Stromfresser im Haushalt aufspüren: Diese Geräte lohnen sich 2025 nicht mehr
von belmedia Redaktion Allgemein Elektronik Haus Haushaltsgeräte Heimwerker hometipp.ch News Wohnen
Viele Haushalte tragen unnötige Stromkosten mit sich herum, weil veraltete Geräte dauerhaft Energie verschlingen.
Ein gezieltes Ermitteln stromintensiver Geräte zeigt, wo Investitionen in Ersatz oder Abschaltungen besonders effizient sind.
Stromverbrauch im Schweizer Haushalt: Basis und Tendenzen
Der durchschnittliche Stromverbrauch eines Schweizer Haushalts liegt bei rund 5’000 kWh pro Jahr.
Der Anteil der Haushaltsgeräte am gesamten Stromverbrauch ist über die Jahre gesunken, obwohl die Zahl der Geräte gestiegen ist.
Seit 2002 nahm der Verbrauch privater Gross- und Elektronikgeräte um etwa 16 Prozent ab, in derselben Zeit stieg die Anzahl Geräte um über 40 Prozent.
Moderne Geräte sind also deutlich effizienter, doch die Einsparpotenziale werden oft durch Altgeräte oder falschen Betrieb zunichtegemacht.
Worauf aufmerksam werden: Typische Stromfresser
- Kühl- und Gefriergeräte: Sie laufen dauerhaft und sind oft schlecht isoliert oder an Wärmequellen platziert.
- Heizungspumpen oder Umwälzpumpen: Viele Modelle laufen auch dann, wenn sie nicht gebraucht werden.
- Elektroherd und Backofen: Ohne Deckel, bei Überdimensionierung oder ineffizienter Nutzung steigt der Verbrauch unnötig.
- Trockner ohne Wärmepumpe: Besonders stromintensiv, je Einsatz viel höherer Verbrauch als bei modernen Geräten.
- Standby-Verbraucher: Fernseher, Router, Drucker, Ladegeräte – sie verbrauchen auch dann Strom, wenn nicht aktiv verwendet.
- Beleuchtung und Halogenlampen: Besonders ältere oder ineffiziente Leuchtmittel können hohe Anteile des Verbrauchs ausmachen.
Handlungsstrategien zur Reduktion unnötiger Kosten
- Alte Geräte schrittweise durch neue Modelle mit hoher Effizienz ersetzen.
- Standby vermeiden: Geräte vollständig ausschalten oder über schaltbare Leisten betreiben.
- Platzierung optimieren: Kühlgeräte nicht neben Wärmequellen wie Heizkörpern oder Öfen aufstellen.
- Verbrauchszeiten steuern: Höherstromverbrauchende Geräte in Phasen mit niedriger Tarifbelastung betreiben.
- Eco-Modi nutzen: Moderne Geräte bieten oft sparsame Programme – diese konsequent anwenden.
- Regelmässige Wartung: Verschmutzte Kühlrippen, verstellte Lüfter oder verstopfte Filter erhöhen den Strombedarf.
- Beleuchtung prüfen: Ersatz älterer Leuchtmittel durch LEDs bringt häufig grosse Einsparungen.
- Lastmanagement einsetzen: Intelligente Steuerung oder Lastverschiebung trägt zur geringeren Spitzenlast bei.
Konkrete Einsparpotenziale im Alltag
Ein Kühlschrank mit 450 kWh Jahresverbrauch verursacht bei 30 Rappen pro kWh rund 135 Franken Kosten.
Ein modernes Gerät mit 150 kWh spart 90 Franken pro Jahr – über zehn Jahre gerechnet also fast 1’000 Franken.
Ein Trockner ohne Wärmepumpe kann bis zu 600 kWh jährlich benötigen, während ein neues Modell mit Wärmepumpe unter 200 kWh bleibt.
Kleinverbraucher summieren sich ebenfalls: Drei Geräte im Standby mit je 5 Watt ergeben 65 kWh – das sind rund 20 Franken pro Jahr, nur durch Nichtabschalten.
Quelle: haushaltsapparate.net‑Redaktion
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