Aufenthaltsräume gestalten: Mehr Wohlbefinden für Mitarbeitende

Erholsame Aufenthaltsräume sind kein Luxus, sondern zentral für Mitarbeitendenwohlbefinden.

Durch gezielte Gestaltung entstehen Räume, in denen Regeneration, Kreativität und Gemeinschaft gefördert werden können.

Warum Aufenthaltsräume wichtig sind



Der Aufenthalt ausserhalb des Arbeitsplatzes ermöglicht kurze Pausen, Abstand vom Bildschirm und Erholung – das reduziert Stress und steigert Konzentrationsfähigkeit. Studien des Schweizer Forschungsprojekts „Offices, Change & Health“ zeigen, dass Raumgestaltung und begleitende Veränderungsprozesse die psychische Gesundheit und das Arbeitsengagement signifikant beeinflussen.

Ein weiterer Befund: Büroräume mit natürlichem Licht, guter Belüftung, Pflanzen und angenehmer Akustik verbessern das Wohlbefinden, senken Fehlzeiten und fördern die Mitarbeitendenzufriedenheit.

Gestaltungselemente, die Aufenthaltsräume aufwerten

  • Zugang zu Tageslicht und Blick in die Natur oder Grünflächen: Fenster oder Innenhofsicht senken Stress und fördern Wohlbefinden.
  • Pflanzen oder Biophilic Design: Grün sorgt für Frische, visuelle Vielfalt und eine beruhigende Atmosphäre.
  • Akustische Gestaltung: Geräuschpegel reduzieren durch schallabsorbierende Materialien, Teppiche, Vorhänge oder Akustikpaneele.
  • Flexible Möbel und Zonierung: Verschiedene Sitzmöbel, Bewegungsräume, Quiet Zones vs. Kommunikationszonen.
  • Ergonomische Details: Bequeme Sitzgelegenheiten, Sitz- und Stehoptionen, Raumtemperatursteuerung und gute Luftqualität.
  • Ästhetik und Komfort: Farben, Gestaltung, Materialien, angenehme Oberflächen und gute Pflege spielen mitentscheidende Rolle.
  • Gestaltung von Ruhe- und Rückzugsbereichen: Nischen ermöglichen Erholung, Mittagsschlaf oder stille Reflexion.
  • Küche oder kleine Koch-Station: Möglichkeit, eigenen Kaffee oder Tee zuzubereiten, gesunde Snacks bereitzustellen.


Besondere Anforderungen und Herausforderungen

  • Platz und Budget: Aufenthaltsräume sind oft nachrangig in Budgetplanungen; räumliche Restriktionen erschweren Ausstattung.
  • Reinigungs- und Unterhaltsaufwand: Komfort erfordert Pflege; schlechte Hygiene reduziert Nutzen und kann Frustration erzeugen.
  • Nutzungskonflikte: Unterschiedliche Bedürfnisse wie Ruhe vs. Gespräch müssen klar geregelt sein.
  • Gesundheitliche Aspekte: Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Schadstoffe in Materialien, Beleuchtung sind entscheidend.
  • Kulturelle Unterschiede: Mitarbeitende haben unterschiedliche Vorstellungen und Bedürfnisse, die berücksichtigt werden müssen.

Umsetzung in der Praxis: Vorgehen und Tipps

  • Bedarfsabklärung: Mitarbeitende befragen, welche Nutzung gewünscht ist.
  • Kleine Schritte zuerst: Pilotraum gestalten, Feedback einholen, optimieren.
  • Multifunktionale Möbel wählen: Klapptische, modulare Sitzgruppen, mobile Trennwände.
  • Natur ins Büro holen: Pflanzen, natürliche Materialien, möglichst viel Licht.
  • Pflegekonzept etablieren: Reinigung, Ausstattung, Wartung, Regeln klar definieren.

Erfolgsmessung und Effekte

  • Mitarbeitendenbefragungen zu Wohlbefinden, Pausenerleben und Zufriedenheit nutzen.
  • Messung von Fehlzeiten und Rückmeldungen nach Einführung einer neuen Pausenlösung.
  • Beobachtung von Nutzung und Verhalten – wie oft werden Aufenthaltsräume verwendet und wofür?
  • Benchmarking mit ähnlichen Unternehmen oder Branchen, um Zielsetzungen zu vergleichen.

Fazit

Gut gestaltete Aufenthaltsräume sind Schlüssel für Arbeitsqualität und Mitarbeitendenwohlbefinden. Sie bieten Raum zum Ausruhen, Auftanken oder informellen Austausch – und damit auch für Kreativität, Motivation und Gesundheit. Unternehmen, die in solche Räume investieren, gewinnen langfristig motivierte Teams und bessere Leistung.

 

Quelle: betriebseinrichtung.net-Redaktion
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