Schweizer Armee: 61 Extremismus-Fälle – Mehrheit klar rechts motiviert

Im Jahre 2025 wurde die Fachstelle Extremismus in der Armee 61 Mal um Beratung oder Abklärungen ersucht.

Den meisten Meldungen und Anfragen lag ein Anfangsverdacht auf Rechtsextremismus zugrunde. Meldungen und Anfragen zum dschihadistisch motivierten Extremismus lagen wieder im unteren einstelligen Bereich.

Wie in den Vorjahren stand der Rechtsextremismus im Mittelpunkt: Er machte knapp drei Viertel der Meldungen und Anfragen, bei welchen ein eindeutiger ideologischer Hintergrund vorhanden war, aus. Themen des ethno-nationalistischen Spektrums wurden im Berichtsjahr vermehrt aufgegriffen und entsprechen knapp ein Fünftel der Meldungen und Anfragen. Sowohl der dschihadistisch motivierte Extremismus als auch der Linksextremismus sorgten nur für vereinzelte Meldungen.

Die Meldungen und Anfragen stammten mehrheitlich von Schul- und Einheitskommandantinnen und Kommandanten. Auslöser waren Aussagen oder Verhaltensweisen entweder während dem Dienst oder in den sozialen Medien. Keiner der gemeldeten Extremismus-Verdachtsfälle stellte ein Sicherheitsrisiko dar.

Alle angehenden Berufsoffizierinnen und -offiziere, Schul- und Einheitskommandantinnen und -kommandanten wurden sensibilisiert und ausgebildet. Auch Berufsunteroffizierinnen und -unteroffiziere wurden in Rahmen ihrer Vorbereitung zur Funktion als Chef Fachbereich oder Klassenlehrer vertieft geschult. Insgesamt führte die Fachstelle 24 Ausbildungssequenzen in 19 Kaderschulen, Lehrgängen und Grundkursen durch.

Der vollständige Tätigkeitsbericht ist hier abrufbar: Fachstelle Extremismus in der Armee

 

Quelle: Schweizer Armee
Bildquelle: VBS/DDPS