Buchs SG: Grosse Baustelle am A13-Anschluss – Hilfsbrücke sorgt für Einschränkungen

A13: Baustart für Hilfsbrücke am Anschluss Buchs

Mit dem Bau einer Hilfsbrücke startet das Bundesamt für Strassen ASTRA am 13. April 2026 die umfassende Erneuerung des Anschlusses Buchs.

Die provisorische Überführung sichert die Aufrechterhaltung des Verkehrs bis zum Abschluss des Ersatzneubaus der bestehenden Brücke. Insgesamt wird mit dem Projekt die Reduktion von Staustunden, die Verflüssigung des Verkehrs sowie die Erhöhung der Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden angestrebt.

Das ASTRA sanierte bis Ende 2025 den Abschnitt der Rheintalautobahn A13 zwischen Trübbach und Haag. Nachdem die Arbeiten auf der Stammstrecke abgeschlossen sind, steht nun der Anschluss Buchs im Fokus. Der zwischen 1976 und 1978 erstellte Anschluss ist heute insbesondere im westlichen Teil verkehrlich überlastet, zudem bestehen Probleme beim Knoten Langäulistrasse bezüglich der Verkehrsführung. Dringender Sanierungsbedarf besteht zudem an der Überführung über die Autobahn, die altersbedingte Mängel aufweist.

Der Anschluss Buchs soll deshalb umfangreich umgebaut werden. Vorgesehen ist der Abbruch und Neubau der Überführung, die Erstellung eines lichtsignalgesteuerten Knotens Langäulistrasse sowie die Trennung von Langsamverkehrsrouten und dem motorisierten Verkehr. Ziel ist es, die Infrastruktur umfassend zu erneuern, die Staustunden am Anschluss zu reduzieren sowie die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden zu erhöhen.

Bau Hilfsbrücke bis Herbst 2026

Die verkehrlichen Anpassungen der Knoten und der Neubau der Überführung über die Autobahn sind verfahrensbedingt erst ab Herbst Jahr 2027 vorgesehen. Aufgrund des dringenden Sanierungsbedarfs der Überführung wurde deshalb entschieden, eine Hilfsbrücke südlich der heutigen Überführung aufzubauen, über die der Verkehr bis zur Fertigstellung der neuen Überführung fliessen wird. Die Arbeiten hierzu beginnen am 13. April 2026 mit der Absenkung der Fahrbahnen und dauern mit dem Abbruch der bestehenden Überführung bis November 2026.

Der Bau der Hilfsbrücke sowie deren Betrieb bis zum Abschluss des Neubaus wird zu verkehrlichen Einschränkungen am Anschluss führen. In der ersten Phase bis Herbst 2026 werden Teilsperrungen des Anschlusses sowie Spurverschwenkungen auf der A13 notwendig, über die jeweils zeitnah informiert wird. Ebenfalls betroffen ist der Langsamverkehr, der Abschnitt entlang des Werdenberger Binnenkanals (Kanalweg) wird im Bereich des Anschluss Buchs während der gesamten Bauzeit geschlossen bleiben. Die Autobahnüberführung wird phasenweise nur einseitig begehbar sein.

Gesamtkosten von 65 Millionen Franken

Die Gesamtkosten des Umbaus belaufen sich auf rund 65 Millionen Franken. Der Grossteil dieser Kosten (CHF 55 Millionen) werden über den Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds NAF finanziert und damit vom ASTRA übernommen. Der Kanton St. Gallen sowie die Gemeinde Buchs beteiligen sich mit insgesamt knapp 10 Millionen Franken am Projekt.

Der NAF finanziert sämtliche Aufwendungen für den Bau, Betrieb und Unterhalt der Nationalstrassen. Zusätzlich unterstützt der NAF Projekte im Agglomerationsverkehr (Strassen, Velo- und Fusswege sowie Bus- und Bahnverkehr). Die Haupteinnahmequellen des NAF sind der Mineralölsteuerzuschlag, der als Bestandteil des Treibstoffpreises direkt beim Tanken bezahlt wird, die Automobilsteuer sowie die Autobahnvignette. Der NAF ist damit zu 100 Prozent nutzerfinanziert.

 

Quelle: Bundesamt für Strassen ASTRA
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