Schweizer Frauen-Handball: „Roadmap 2032“ soll Nationalteam zu Olympia nach Brisbane führen
von belmedia Redaktion Allgemein Europa News Schweiz sportaktuell.ch sportaktuell.ch
Der Schweizerische Handball-Verband hat in der vergangenen Nationalteamwoche wichtige Weichen für die Zukunft des Frauen-Nationalteams gestellt.
Mit der Präsentation der „Roadmap 2032“ wurde ein langfristiger Entwicklungsplan vorgestellt, der die Schweiz perspektivisch an die Olympischen Spiele 2032 in Brisbane führen soll. Nur wenige Tage später stand für das Team von Nationaltrainer Knut Ove Joa bereits der sportliche Härtetest an: In der EM-Qualifikation traf die Schweiz zweimal auf die Niederlande, den aktuellen WM-Vierten und eines der Topteams im internationalen Frauenhandball.
Vision für den Schweizer Frauenhandball
Mit der „Roadmap 2032“ definiert der Verband einen klaren Masterplan für die kommenden Jahre. Ziel ist es, das Frauen-Nationalteam langfristig im internationalen Spitzenhandball zu etablieren. Bis 2029 sollen sich die Schweizerinnen regelmässig für Endrunden qualifizieren, bevor mit Blick auf die EHF EURO 2030 ein Platz unter den Top 8 und an der WM 2031 der Viertelfinal angestrebt wird, als Grundlage für eine mögliche Olympia-Qualifikation. Neben sportlichen Zielen umfasst die Roadmap auch strukturelle Massnahmen: ein neues Vertragsmodell für Nationalspielerinnen, zusätzliche Investitionen in Athletik und Sportpsychologie sowie eine stärkere Koordination zwischen Verband und Clubs.
Starke Gegnerinnen als Standortbestimmung
Im sportlichen Teil der Woche wartete mit den Niederlanden ein Gegner aus der europäischen Spitze. Beim Heimspiel in der Pilatus Arena hielten die Schweizerinnen vor rund 2’500 Zuschauenden in der ersten Halbzeit lange gut mit, ehe sich die Niederländerinnen nach der Pause mit Tempo und Erfahrung entscheidend absetzen konnten. Debütantinnen wie Avril Frei und Giuliana Manduca setzten mit ihren ersten Treffern im Nationaltrikot dennoch positive Akzente.
Auch im Rückspiel bot sich für das Schweizer Team die Gelegenheit, neue Konstellationen zu testen und weiteren Spielerinnen internationale Erfahrung zu ermöglichen. Das Ensemble von Knut Ove Joa bewies dabei einen deutlichen Entwicklungsschritt und brachte das Heimteam an den Rand einer Niederlage.
Fokus bleibt auf der EM-Qualifikation
Trotz der Niederlagen gegen den Favoriten bleibt das Ziel unverändert: Die Schweiz will sich für die EHF EURO 2026 qualifizieren. Die nächsten entscheidenden Schritte folgen im April. Dann geht es in der EM-Qualifikation um wichtige Punkte, mit einem Heimspiel (12. April, Zürich) vor eigenem Publikum, bei dem das Team erneut auf die Unterstützung der Fans zählen möchte.
Quelle: SHV
Bildquelle: SHV