Pilzsammler (76) nach Suchaktion tot gefunden – Mann stürzte im steilen Berggelände ab

(Lumino TI). Ein 76-jähriger Pilzsammler aus Italien ist nach einer gross angelegten Suchaktion im Berggebiet oberhalb von Lumino tot aufgefunden worden.

Der Mann aus der Provinz Como war am Freitag (16.10.2026) im Gebiet des Monte Laura unterwegs und kehrte nicht zurück. Am Samstagvormittag entdeckten die Einsatzkräfte seinen leblosen Körper auf rund 1’300 Metern Höhe.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Vermisstmeldung: Freitag, 16. Oktober 2026, kurz nach 18.30 Uhr
  • Vermisster: 76-jähriger italienischer Staatsbürger aus der Provinz Como
  • Ausgangsgebiet: Monte Laura bei Roveredo GR
  • Suchgebiet: Zunächst Graubünden, anschliessend Tessin
  • Fund: Samstag, 17. Oktober 2026, kurz vor 11.30 Uhr
  • Fundort: Oberhalb der Monti Loga, Gemeinde Lumino TI
  • Höhe: Rund 1’300 Meter über Meer
  • Vermuteter Hergang: Sturz während der Pilzsuche
  • Einsatzkräfte: Kantonspolizei Graubünden, Schweizer Alpenrettung und Rega
  • Ermittlungen: Genaue Umstände werden polizeilich abgeklärt

76-jähriger Italiener kehrt von Pilzsuche nicht zurück

Wie die Kantonspolizei Tessin mitteilt, wurde am Freitag, 16. Oktober 2026, kurz nach 18.30 Uhr gemeldet, dass ein 76-jähriger italienischer Staatsbürger aus der Provinz Como nicht zurückgekehrt war.

Der Mann hatte sich im Gebiet des Monte Laura auf dem Gemeindegebiet von Roveredo im Kanton Graubünden aufgehalten.

Polizei und Schweizer Alpenrettung starten Suche

Unmittelbar nach der Vermisstmeldung wurde eine Suchaktion eingeleitet, an der sich die Kantonspolizei Graubünden und die Schweizer Alpenrettung (SAS) beteiligten.

Die Suche begann auf der Bündner Seite des Berggebiets und wurde im Verlauf des Samstagvormittags auf die Tessiner Seite ausgeweitet.

Lebloser Körper oberhalb von Lumino entdeckt

Am Samstag, 17. Oktober 2026, kurz vor 11.30 Uhr wurde der leblose Körper des 76-Jährigen schliesslich im Gebiet oberhalb der Monti Loga auf dem Gemeindegebiet von Lumino gefunden.

Die Fundstelle befindet sich auf einer Höhe von rund 1’300 Metern über Meer.

76-Jähriger stürzte offenbar beim Pilzesammeln

Nach einer ersten Rekonstruktion dürfte der Mann während der Suche nach Pilzen gestürzt sein.

Die genauen Umstände und Ursachen des tödlichen Unfalls müssen im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen geklärt werden.

Auch die Rega beteiligt sich an der Suchaktion

An den Such- und Rettungsmassnahmen war neben den Polizeikräften und der Schweizer Alpenrettung auch die Rega beteiligt.


Polizei.news informiert | Sicher unterwegs beim Pilzesammeln

Pilzsuche im Herbst: Die unterschätzten Risiken abseits der Wanderwege

Der Herbst lockt zahlreiche Pilzsammler in die Wälder. Doch gerade im Berggebiet kann die Suche anspruchsvoller sein als eine gewöhnliche Wanderung. Wer den Blick auf den Waldboden richtet, bemerkt Geländewechsel und Hindernisse mitunter erst spät.

Fünf praktische Tipps für die Pilzsuche

  • Steilhänge meiden: Für einen Pilz lohnt es sich nicht, einen abschüssigen, rutschigen oder schwer zugänglichen Hang zu betreten.
  • Auf den Untergrund achten: Nasses Laub, Moos, lose Steine und verdeckte Wurzeln können besonders im Herbst gefährlich rutschig sein.
  • Standort merken: Mit einer geeigneten Karten-App lässt sich die eigene Position feststellen. Eine heruntergeladene Offline-Karte hilft, wenn der Mobilfunkempfang ausfällt.
  • Rückkehrzeit vereinbaren: Angehörigen mitteilen, in welchem Gebiet man unterwegs ist und wann man zurück sein möchte.
  • Genügend Zeit einplanen: Im Oktober wird es früher dunkel. Taschenlampe, warme Kleidung und ein geladenes Mobiltelefon gehören zur sinnvollen Ausrüstung.

Was tun, wenn man sich im Wald verirrt?

Wer die Orientierung verliert, sollte nicht planlos weitergehen. Sinnvoll ist es, an einem sicheren Ort anzuhalten, die eigene Position zu bestimmen und bekannte Orientierungspunkte zu suchen. Riskante Abstiege in steiles oder unbekanntes Gelände sollten vermieden werden.

Notrufnummern: In der Schweiz ist die Rega unter 1414 erreichbar. Über 112 kann ebenfalls Hilfe angefordert werden. Bei einem Notruf sind möglichst genaue Standortangaben entscheidend.

Wichtig auch für die Gesundheit: Pilze kontrollieren lassen

Viele Speisepilze haben giftige Doppelgänger. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen empfiehlt deshalb, selbst gesammelte Pilze vor dem Verzehr bei einer anerkannten Pilzkontrollstelle prüfen zu lassen.

Pilze sollten in luftdurchlässigen Körben transportiert und nicht roh gegessen werden. Wer Arten nicht sicher kennt, sollte sie stehen lassen.


 

Quelle: Kantonspolizei Tessin / Polizei.news
Bildquelle: Symbolbild © Rega