Food-Trends auf Events: Von regionalen Menüs bis zu Zero-Waste-Catering
Bei Events wird Essen zunehmend zum Erlebnis, das Werte transportiert – Regionalität, Nachhaltigkeit und Minimierung von Abfall prägen 2025 die Speisekarten.
Veranstalter, die diese Trends früh aufgreifen, punkten bei Gästen und Umwelt zugleich.
Was treibt die Veränderung in der Event-Gastronomie?
Die Erwartungen an Eventcatering haben sich stark verschoben: Gäste wünschen nicht mehr nur gutes Essen, sondern auch Transparenz bei Herkunft und Verarbeitung. Nachhaltigkeit wird zum zentralen Auswahlkriterium. Der Zero-Waste-Gedanke und der Wunsch nach regionalen, saisonalen Lebensmitteln gewinnen an Bedeutung.
Bei Umfragen geben immer mehr Teilnehmende an, dass pflanzliche oder vegetarisch/vegane Optionen ein Muss sind, ebenso wie Menüvielfalt für unterschiedliche Ernährungsweisen (Allergien, Unverträglichkeiten etc.).
Kerntrends und Massnahmen
- Regionale und saisonale Zutaten: Lokale Produzenten werden bevorzugt, saisonale Menüs reduziert Transportaufwand und stärkt das lokale Gewerbe. Caterer arbeiten enger mit Bauern oder kleinen Manufakturen zusammen.
- Zero-Waste und Food-Upcycling: Abfälle vermeiden, Zutatenreste kreativ verwerten (z. B. Gemüseschalen, Brotreste), Speisereste spenden oder kompostieren. Beim Catering spielt Vermeidung von Einwegplastik eine grosse Rolle.
- Pflanzliche Optionen & Diversität: Mehr vegane oder vegetarische Hauptgerichte, „flexitarische“ Menüs, die Fleisch- oder Fischanteile reduzieren. Vielfalt wird erwartet.
- Personalisierte Menüs & Ernährungsoptionen: Catering-Angebote, die auf spezielle Bedürfnisse eingehen – Allergien, Unverträglichkeiten, religiöse oder ethische Präferenzen. Flexibilität und Auswahl statt Einheitsmenüs.
- Vermeidung von Verpackungsabfall: Mehrwegbehälter, kompostierbare Materialien, Verzicht auf Einwegplastik und cleveres Abfallmanagement vor Ort.
- Interaktive Konzepte & Erlebnischarakter: Live-Cooking, Food-Stations, Showküchen oder lokale Spezialitätenstände – das Essen wird Teil des Eventerlebnisses. Diese Formate ermöglichen auch bessere Planung und geringeren Abfall.
Vorteile und Herausforderungen
- Vorteile: Höhere Gästezufriedenheit, Imagegewinn, Kostenersparnis durch weniger Abfall, Stärkung der regionalen Wirtschaft, Beitrag zu Nachhaltigkeitszielen.
- Herausforderungen: Logistik bei saisonalen Zutaten, höhere Kosten bei Spezialdiensten, Planung von Abfall- und Restmanagement, Koordination mit Lieferanten, zuverlässige Messergebnisse zur Nachhaltigkeit.
- Balance zwischen Anspruch und Machbarkeit: Nicht jede Veranstaltung kann beim ersten Versuch komplett „Zero Waste“ sein. Schrittweise Vorgehensweisen helfen, Erfolg zu messen und zu optimieren.
Best Practice Beispiele & Empfehlungen
- Frühzeitige Einbindung der Caterer und Lieferanten: Ziele für Nachhaltigkeit klar kommunizieren, gemeinsame Lösungen entwickeln.
- Menüs so gestalten, dass Portionsgrössen variabel sind, Gäste vorab Präferenzen abfragen und Restverwertung planen.
- Veranstaltungsorte wählen, die Infrastruktur für Abfalltrennung, Kompostierung und Mehrweg‐Logistik bieten.
- Information und Sensibilisierung der Gäste: Beschilderung, Transparenz bei Speisen, Botschaften zur Wertschätzung von Lebensmitteln.
- Kalkulation & Budgetstrategie: Zusatzkosten berücksichtigen, aber auch Einsparpotenziale durch effizientere Nutzung und Abfallreduktion einplanen.
Fazit
Food-Trends auf Events gehen über Geschmack hinaus: Sie sind Teil einer nachhaltigeren, bewussteren Eventkultur. Wer auf regional, saisonal, Zero Waste und Vielfalt setzt, schafft Mehrwert nicht nur für Gäste, sondern auch für Umwelt und lokale Gemeinschaften. In der Schweiz sind diese Trends nicht mehr Randerscheinungen, sondern zunehmend Standard und Differenzierungsmerkmal.
Quelle: events24.ch-Redaktion
Bildquellen: Bild 1: => Symbolbild © Tatjana Baibakova/shutterstock.com; Bild 2: => Symbolbild © Kovaliova Tatsiana/shutterstock.com
