HC Davos zerlegt deutschen Meister Berlin mit 8:2

Der HC Davos setzt in der Champions Hockey League ein dickes Ausrufezeichen. Die Bündner deklassieren den deutschen Meister Eisbären Berlin vor 4’333 Zuschauern mit 8:2 und feiern damit den zweiten Sieg im zweiten CHL-Spiel. Besonders beeindruckend: Acht verschiedene Davoser erzielen die acht Treffer.

Der HCD legt den Grundstein bereits im Startdrittel. Enzo Corvi, Valentin Nussbaumer und Brendan Lemieux sorgen für eine komfortable 3:0-Führung und lassen den Gästen aus Berlin kaum Zeit, überhaupt in die Partie zu finden.

Auch danach bleibt Davos konsequent. Adam Tambellini und Simon Ryfors erhöhen im Mitteldrittel auf 5:0, ehe Leonhard Pföderl den ersten Berliner Treffer erzielt.

Nach dem hart erkämpften 3:2 nach Verlängerung gegen Storhamar folgt damit ein völlig anderer Auftritt. Diesmal kontrolliert die Mannschaft von Trainer Josh Holden die Partie über weite Strecken und bestraft die Fehler des deutschen Meisters konsequent.

Corvi, Nussbaumer und Lemieux sorgen früh für klare Verhältnisse

Davos startet mit viel Tempo und setzt Berlin von Beginn an unter Druck. Enzo Corvi eröffnet das Skore, danach erhöhen Valentin Nussbaumer und Brendan Lemieux noch im ersten Drittel auf 3:0.

Die Eisbären finden gegen das schnelle Umschaltspiel der Bündner kaum Lösungen. Davos gewinnt viele Zweikämpfe, kommt immer wieder gefährlich durch die neutrale Zone und zwingt die Berliner Defensive zu Fehlern.

Nach 20 Minuten spricht bereits vieles für den HCD. Die Drei-Tore-Führung ist nicht nur komfortabel, sondern entspricht auch dem bisherigen Spielverlauf.

Tambellini und Ryfors nutzen das Powerplay

Auch im zweiten Drittel bleibt Davos die effizientere Mannschaft. Besonders die Überzahlsituationen werden für Berlin zum Problem, denn Adam Tambellini und Simon Ryfors treffen im Powerplay und schrauben das Resultat auf 5:0.

Erst danach gelingt den Gästen eine Antwort. Leonhard Pföderl nutzt seinerseits eine Berliner Überzahlsituation und verkürzt auf 5:1, doch der Treffer bringt den deutschen Meister nicht nachhaltig zurück in die Partie.

Kurz vor der zweiten Pause stellt Calle Andersson den alten Fünf-Tore-Vorsprung wieder her. Der schwedische Verteidiger trifft in der 40. Minute zum 6:1 und nimmt Berlin damit die letzten realistischen Hoffnungen auf eine Wende.

Pföderl trifft zweimal – Davos bleibt souverän

Berlin versucht im Schlussdrittel nochmals zu reagieren und kommt durch Pföderl zum zweiten Treffer. Der deutsche Nationalspieler erzielt damit beide Tore seiner Mannschaft, beide fallen im Powerplay.

Bei fünf gegen fünf hat Davos die Begegnung jedoch weiterhin unter Kontrolle. Die Bündner lassen sich vom zwischenzeitlichen 6:2 nicht aus dem Konzept bringen und antworten wenige Minuten später erneut.

Guus van der Kaaij erhöht in der 47. Minute auf 7:2. Nur rund zwei Minuten später setzt Nico Gross mit dem achten Davoser Treffer den Schlusspunkt.

Acht Tore von acht verschiedenen Spielern

Besonders bemerkenswert ist die Breite der Davoser Offensive. Corvi, Nussbaumer, Lemieux, Tambellini, Ryfors, Andersson, van der Kaaij und Gross tragen sich jeweils einmal in die Torschützenliste ein.

Filip Zadina glänzt zudem als Vorbereiter und sammelt drei Assists. Damit verteilt der HCD seine offensive Produktion auf zahlreiche Schultern und ist für Berlin kaum auszurechnen.

Auch die Special Teams funktionieren. Während Davos seine Powerplay-Möglichkeiten effizient nutzt, gelingen den Eisbären zwar ebenfalls zwei Überzahltore, bei ausgeglichener Spielerzahl bleibt der deutsche Meister aber ohne Treffer.

Berlin erlebt bitteres Wochenende in der Schweiz

Für die Eisbären endet die Reise in die Schweiz mit zwei deutlichen Niederlagen. Bereits am Freitag hatte der deutsche Meister bei Genève-Servette mit 2:6 verloren, nun folgt in Davos das noch deutlichere 2:8.

In beiden Spielen offenbart Berlin vor allem defensiv grosse Probleme. Gegen Davos ist die Partie bereits nach dem ersten Drittel auf einen für die Gäste äusserst unangenehmen Weg geraten, und auch ein Torhüterwechsel im Schlussabschnitt kann daran nichts mehr ändern.

Der HCD dagegen bestätigt mit dem Kantersieg seinen starken Start in die europäische Kampagne. Nach zwei Spielen sind die Bündner weiterhin ungeschlagen.

Davos legt nach dem Storhamar-Krimi deutlich nach

Zum Auftakt hatte sich Davos wesentlich mehr strecken müssen. Beim 3:2 nach Verlängerung gegen Storhamar fiel die Entscheidung erst 31 Sekunden vor dem Ende der Overtime.

Filip Zadina hatte damals mit einem frühen Doppelpack einen 0:1-Rückstand gedreht. Nach dem norwegischen Ausgleich blieb die Partie mehr als 50 Minuten torlos, ehe Rasmus Asplund nach 64:29 Minuten im Powerplay den Siegtreffer erzielte.

Gegen Berlin muss Davos diesmal nicht lange zittern. Der HCD ist von Beginn an hellwach und verwandelt die frühe Führung in einen klaren Kantersieg.

Als Nächstes warten Tychy und Skellefteå

Nach den beiden Heimspielen geht es für Davos in der Champions Hockey League nun zweimal auswärts weiter. Am Donnerstag, 10. September, gastieren die Bündner beim polnischen Meister GKS Tychy, zwei Tage später wartet in Schweden mit Skellefteå AIK eine deutlich grössere Herausforderung.

Danach beginnt auch die National-League-Saison. Am Dienstag, 15. September, empfängt der HC Davos die SCL Tigers zum ersten Meisterschaftsspiel der neuen Spielzeit.

Mit dem 8:2 gegen Berlin nimmt der HCD reichlich Selbstvertrauen mit. Acht verschiedene Torschützen, ein funktionierendes Powerplay und ein von Beginn an kontrollierter Auftritt machen den Erfolg zu einem der bisher deutlichsten Ausrufezeichen der noch jungen CHL-Saison.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert