun eine weitere prominente Option für den Angriff zur Verfügung steht.
Die nächste Gelegenheit zur Reaktion bietet sich Servette am Sonntag, 13. September. Dann wartet um 16.30 Uhr das Auswärtsspiel bei Lausanne-Sport.
St. Gallen empfängt bereits einen Tag zuvor den FC Sion. Die Partie im Berit Sitterstadion beginnt am Samstag um 18.00 Uhr.
Nach dem 2:0 in Genf können die Ostschweizer dieses Spiel mit deutlich mehr Selbstvertrauen angehen.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert